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Sonnenbrand: Die unterschätzte Gefahr im Sommer
Melanie Al Tikriti, BSc · 31. August 2026
Schon wenige Minuten in der Sonne können der Haut schaden.
Ein Tag am Strand, ein Ausflug in die Berge oder ein entspannter Nachmittag im Garten – gerade im Sommer verbringen viele Menschen möglichst viel Zeit im Freien. Dabei wird jedoch häufig unterschätzt, wie schnell intensive Sonneneinstrahlung die Haut schädigen kann. Oft fällt erst Stunden später auf, dass die Haut gerötet ist, spannt oder schmerzt. Ein Sonnenbrand gehört zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen während der Sommermonate und ist weit mehr als nur eine harmlose Hautrötung.
Jeder Sonnenbrand bedeutet, dass die Haut durch ultraviolette Strahlung geschädigt wurde. Zwar klingen die Beschwerden meist nach einigen Tagen wieder ab, doch wiederholte Sonnenbrände können langfristige Folgen haben. Umso wichtiger ist es, die Haut konsequent zu schützen und bei ersten Anzeichen richtig zu reagieren.

Was bei einem Sonnenbrand in der Haut passiert
Sonnenlicht enthält ultraviolette Strahlen, die unterschiedlich tief in die Haut eindringen. Vor allem UV-B-Strahlen schädigen die Erbsubstanz der Hautzellen und lösen eine Entzündungsreaktion aus. Um die Schäden zu reparieren, erweitert der Körper die Blutgefäße, wodurch die Haut stärker durchblutet wird. Sie rötet sich und fühlt sich warm an.
Ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv, können zusätzlich Schwellungen oder sogar Blasen entstehen. Einige Tage später beginnt sich die Haut häufig zu schälen. Dabei werden geschädigte Hautzellen abgestoßen und durch neue ersetzt. Trotzdem lassen sich nicht alle Schäden vollständig rückgängig machen.
Warum manche Menschen schneller betroffen sind
Wie empfindlich die Haut auf UV-Strahlen reagiert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Vor allem helle Hauttypen besitzen weniger Melanin. Dieser natürliche Farbstoff schützt die Haut bis zu einem gewissen Grad vor Sonneneinstrahlung. Fehlt dieser Schutz, entsteht ein Sonnenbrand deutlich schneller.
Das Risiko steigt außerdem durch:
- intensive Mittagssonne
- lange Aufenthalte im Freien
- fehlenden oder unzureichenden Sonnenschutz
- Aufenthalt in den Bergen
- Reflexion durch Wasser, Sand oder Schnee
- bestimmte Medikamente
- sehr helle Hauttypen
Auch wenn der Himmel bewölkt ist, dringen große Teile der UV-Strahlung bis zur Haut vor. Deshalb sollte Sonnenschutz nicht vom Wetter abhängig gemacht werden.
Erste Beschwerden entwickeln sich oft verzögert
Viele Menschen bemerken zunächst gar nicht, dass ihre Haut bereits geschädigt wurde. Denn die Beschwerden treten häufig erst mehrere Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf und erreichen ihren Höhepunkt meist innerhalb der ersten 24 Stunden.
Typische Anzeichen eines Sonnenbrandes sind:
- gerötete Haut
- Brennen oder Schmerzen
- Spannungsgefühl
- Berührungsempfindlichkeit
- Schwellungen
- Juckreiz
- Blasenbildung bei schweren Sonnenbränden
Bei großflächigen Sonnenbränden können zusätzlich Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Kreislaufprobleme auftreten. In solchen Fällen sollte dringend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Kinder und ältere Menschen brauchen besonderen Schutz
Einige Personengruppen reagieren besonders empfindlich auf UV-Strahlung. Kinder z.B besitzen eine deutlich dünnere Haut als Erwachsene und können bereits nach kurzer Zeit einen Sonnenbrand entwickeln. Mehrere Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen nachweislich das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.
Auch ältere Menschen vertragen starke Sonneneinstrahlung häufig schlechter. Gleichzeitig trinken viele zu wenig, wodurch zusätzlich ein Flüssigkeitsmangel entstehen kann. Gerade an heißen Sommertagen sind regelmäßige Trinkpausen und Aufenthalte im Schatten deshalb besonders wichtig, auch um das Risiko eines Sturzes durch Kreislaufschwäche zu verringern.
Was bei einem Sonnenbrand wirklich hilft
Ist die Haut bereits verbrannt, sollte man schnellstmöglich aus der Sonne gehen. Kühlende Umschläge oder feuchtigkeitsspendende Lotionen können helfen Schmerzen und Spannungsgefühle zu lindern.
Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da der Körper durch die Entzündungsreaktion mehr Wasser benötigt. Bei stärkeren Beschwerden können schmerzlindernde oder entzündungshemmende Medikamente sinnvoll sein – insbesondere im höheren Alter ist dabei die Gefahr einer Polypharmazie zu beachten. Blasen sollten nicht geöffnet werden, da dadurch das Risiko für Infektionen steigt. Sind größere Hautflächen betroffen oder treten Fieber, Kreislaufprobleme oder starke Schmerzen auf, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
So schützen Sie Ihre Haut im Sommer
Die beste Behandlung ist ein wirksamer Sonnenschutz. Besonders zwischen 11 und 15 Uhr erreicht die UV-Strahlung ihre höchste Intensität.
Folgende Maßnahmen helfen dabei, einen Sonnenbrand zu vermeiden:
- direkte Mittagssonne meiden
- Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden
- Sonnenschutz regelmäßig erneuern
- schützende Kleidung tragen
- Sonnenhut und Sonnenbrille benutzen
- ausreichend trinken
- Kinder niemals ungeschützt der Sonne aussetzen
Auch im Schatten oder bei bewölktem Himmel sollte auf Sonnenschutz nicht verzichtet werden.
Warum Sonnenschutz auch in Zukunft wichtig bleibt
Die Haut besitzt zwar verschiedene Reparaturmechanismen, kann entstandene Zellschäden jedoch nicht vollständig beseitigen. Jeder Sonnenbrand hinterlässt Spuren, die sich im Laufe der Jahre summieren können. Dadurch steigt nicht nur das Risiko für Hautkrebs, sondern auch für Pigmentflecken, Falten und eine frühzeitige Hautalterung.
Ein bewusster Umgang mit der Sonne schützt deshalb nicht nur vor kurzfristigen Beschwerden, sondern trägt wesentlich dazu bei, die Haut langfristig gesund zu erhalten. Regelmäßige Hautkontrollen helfen außerdem auffällige Veränderungen frühzeitig zu erkennen, was besonders im Rahmen eines geriatrischen Assessments relevant sein kann.
Fazit: Die Sonne genießen – aber mit dem richtigen Schutz.
Ein Sonnenbrand ist keine harmlose Begleiterscheinung des Sommers, sondern eine Schädigung der Haut, die langfristige Folgen haben kann. Wer seine Haut konsequent vor UV-Strahlen schützt, Sonnencreme richtig anwendet und intensive Mittagssonne meidet, kann das Risiko deutlich senken und sonnige Tage unbeschwert genießen.
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Über den Fachautor
Melanie Al Tikriti, BSc
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Melanie Al-Tikriti, BSc – Fachautorin: Entdecken Sie medizinische Expertenbeiträge im Leading Medicine Guide.
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