Die zerebrale (lat.: cerebrum = Gehirn) Ischämie (griech.: ischaimia = Blut zurückhalten) zählt zu den Hirndurchblutungsstörungen und wird auch als Hirninfarkt oder Hirnschlag bezeichnet. Sie gilt als häufigste Variante eines Schlaganfalls und basiert auf einer zu geringen Durchblutung des Gehirns, die plötzlich in Erscheinung tritt. Die Langzeitfolgen dieser verminderten arteriellen Blutzufuhr sind oftmals gravierend und bemessen sich an der Schwere des Vorfalls sowie der Dauer, die zwischen dem Ereignis und dem Beginn der Behandlung lag.
Ursachen für eine zerebrale Ischämie
Die Thrombose

Oberflächliche Venenthrombose am linken Bein @ hriana / AdobeStock
Die Embolie
Blutversorgende Hirngefäße (Willis-Kreis)

Abbildung Willis-Kreis @ joshya / AdobeStock
Symptome bei Hirndurchblutungsstörungen
- Störungen des Sprachzentrums
- Motorische Einschränkungen
- Einseitige Taubheitsgefühle
- Verständnisstörungen
- Schwindel
- Beeinträchtigung des Sehens
- Starke Kopfschmerzen
Diagnose von Hirndurchblutungsstörungen
Heilungschancen bei zerebralen Durchblutungsstörungen
- Rauchen
- Übergewicht
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Chronischer Bewegungsmangel
Behandlung von Hirndurchblutungsstörungen

Mechanische Thrombektomie zur Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls @ songkram / AdobeStock
Spezialisten für Hirndurchblutungsstörungen
Fazit
FAQ
Was ist eine zerebrale Ischämie?
Eine zerebrale Ischämie bezeichnet eine unzureichende Durchblutung beziehungsweise Minderdurchblutung eines Bereichs im Gehirn. Dadurch erhält das Hirngewebe zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Ursächlich kann eine Verengung oder vollständige Unterbrechung des Blutflusses in einer Arterie sein. Bleibt die Blutversorgung länger beeinträchtigt, kann Gewebe dauerhaft geschädigt werden und ein Infarkt beziehungsweise Hirninfarkt entstehen.
Welche Symptome verursacht eine zerebrale Ischämie?
Das jeweilige Symptom hängt davon ab, welches Stromgebiet im Gehirn betroffen ist. Typisch sind plötzlich einsetzende Lähmung oder Gefühlsstörungen, Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel oder Koordinationsprobleme. Beispielsweise kann ein Verschluss der Arteria cerebri media charakteristische neurologische Ausfälle hervorrufen. Solche Beschwerden können Zeichen für einen ischämischen Schlaganfall sein und erfordern sofortige medizinische Hilfe.
Was ist der Unterschied zwischen einer TIA und einem ischämischen Schlaganfall?
Eine transitorische ischämische Attacke, kurz TIA, verursacht vorübergehend neurologische Ausfälle aufgrund einer zerebralen Ischämie, ohne dass in der modernen Definition ein akuter Hirninfarkt nachweisbar ist. Die früher gebräuchliche Abgrenzung über Symptome innerhalb von 24 Stunden gilt daher nicht mehr als entscheidendes diagnostisches Kriterium. Auch wenn die Beschwerden rasch verschwinden, kann eine TIA einen späteren Schlaganfall ankündigen und muss dringend ärztlich abgeklärt werden.
Wie wird ein ischämischer Schlaganfall diagnostiziert und behandelt?
Die Diagnostik beginnt mit der neurologischen Untersuchung und einer schnellen Bildgebung mittels CT oder MRT. Dadurch lassen sich unter anderem eine Hirnblutung ausschließen und Hinweise auf einen ischämischen Hirninfarkt erkennen. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann eine Thrombolyse eingesetzt werden, um ein verursachendes Blutgerinnsel aufzulösen. Bei Verschlüssen großer hirnversorgender Arterien kann eine mechanische Thrombektomie infrage kommen. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem vom Befund, dem Zeitpunkt des Symptombeginns und der betroffenen Arterie ab.
Welche Risikofaktoren können eine zerebrale Ischämie begünstigen?
Ein wichtiger Risikofaktor für einen Schlaganfall sind Erkrankungen, die Gefäßveränderungen oder die Entstehung von Blutgerinnseln fördern. Dazu gehören insbesondere Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und Arteriosklerose. Eine Ablagerung in einem Gefäß kann eine Verengung begünstigen, während eine Embolie eine Arterie akut verschließen kann. Prävention und konsequente Behandlung beeinflussbarer Risikofaktoren können dazu beitragen, das Schlaganfallrisiko zu reduzieren.
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Über den Fachautor
Sabine Schneider
Sabine Schneider – medizinische Fachautorin: Entdecken Sie fundierte Fachbeiträge und medizinische Expertise im Leading Medicine Guide.
Vollständiges Expertenprofil ansehen →Quellen
https://flexikon.doccheck.com/de/Hirninfarkt
https://www.amboss.com/de/wissen/Isch%25C3%25A4mischer_Schlaganfall
https://reha-nach-schlaganfall.de/zerebrale-ischamie/
https://www.ratgeber-neuropsychologie.de/SHT/SHT1.html
https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/neurologische-krankheiten/apoplex/isch%C3%A4mischer-insult
