Bauchschmerzen: Informationen & Ärzte

20.06.2022
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
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Bauchschmerzen sind keine Krankheit, sondern ein Symptom vielfältiger Erkrankungen und seelischer Probleme. Als Bauchschmerzen werden Schmerzen der eigentlichen Bauchorgane, der weiblichen Geschlechtsorgane sowie Ausstrahlungsschmerzen der Lunge, des Herzens und der Niere wahrgenommen. Leichte Bauchschmerzen können selbst behandelt werden, schwere müssen sofort ärztlich abgeklärt werden.

Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Ärzte für Bauchschmerzen.

ICD-Codes für diese Krankheit: R10

Empfohlene Ärzte für Bauchschmerzen

Bauchschmerzen Fälle in Deutschland

167.867 Fälle im Jahr 2020
172.035 Fälle im Jahr 2023 ( Prognose )

Das prognostizierte Fallzahlwachstum basiert auf Angaben zur Bevölkerungsentwicklung der statistischen Bundes- & Landesämter. Die Berechnung erfolgt je Altersklasse, sodass demographische Effekte berücksichtigt werden. Die Fallzahlen basieren aus einer Vernetzung von unterschiedlichen öffentlich zugänglichen Quellen. Mittels Datenanalyseverfahren werden diese Zahlen aufbereitet und unseren Usern zugänglich gemacht.

Artikelübersicht

Wie lassen sich Bauchschmerzen unterscheiden?

Somatische Schmerzen sind eher

  • "hell",
  • brennend,
  • schneidend,
  • gleichmäßig intensiv und
  • lokalisierbar.

Somatische Schmerzen entstehen häufig bei

vor.

Bei somatischen Schmerzen

  • ist die Bauchdecke häufig angespannt,
  • die Berührung des Bauches schmerzhaft und
  • Bewegungen verstärken den Schmer.

Viszerale Schmerzen sind dagegen eher

  • dumpf,
  • bohrend,
  • krampfartig,
  • eher diffus und
  • nicht genau einem bestimmten Ort zuzuordnen.

Viszerale Schmerzen treten oft bei

auf.

Der Betroffene will sich hinlegen und eine Schonhaltung (Beine leicht angezogen) einnehmen.

Viszerale Schmerzen werden dagegen durch Ruhe verstärkt. Umhergehen und massierende Bauchbewegungen werden daher eher als helfend empfunden.

Beim viszeralen Schmerz wird das vegetative Nervensystem aktiviert. Daher begleiten den Schmerz vegetative, also nicht beeinflussbare Symptome wie

  • Übelkeit,
  • Schwitzen,
  • Unruhe oder
  • Erbrechen.
Bauchschmerzen
Bauchschmerzen kann viele verschiedene Ursachen haben © Andrey Popov | AdobeStock

Welche Erkrankungen können hinter Bauchschmerzen stecken?

Die Ursachen von Bauchschmerzen sind häufig Magen-Darm-Infekte und seelische Probleme. Auch ungewohnte oder unverträgliche Nahrungsmittel können zu den Schmerzen führen. Wenn bei der Einnahme von Medikamenten Bauchschmerzen auftreten, sollte der Arzt informiert werden.

Nicht nur die Schmerzen der eigentlichen Bauchorgane wie

werden im Bauchraum empfunden, sondern auch Ausstrahlungsschmerzen

Schmerzen oberhalb des Zwerchfells (natürliche Grenze zwischen Bauch- und Brustraum) können z.B. durch

verursacht sein.

Schmerzen im Ober- und Mittelbauch können auch von der Wirbelsäule oder der Rückenmuskulatur ausgehen.

Schmerzen seitlich am Bauch gehen häufig von den Nieren aus. Schmerzen im Mittel- und Unterbauch können ihre Ursache in Darm-, Eierstock- oder Gebärmutterbeschwerden oder in einer Aortenaussackung (Aneurysma).

Was tun bei Bauchschmerzen?

Leichte Bauchschmerzen können vom Patienten selbst mit schmerzlindernden Maßnahmen angegangen werden.

Bei harmlosen Bauchschmerzen können folgende Maßnahmen helfen:

  • Diätttag mit leichter Kost (z.B. Zwieback) und magenberuhigendem Tee (Fenchel, Kamille, Melisse, Pefferminz),
  • eine Wärmeflasche auf den Bauch,
  • Bettruhe oder aber gerade Bewegung,
  • pflanzliche Enzyme,
  • leicht bekömmliches oder besonders scharf gewürztes Essen.

Zur Abklärung der Ursache sollte ein Arzt aufgesucht werden,

  • wenn es zu keiner Besserung kommt,
  • bei akuten und starken Bauchschmerzen (mit Krämpfen und Koliken) sowie
  • bei heftigen Begleiterscheinungen (z.B. starke Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schwäche, kaltschweißige Haut, erhöhter Herzschlag, Schwindelgefühle).

Dieser sollte auch bei immer wieder auftretenden Bauchschmerzen konsultiert werden.

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