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Thymuskarzinom – Symptome, Diagnose und Behandlung von Thymom und Thymuskarzinom

20.05.2026
Dr. rer. nat. Marcus Mau
Autor des Fachartikels

Das Thymuskarzinom ist eine seltene und aggressiv verlaufende Erkrankung der Thymusdrüse im oberen Brustbereich. Im Gegensatz zum Thymom wachsen Thymuskarzinome meist invasiv und können in umliegende Gewebe oder entfernte Organe metastasieren.

Viele Tumor bleiben zunächst asymptomatisch und werden erst zufällig bei einer Computertomographie entdeckt. Typische Symptome sind Husten, Brustschmerzen, Atemnot oder Heiserkeit. Manche Patienten entwickeln zusätzlich Autoimmunerkrankungen wie Myasthenia gravis oder andere paraneoplastischen Syndrome.

Für Diagnose und Stadienbestimmung spielen Bildgebung, histologischen Untersuchung und der Zeitpunkt der Diagnose eine wichtige Rolle. Die Behandlung des Thymuskarzinoms umfasst häufig operative Entfernung, Chemotherapie und Strahlentherapie.

ICD-Codes für diese Krankheit: C37

Kurzübersicht:

Das Thymuskarzinom gehört zu den epithelialen Thymustumoren und zählt zu den seltensten Krebsarten des Mediastinum. Im Vergleich zum Thymom verläuft die Erkrankung meist aggressiv und mit schlechtere Prognose. Typische Beschwerden sind Husten, Brustschmerzen und Ausbreitung in umliegende Gewebe. Die Behandlung erfolgt je nach Stadien durch Standardbehandlung mit Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie.

Artikelübersicht

Die Einteilung beim Thymuskarzinom

Der Thymus gehört zum Immunsystem und ist in das Lymphsystem eingeschlossen. Deshalb bestehen Thymome in der Regel aus veränderten Epithelzellen und einigen T-Lymphozyten sowie weiteren Zellen des Immunsystems.

Die am meisten verwendete Klassifikation des Thymuskarzinoms ist die der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese unterteilt den Tumor anhand des Zellursprungs in sechs Klassen (Typ A, AB, B1, B2, B3 und C). Lediglich die Thymuskarzinom-Typen B3 und C haben dabei einen bösartigen (malignen) Charakter mit schlechter Prognose.

KrebszelleKrebszelle @ vitanovski /AdobeStock

Die klinische Stadieneinteilung, die zudem für die Therapie entscheidend ist, erfolgt nach der sogenannten Masaoka-Einteilung. Dafür sind die histologischen Parameter und auch das Ausbreitungsverhalten des Thymuskarzinoms besonders wichtig.

Letzteres schließt ebenso die Bildung von Tochtergeschwüren (Metastasen) mit ein. Im Allgemeinen metastasieren Thymuskarzinome jedoch seltener als andere Tumoren. Liegen in weit fortgeschrittenem Stadium Metastasen vor, finden sich diese eher in den benachbarten Organen und Geweben.

Symptome des Thymuskarzinoms

Das Wachstum von Thymomen erfolgt langsam. Symptome treten lange Zeit nicht auf. So wird das Thymuskarzinom sehr oft als ein Zufallsbefund diagnostiziert. Kommt es zu einer tumorbedingten Symptomatik, ist diese meist unspezifisch. 

Sie bestehen meist aus:

  • Schmerzen
  • Husten
  • Heiserkeit oder
  • Atemprobleme (Dyspnoe)

Hinzu kommen paraneoplastische Syndrome, wie das Myasthenia gravi, welches bei bis zu 45 % der Patienten zu finden ist.

Diagnose Thymuskarzinom

Ärzte entdecken das Thymuskarzinom häufig zufällig im Röntgenbild. Die genaue Diagnose des Thymoms erfolgt anschließend mit einer Computertomographie (CT).

Frau vor einem CT-GerätEine Computertomographie kommt bei der Diagnose zum Einsatz @ Gorodenkoff /AdobeStock

Die klinische Stadieneinteilung, die zudem für die Therapie entscheidend ist, erfolgt nach der sogenannten Masaoka-Einteilung. Dafür sind die histologischen Parameter und auch das Ausbreitungsverhalten des Thymuskarzinoms besonders wichtig.

Letzteres schließt ebenso die Bildung von Tochtergeschwüren (Metastasen) mit ein. Im Allgemeinen metastasieren Thymuskarzinome jedoch seltener als andere Tumoren. Liegen in weit fortgeschrittenem Stadium Metastasen vor, finden sich diese eher in den benachbarten Organen und Geweben.

Symptome des Thymuskarzinoms

Das Wachstum von Thymomen erfolgt langsam. Symptome treten lange Zeit nicht auf. So wird das Thymuskarzinom sehr oft als ein Zufallsbefund diagnostiziert. Kommt es zu einer tumorbedingten Symptomatik, ist diese meist unspezifisch. 

Sie bestehen meist aus:

  • Schmerzen
  • Husten
  • Heiserkeit oder
  • Atemprobleme (Dyspnoe)

Hinzu kommen paraneoplastische Syndrome, wie das Myasthenia gravi, welches bei bis zu 45 % der Patienten zu finden ist.

Diagnose Thymuskarzinom

Ärzte entdecken das Thymuskarzinom häufig zufällig im Röntgenbild. Die genaue Diagnose des Thymoms erfolgt anschließend mit einer Computertomographie (CT).

Ist eine Operation nicht möglich, greifen Ärzte auf eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie gegen das Thymuskarzinom zurück. 

Gründe dafür, dass das Thymuskarzinom inoperabel ist, können sein:

  • schlechter Allgemeinzustand des Patienten / der Patientin
  • schwerwiegende Begleiterkrankungen
  • Der Tumor ist zu groß 
  • Der Tumor ist infiltrierend gewachsen

Prognose bei Thymuskarzinom

Die Prognose der Patienten mit einem Thymuskarzinom (Thymom) steht im engen Zusammenhang mit dem Masaoka-Erkrankungsstadium bei Diagnose, z. B.:

  • Im Stadium I liegt das 5-Jahres-Überleben bei 100 % und die Rezidivrate bei < 0,9%.
  • Im Stadium III beträgt das 5-Jahres-Überleben noch 89 %, die Rezidivrate steigt jedoch auf 28,4 % an.
  • Im Stadium IVa schließlich liegt das 5-Jahres-Überleben bei 71 %, die Rezidivrate 34,3 %.

Bei früher Diagnose und Behandlung in einem noch niedrigen Erkrankungsstadium bestehen also die besten Heilungschancen.

Welche Ärzte sind Ansprechpartner beim Thymuskarzinom?

Ärzte, die das Thymuskarzinom behandeln, sind zumeist Fachärzte für Allgemeine und Thoraxchirurgie sowie Onkologen.

Thymome oder Thymuskarzinome gehören behandlungstechnisch aufgrund ihrer Vielgestaltigkeit in den großen Bereich der interdisziplinären Onkologie.

Sie fordern daher die Zusammenarbeit der Chirurgen mit weiteren Facharztgruppen. Ebenso in der Nachbetreuung der Patienten.

FAQ

Was ist ein Thymuskarzinom?
Ein Thymuskarzinom ist ein bösartig Tumor der Thymusdrüse im Brustkorb. Die Erkrankung zählt zu den seltenen epithelialen Thymustumoren und unterscheidet sich vom Thymom durch eine deutlich höhere Aggressivität. Thymuskarzinome können sich auf umliegende Gewebe oder entfernte Körperteile ausbreiten.

Welche Symptome verursacht ein Thymuskarzinom?
Typische Symptome sind Husten, Brustschmerzen, Atemnot und Schluckbeschwerden. Manche Tumor bleiben lange asymptomatisch und werden erst zufällig entdeckt. Zusätzlich können paraneoplastische oder Autoimmunerkrankungen wie Myasthenia gravis auftreten.

Wie wird die Diagnose gestellt?
Zur Diagnose werden Computertomographie, Röntgenaufnahme und Gewebeuntersuchung eingesetzt. Entscheidend sind histologischen Befunde sowie die Ausbreitung des Tumors im Mediastinum oder Perikard. Der Zeitpunkt der Diagnose beeinflusst häufig Prognose und Behandlungsoptionen.

Wie wird ein Thymuskarzinom behandelt?
Die Behandlung besteht meist aus operative Entfernung und anschließender Standardbehandlung mit Chemotherapie oder Strahlentherapie. Bei fortgeschritten Erkrankung können auch klinische Studien oder die Teilnahme an einer klinischen Studie sinnvoll sein. Die Entfernung des Tumors verbessert häufig die Prognose.

Wie ist die Prognose bei einem Thymuskarzinom?
Die Prognose hängt von Stadien, Metastasierung und Aggressivität des Thymuskarzinoms ab. Im Vergleich zum Thymom gelten Thymuskarzinomen oft als schwieriger zu behandeln und mit schlechtere Prognose verbunden. Menschen mit Thymuskarzinom benötigen deshalb meist eine lebenslange Nachsorge.

Medizinisches Spektrum

Spezialisierungen

Quellen

Quellen:

  • Ammann K et al., Thymom und Thymuskarzinom: Eine Übersicht. Interdisz Onkol 2013; 2(1): 53–57
  • krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/thymom

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