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Das Leiden im Verborgenen: Wenn Hämorrhoiden zur Qual werden
Sabine Schneider ·
Es juckt, es brennt und manchmal findet sich Blut im Stuhl. Millionen Menschen kennen diese Symptome, doch kaum jemand spricht darüber. Hämorrhoiden sind nach wie vor ein Tabuthema – völlig zu Unrecht. Denn fast jeder Mensch hat sie, und wenn sie Beschwerden machen, gibt es effektive Hilfe.

Jeder Mensch besitzt Hämorrhoiden. Es handelt sich dabei um gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms. Zusammen mit dem Schließmuskel sorgen sie dafür, dass der Darm "dicht" hält. Erst wenn sich diese Polster vergrößern, entzünden oder aus dem After heraustreten, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden.
Ursachen: Woher kommen die Beschwerden?
Die moderne Lebensweise trägt maßgeblich zur Entstehung bei. Chronische Verstopfung, starkes Pressen beim Stuhlgang, ballaststoffarme Ernährung, aber auch Bewegungsmangel und Übergewicht erhöhen den Druck im Bauchraum und begünstigen die Vergrößerung der Gefäßpolster. Auch eine Schwangerschaft oder eine angeborene Bindegewebsschwäche können Auslöser sein.
Die vier Stadien der Erkrankung
Mediziner unterteilen das Hämorrhoidalleiden in vier Grade. Dies ist entscheidend für die Wahl der Therapie:
- Grad 1: Die Hämorrhoiden sind nur leicht vergrößert und von außen nicht sichtbar.
- Grad 2: Sie treten beim Pressen kurz hervor, ziehen sich aber von selbst wieder zurück.
- Grad 3: Die Knoten treten hervor und müssen mit dem Finger zurückgeschoben werden.
- Grad 4: Die Hämorrhoiden liegen dauerhaft vor dem After und lassen sich nicht mehr zurückschieben.
Warum Sie nicht warten sollten
Viele Betroffene behandeln sich über Jahre selbst mit Salben aus der Apotheke, bevor sie einen Proktologen aufsuchen. Doch je früher ein Arzt konsultiert wird, desto sanfter ist die Behandlung. In frühen Stadien reichen oft Ernährungsumstellungen, spezielle Salben oder kleine, schmerzfreie Eingriffe wie das Veröden (Sklerosierung) oder das Abbinden (Gummibandligatur).
Erst in fortgeschrittenen Stadien (Grad 3 und 4) ist oft eine Operation unumgänglich. Doch auch hier hat die Medizin große Fortschritte gemacht. Moderne Verfahren, wie die Stapler-Methode, sind deutlich schmerzärmer und ermöglichen eine schnellere Heilung als klassische Schnitt-Operationen.
Wichtig ist: Blut im Stuhl sollte immer ärztlich abgeklärt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen. Überwinden Sie die Scham – für Proktologen ist dieses Leiden Alltag.
Informieren Sie sich hier umfassend über Symptome, Diagnose und spezialisierte Fachärzte für Hämorrhoiden.
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Über den Fachautor
Sabine Schneider
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Sabine Schneider ist ausgebildete Medizinische Praxisassistentin und verfügt über langjährige praktische Erfahrung im medizinischen Umfeld.
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