Die Insemination (Samenübertragung) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch.
Der behandelnde Arzt bringt dabei mit Hilfe eines kleinen Katheters Spermien (Samenzellen) in die Gebärmutter der Frau ein. Eine erfolgreiche Befruchtung und damit eine Schwangerschaft ist so im Vergleich zur natürlichen Befruchtung wahrscheinlicher.
Im Rahmen der milden hormonellen Stimulation kann es zur Ausreifung von mehreren Follikeln kommen. Hierdurch ergibt sich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf eine Mehrlingsschwangerschaft.
Bilden sich deutlich mehr als 2 Follikel in den Ultraschallkontrollen, brechen Ärzte den Zyklus ab. Eine Insemination kann nicht erfolgen. Dass bei der milden hormonellen Stimulation ein Überstimulationssyndrom entsteht, ist sehr unwahrscheinlich.
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Der Beginn einer Schwangerschaft: Das Spermium trifft auf eine weibliche Eizelle © Kateryna_Kon / Fotolia
Die Insemination (Samenübertragung) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch.
Der behandelnde Arzt bringt dabei mit Hilfe eines kleinen Katheters Spermien (Samenzellen) in die Gebärmutter der Frau ein. Eine erfolgreiche Befruchtung und damit eine Schwangerschaft ist so im Vergleich zur natürlichen Befruchtung wahrscheinlicher.
Im Rahmen der milden hormonellen Stimulation kann es zur Ausreifung von mehreren Follikeln kommen. Hierdurch ergibt sich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf eine Mehrlingsschwangerschaft.
Bilden sich deutlich mehr als 2 Follikel in den Ultraschallkontrollen, brechen Ärzte den Zyklus ab. Eine Insemination kann nicht erfolgen. Dass bei der milden hormonellen Stimulation ein Überstimulationssyndrom entsteht, ist sehr unwahrscheinlich.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Samenübertragung sind gesunde (durchgängige) Eileiter und eine ausreichende Anzahl und Beweglichkeit an befruchtungsfähigen Spermien.
Ärzte untersuchen zunächst die Anatomie der weiblichen Geschlechtsorgane, wie:
- Vagina
- Gebärmutterhals
- Gebärmutter
Dies geschieht im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung und einem transvaginalen Ultraschall. So können Ärzte anatomische Ursachen für eine Unfruchtbarkeit ausschließen.
Die Eileiter sind normalerweise nicht im Ultraschall darstellbar. Zur Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit erfolgt gegebenenfalls eine weiterführende Untersuchung.
Infrage kommt hier eine sonographische Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit mit Kontrastmittel bzw. eine Bauchspiegelung mit Chromopertubation und Gebärmutterspiegelung.
Des Weiteren lassen Ärzte den Hormonstatus der Frau durch Blutuntersuchungen bestimmen.
Beim Mann erfolgt vorab eine Laboruntersuchung des Spermas. Dies geschieht mit einem Spermiogramm, das die Eigenschaften der Spermienqualität überprüft.
Ein Spermiogramm beinhaltet:
- Konzentration und Anzahl der Spermien
- Beweglichkeit der Spermien
- Form der Spermien
Bei verschlossenen Eileitern und Entzündungen des Gebärmutterhalses sollte dagegen keine Insemination erfolgen.
Vor der Insemination kommt meist eine milde hormonelle Stimulation der Frau zum Einsatz. Es sollen 1-2 Eizellen in den Eierstöcken heranreifen. Dies ist allerdings mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlings-Schwangerschaft verbunden.
Daher sind regelmäßige Ultraschalluntersuchungen notwendig, um die Anzahl und Größe der stimulierten Follikel (Eibläschen mit Eizellen) zu bestimmen.
Nachdem Ärzte den Eisprung der Frau medikamentös auslösen, bringen sie die aufbereiteten Spermien in die Gebärmutter ein. Dies geschieht mittels Katheter.
Die aufbereiteten Spermien beinhalten die beweglichsten und befruchtungsfähigen Samenzellen.
Den Erfolg der Behandlung können Frauen nach etwa 14 Tagen mittels Schwangerschaftstest kontrollieren.
Der erste Nachweis einer Schwangerschaft gelingt im Ultraschall erst 3 Wochen nach der Insemination.
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Mit Insemination zum Wunschkind © AK-DigiArt / Fotolia
Die wenigsten Frauen werden bereits nach der ersten Behandlung schwanger. Meist sind drei oder vier Versuche notwendig, bis diese künstliche Befruchtung zum gewünschten Erfolg führt.
Bei jeder fünften Frau bleibt diese Methode allerdings auch langfristig erfolglos. Dann besteht für diese Paare noch die Option, eine IVF (In Vitro-Fertilisation) oder ICSI-Therapie durchzuführen.
Es gibt aber auch Risiken. Nach einer Stimulation der Frau ist die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft erhöht.
In extrem seltenen Fällen kann es auch zu einem Überstimulationssyndrom kommen.
Folgende Beschwerden treten bei einem Überstimulationssyndrom auf:
- Bauchschmerzen
- Übelkeit und
- Kurzatmigkeit
Dann sollte die Patientin sofort zum Arzt gehen. Allerdings tritt dies bei einer milden hormonellen Stimulation, wie sie bei Inseminationen üblich sind, in der Regel nicht auf.
Überstimulationssyndrome sind typisch für die hormonellen Stimulationen bei der IVF- und ICSI-Therapie.
Die Kosten für eine Insemination - pro Behandlung und Zyklus - betragen etwa 200 Euro. Hinzu kommen die Kosten für Medikamente.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 50% der Kosten bei:
- bis zu drei Inseminationen mit Stimulation und
- bis zu acht Inseminationen ohne Stimulation
Rechtliche Voraussetzungen der gesetzlichen Krankenkassen für eine Samenübertragung in Deutschland sind:
- Das Paar muss verheiratet sein
- Mindestalter beider Partner: 25 Jahre
- Höchstalter der Frau: 40 Jahre
- Höchstalter des Mannes: 50 Jahre
- Negativer HIV-Test beider Partner
- Bestehender Rötelnschutz der Frau
- Der Arzt muss einen Behandlungsplan erstellen
Inseminationsspezialisten sind in der Regel Fachärzte für Reproduktionsmedizin. Daneben können Fachärzte für Gynäkologie und Fachärzte für Urologie zu Fragen rund um den Kinderwunsch Ansprechpersonen sein.
Inseminationen erfolgen in reproduktionsmedizinischen Zentren, an universitären Frauenkliniken und in privaten Kinderwunschzentren.