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Lungenemphysem häufige Symptome erkennen und beim Lungenemphysem richtig handeln

18.05.2026
Dr. rer. nat. Marcus Mau
Autor des Fachartikels

Das Lungenemphysem ist eine chronische Erkrankung der Lunge, bei der die Lungenbläschen dauerhaft geschädigt sind. Beim Lungenemphysem kommt es zu einer Überblähung der Lunge, wodurch der Gasaustausch eingeschränkt wird. Diese Lungenerkrankung tritt häufig im Zusammenhang mit COPD auf und entwickelt sich meist über Jahre hinweg.

Typische Symptom sind Atemnot, Husten und eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit. Das Lungenemphysem ist eine chronische Erkrankung, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Besonders häufig sind Rauchen und Schadstoffbelastung wichtige Risikofaktor. Die Lungenfunktion nimmt beim Lungenemphysem kontinuierlich ab, da das Lungengewebe geschädigt wird. Eine frühzeitige Diagnostik kann helfen, das Fortschreiten zu verlangsamen.

ICD-Codes für diese Krankheit: J43

Kurzübersicht:

Das Lungenemphysem ist eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, bei der die Lungenbläschen zerstört werden. Dadurch wird der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Lunge deutlich verringert. Häufig tritt das Lungenemphysem zusammen mit COPD und chronischer Bronchitis auf. Eine frühzeitige Behandlung kann Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern.

Artikelübersicht

Was ist ein Lungenemphysem?

Ein Lungenemphysem ist eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Es handelt sich um eine dauerhafte Strukturveränderung des Lungengewebes. Sie führt zu einer krankhaften Erweiterung bzw. Blähung der mit Luft gefüllten Lungenbläschen. Das Lungenemphysem wird deswegen auch Blählunge, Lungenblähung oder Emphysema pulmonum genannt.

Die Wände der Lungenbläschen lösen sich auf und es bilden sich neue, größere Hohlräume. Dadurch nimmt die Oberfläche ab, über die Sauerstoff in das Blut übertreten kann. In der Folge verringert sich der Sauerstoffgehalt im Blut und es verbleibt mehr Luft in der Lunge.

Die Lunge bläht sich weiter auf, und durch ihre reduzierte Elastizität ist das Atmen erschwert. Betroffene leiden bei körperlicher Belastung unter Atemnot.

Die Diagnose eines Lungenemphysems erfolgt auf Basis einer Röntgenuntersuchung und einer Lungenfunktionsprüfung.

Da das Lungenemphysem nicht heilbar ist, kommt

  • der Vermeidung von Schadstoffen (z.B. Rauchen) und Infektionen,
  • der Patientenschulung und
  • der medikamentösen Behandlung,
  • ggf. auch der operativen Behandlung,

eine besondere Bedeutung zu.

Ursachen des Lungenemphysems

Rauchen und anhaltende Entzündungen, wie eine schwere virale Bronchitis, gehören zu den bedeutendsten Ursachen eines Lungenemphysems.

Durch langjähriges Rauchen entwickelt sich im Laufe der Jahre eine chronische Bronchitis. Diese kann wiederum die Blähung der Lunge beschleunigen.

Daneben sind auch

  • genetische Faktoren, wie ein angeborener Mangel des Enzyms Alpha-1-Antitrypsin, das für die Elastizität der Lunge von Bedeutung ist, sowie
  • die Entfernung von Lungenabschnitten

als Ursachen bekannt. Aber auch die Schadstoffbelastung der Umwelt oder des Arbeitsplatzes begünstigen die Entwicklung einer Blählunge.

Symptome des Lungenemphysems

Die Symptome entwickeln sich nur langsam und schleichend, sodass der Patient sie anfangs häufig nicht wahrnimmt.

Durch den verringerten Sauerstoffgehalt bzw. den erhöhten Kohlendioxidgehalt im Blut kommt es zu

  • Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung,
  • teilweise auch zu bläulich verfärbten Lippen und Nagelbetten.

Mit zunehmender Schädigung der Lunge treten auch in Ruhe Atem- und Luftnot auf. Teilweise leiden Patienten auch unter Schlafstörungen mit verstärkter Tagesmüdigkeit und unter Gewichtsverlust.

Bei chronischer Bronchitis treten Husten und Auswurf hinzu.

Bronchien
Darstellung der unteren Atemwege mit den Bronchien in den beiden Lungenflügeln © SciePro | AdobeStock

Diagnose des Lungenemphysems

Am Anfang des Diagnoseprozesses steht die ausführliche Anamnese (Patientenbefragung zu Symptomen und zur Krankengeschichte). Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung.

Dadurch kann es bereits erste Hinweise auf ein Lungenemphysem geben. Während des Abhörens der Lunge achten Ärzte auf typische Atemgeräusche. In der Röntgenaufnahme zeigt sich ein Zwerchfelltiefstand, bei dem das Zwerchfell deutlich nach unten verlagert ist.

Gesichert wird die Verdachtsdiagnose Lungenemphysem durch die Lungenfunktionsprüfung. Über eine Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut (Blutgasanalyse) lässt sich der Schweregrad der Erkrankung feststellen.

Behandlung des Lungenemphysems

Beim Lungenemphysem werden die Strukturen in der Lunge irreversibel zerstört. Die Erkrankung ist auch heutzutage nicht heilbar.

Das Ziel der Lungenemphysem-Therapie besteht daher darin,

  • das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder zu verzögern und
  • die Symptome zu lindern.

Der Patient muss aufhören zu rauchen, die Einwirkung sonstiger Reizstoffe muss ausgeschaltet werden.

Die Lungenemphysem-Therapie richtet sich dann nach dem Schweregrad. Sie besteht aus einer medikamentösen und einer nicht-medikamentösen Therapie.

Die medikamentöse Therapie schließt die Gabe von

  • bronchienerweiternden und entzündungshemmenden Medikamenten sowie
  • Antibiotika und
  • bei Alpha-1-Antitrypsin-Mangel die Substitution dieses Enzyms

ein. In speziellen Schulungen erlernen Patienten

  • atemerleichternde Techniken,
  • Hustentechniken,
  • Entspannungsübungen und
  • die korrekte Einnahme der Medikamente.

Mitunter kann eine Sauerstofflangzeittherapie oder das Einbringen von Atemwegsventilen Erleichterung bringen.

Bei schwerem Lungenemphysem wird mittels Volumenreduktionstherapie krankhaftes Lungengewebe operativ entfernt. Dadurch wird der Druck auf das noch gesunde Lungengewebe genommen. Im Endstadium der Erkrankung kann eine Lungentransplantation in Erwägung gezogen werden.

Welche Fachärzte und Spezialkliniken behandeln ein Lungenemphysem?

Spezialisten für Lungenemphysem sind Lungenfachärzte (Pneumologen). Weitere Untersuchungen (MRT, CT) werden von Fachärzten der Radiologie/Nuklearmedizin durchgeführt. Passende Kliniken für die Behandlung von Lungenemphysemen sind Lungenfachkliniken.

Je nach Schweregrad der Erkrankung werden aber auch Thoraxchirurgen oder Transplantationsmediziner hinzugezogen.

Fazit

Das Lungenemphysem ist eine chronische Erkrankung der Lunge, bei der vor allem die Lungenbläschen dauerhaft geschädigt werden. Im Anfangsstadium bleibt die Erkrankung oft unbemerkt, da sich das Lungenemphysem meist schleichend entwickelt. Erst in fortgeschrittenen Stadien zeigt sich die typische Lungenüberblähung und eine deutliche Einschränkung der Atmung. Die häufigste Ursache ist Rauchen, doch auch genetische Faktoren wie ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel spielen eine Rolle. Beim Lungenemphysem sind die Lungenbläschen überdehnt, wodurch der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stark beeinträchtigt wird.

Die Diagnose eines Lungenemphysems erfolgt durch eine körperliche Untersuchung, Lungenfunktionstests sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen. Dabei wird sichtbar, dass sich die Überblähung der Lunge verstärkt und das Lungengewebe zunehmend zerstört wird. Häufig tritt das Krankheitsbild zusammen mit chronischer Bronchitis oder einer chronisch obstruktiver Bronchitis auf. Auch Prozesse wie der Abbau von Gewebe durch Proteasen tragen zur Schädigung bei. Formen wie zentrilobuläres Emphysem, Narbenemphysem oder das Auftreten von Bullae zeigen die Vielfalt der Erkrankung der Lunge.

Wird ein Lungenemphysem diagnostiziert, ist eine gezielte Diagnostik und Therapie entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine medikamentöse Therapie sowie Atemtraining unterstützen die Atemmuskulatur und verbessern die Lebensqualität. Besonders wichtig ist ein konsequenter Rauchstopp, um weiteren Schaden zu verhindern. In schweren Fällen, etwa bei schwerem Lungenemphysem, können auch endoskopische oder operative Verfahren eingesetzt werden.

Die Lebenserwartung hängt stark davon ab, wie früh das Lungenemphysem behandelt wird und wie konsequent die Therapie erfolgt. Maßnahmen zielen darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen und die Belastbarkeit bei körperlicher Belastung zu erhalten. Begleiterkrankungen wie Bronchitis und Lungenemphysem verschlechtern häufig die Prognose zusätzlich. Insgesamt zeigt sich, dass eine frühzeitige Behandlung entscheidend ist, um Beschwerden zu lindern und die Funktion der Bronchiolen möglichst lange zu erhalten.

FAQ

Was ist ein Lungenemphysem?
Ein Lungenemphysem ist eine chronische Erkrankung der Lunge, bei der die Lungenbläschen dauerhaft geschädigt werden. Dadurch wird der Gasaustausch gestört und die Versorgung mit Sauerstoff eingeschränkt.

Welche Symptome treten bei einem Lungenemphysem auf?
Typische Symptom sind Atemnot, Husten und verminderte Belastbarkeit. Besonders bei körperlicher Aktivität fällt das Atmen schwer, da die Lunge weniger effizient arbeitet.

Wie entsteht ein Lungenemphysem?
Das Lungenemphysem entsteht häufig durch Rauchen oder Schadstoffbelastung. Auch ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel kann eine Ursache für diese Lungenerkrankung sein.

Wie wird ein Lungenemphysem behandelt?
Die Behandlung umfasst medikamentöse Therapie, Atemübungen und in fortgeschrittenen Fällen operative Verfahren wie Lungenvolumenreduktion oder Lungentransplantation. Ziel ist es, Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Kann man einem Lungenemphysem vorbeugen?
Ein Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme, um das Risiko zu senken. Auch das Vermeiden von Schadstoff und regelmäßige Kontrolle der Lungenfunktion helfen, ein Lungenemphysem frühzeitig zu erkennen.

Quellen

  • COPD-Deutschland e. V. (Selbsthilfe)
  • lungenaerzte-im-netz.de
  • S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD); AWMF-Registernr. 020/006
  • flexikon.doccheck.com/de/Lungenemphysem

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