Lymphdrüsenkrebs ist die umgangssprachliche Bezeichnung für verschiedene maligne Lymphome, die aus Zellen des lymphatischen Systems hervorgehen. Die Erkrankung kann Lymphknoten, Milz, Knochenmark und weitere Organe des gesamten Körpers betreffen. Grundsätzlich wird zwischen dem Hodgkin-Lymphom und verschiedenen Non-Hodgkin-Lymphomen unterschieden.
Ein mögliches Symptom ist eine schmerzlose Schwellung der Lymphknoten, beispielsweise am Hals oder in der Achselhöhle. Weitere Symptome wie Nachtschweiß, Fieber oder ungewollter Gewichtsverlust sind möglich, können jedoch auch harmlose Ursachen haben. Bei Verdacht auf Lymphdrüsenkrebs sind eine sorgfältige Diagnostik und in der Regel eine Gewebeprobe entscheidend für die Diagnose. Behandlung und Prognose richten sich vor allem nach der genauen Form des Lymphoms, den Stadien und individuellen Faktoren.
Symptome eines Lymphknotenkrebs
Lymphknotenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. Hierbei kommt es zu einer Entartung der Lymphzellen. Es gibt unterschiedliche Formen. Bei bösartigen Lymphomen unterscheidet man zum Beispiel zwischen Hodgkin und Non-Hodgkin.
Non-Hodgkin-Lymphome können sich nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des lymphatischen Systems entwickeln. Diese Form des Lymphknotenkrebs ist relativ selten.
Erkennen Ärzte den Lymphknotenkrebs rechtzeitig, liegen die Heilungschancen zwischen 70 und 90 Prozent. Kinder, die an Lymphknotenkrebs erkranken, haben sehr gute Heilungschancen. Wenn Patienten den Lymphknotenkrebs nicht behandeln lassen, führt die Krankheit zum Tod. Neben den Lymphknoten können in fortgeschrittenem Stadium auch weitere Organe wie die Milz oder Lungen bösartige Veränderungen vorweisen. Auch die Knochen können davon betroffen sein. Die Symptome sind nicht immer leicht zu deuten. Der Patient nimmt sie meist nicht wahr oder gibt ihnen keine Bedeutung.
Symptome sind beispielsweise:
- Anschwellen der Lymphknoten: Sofern die Lymphknoten betroffen sind, weisen sie eine gummiähnliche Struktur auf und sind nicht mehr so leicht verschiebbar.
- Fieberschübe
- Müdigkeit
- Nächtliches Schwitzen
- Leistungsschwäche
- Starker Juckreiz der Haut
- Ungewollter Gewichtsverlust in Verbindung mit Appetitverlust
Allerdings sollten Sie hier nicht unnötig in Panik verfallen, da alle diese Symptome auch bei harmlosen Erkrankungen auftreten:
Ein geschwollener Lymphknoten deutet häufig auch auf einen Infekt im Körper hin. Fieber oder Fieberschübe ebenso.

Diagnostik und Behandlung von Lymphdrüsenkrebs: Chemotherapie und andere Optionen bei verschiedenen Stadien - Rund um die Diagnose Lymphdrüsenkrebs
Diagnose eines Lymphknotenkrebs
- Das Patientengespräch
Sollte der Patient einige der genannten Symptome aufweisen, kann er seinen Hausarzt oder einen Facharzt für Onkologie aufsuchen. Teil der Untersuchung ist zum Beispiel die genauere Beurteilung des Gewichtsverlustes.
Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:
- Wurden in den letzten sechs Monaten mehr als zehn Prozent des Körpergewichts verloren?
- Stellt der Patient geschwollene Lymphknoten am Hals, unter den Achseln oder in der Leiste fest?
- Treten nach dem Genuss von Alkohol Schmerzen an den Lymphknoten auf?
All diese Fragen und deren Antworten können dem Mediziner helfen, eine Diagnose zu stellen.
- Die Blutuntersuchung
Der entscheidende Faktor bei der Diagnose von Lymphknotenkrebs ist aber die Blutuntersuchung. Anhand Ihrer Blutwerte weiß der Arzt, ob ein Lymphknotenkrebs vorliegt.
Denn die veränderten Zellen verdrängen bei Lymphknotenkrebs die übrigen Zellen. Das führt zwangsläufig zu einer Anämie (Blutarmut) oder zu einem Mangel an Blutplättchen.
Anhand des Blutbilds lässt sich auch ableiten, inwieweit bereits andere Organe in Mitleidenschaft gezogen sind. Schädigungen der Niere können Mediziner im Blutbild erkennen. Hohe Entzündungswerte liefern ebenfalls einen Hinweis auf Lymphknotenkrebs.
- Die Biopsie
Eine Biopsie der Lymphknoten kann ebenfalls bei der Diagnose helfen. Bei der Biopsie entnimmt der Arzt Zellen oder Gewebeproben. Danach untersuchen Spezialisten die Probe unter dem Mikroskop und stellen so fest, ob es sich um Krebs handelt.

- Ultraschall oder CT
Um das Stadium der Erkrankung festzustellen, sind auch bildgebende Verfahren wie die Ultraschalluntersuchung oder ein CT möglich.Kann man Lymphknotenkrebs vorbeugen?
Grundsätzlich ist ein gesunder Lebensstil immer wichtig: Eine gesunde Ernährung, kein Rauchen und kein übermäßiger Alkohol sowie regelmäßige Bewegung sind hier die wesentlichen Kriterien. Da die Ursachen für Lymphknotenkrebs allerdings noch nicht vollständig bekannt sind, können Sie ihn im Grunde auch nicht verhindern. Anders beim Lungenkrebs, bei dem das Rauchen eine entscheidende Rolle spielt.
Die Therapie bei Lymphknotenkrebs?
- Die Chemotherapie
Bei Lymphknotenkrebs kommt in der Regel die Chemotherapie zum Einsatz. Vorher aber klären die Mediziner zunächst, in welchem Stadium sich der diagnostizierte Krebs befindet. Anhand dieser Informationen wissen die Ärzte, welche Chemotherapie und wie viele Zyklen geeignet sind. In vielen Fällen bestehen gute Heilungschancen. Maßgeblich dafür ist das Stadium, in dem sich der Patient befindet. Leider gibt es aber auch Arten des Lymphknotenkrebses, die nicht heilbar sind.
- Die Strahlentherapie
Neben der Chemotherapie besteht die Möglichkeit, die Lymphome aktiv zu überwachen oder sie mit Hilfe einer Strahlentherapie zu bekämpfen. Über die Art und Weise der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.
FAQ
Was ist Lymphdrüsenkrebs?
Lymphdrüsenkrebs ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein malignes Lymphom beziehungsweise verschiedene bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. Sie entstehen durch krankhaft veränderte Lymphozyten, eine Gruppe der weißen Blutkörperchen. Zu den wichtigsten Gruppen von Lymphdrüsenkrebs gehören das Hodgkin-Lymphom, auch Morbus Hodgkin genannt, und die Non-Hodgkin-Lymphome. Die Erkrankung kann nicht nur Lymphknoten, sondern beispielsweise auch Milz, Knochenmark und andere lymphatische Organe befallen.
Welche Symptome können auf Lymphdrüsenkrebs hinweisen?
Ein mögliches Symptom ist eine schmerzlose Schwellung der Lymphknoten, die über längere Zeit bestehen bleibt. Weitere Symptome können Nachtschweiß, Fieber, ungewollter Gewichtsverlust und allgemeine Beschwerden sein. Geschwollene Lymphknoten sind allerdings sehr häufig und haben oftmals harmlose Ursachen wie eine Infektion. Anhaltende oder auffällige Veränderungen sollten deshalb ärztlich abgeklärt werden.
Wie wird die Diagnose Lymphdrüsenkrebs gestellt?
Bei Verdacht auf Lymphdrüsenkrebs beginnt die Diagnostik üblicherweise mit der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren können weitere Hinweise liefern. Für die genaue Diagnose eines Lymphoms ist in der Regel die Untersuchung einer Gewebeprobe aus einem betroffenen Lymphknoten oder anderem Gewebe entscheidend. Unter dem Mikroskop und mit weiteren Untersuchungsmethoden lässt sich feststellen, welche Form der Erkrankung vorliegt.
Wie wird Lymphdrüsenkrebs behandelt?
Die Behandlung von Lymphdrüsenkrebs hängt wesentlich von der Art des Lymphoms, dem Stadium, dem Befall weiterer Organe sowie individuellen Faktoren ab. Je nach Erkrankung können Chemotherapie, Immuntherapie, zielgerichtete Medikamente und Strahlentherapie eingesetzt werden. Da sich Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome biologisch und therapeutisch deutlich unterscheiden können, wird die Behandlung individuell auf die genaue Diagnose abgestimmt.
Wie sind Heilungschancen und Lebenserwartung bei Lymphdrüsenkrebs?
Heilungschancen, Prognose und Lebenserwartung lassen sich bei Lymphdrüsenkrebs nicht pauschal angeben. Entscheidend sind unter anderem die genaue Art des Lymphoms, die Stadien, das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und das Ansprechen auf die Therapie. Einige maligne Lymphome, darunter viele Hodgkin-Lymphome, sind heute gut behandelbar und häufig heilbar. Andere Lymphome verlaufen chronisch und können über lange Zeit behandelt und kontrolliert werden.
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Über den Fachautor
Sabine Schneider
Chefredakteurin
Sabine Schneider – medizinische Fachautorin: Entdecken Sie fundierte Fachbeiträge und medizinische Expertise im Leading Medicine Guide.
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