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Eierstockkrebs – Symptome, Diagnose und Therapie beim Ovarialkarzinom

04.02.2026

Eierstockkrebs ist eine bösartige Krebserkrankung der Eierstöcke, die häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Typische Symptome sind oft unspezifisch und werden daher spät erkannt, was die Diagnose erschwert.

Das Ovarialkarzinom zählt zu den gynäkologischen Tumorerkrankungen mit hoher Bedeutung in der Onkologie, da sich der Tumor früh im Bauchraum ausbreiten kann. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell angepasste Therapie sind entscheidend für die Prognose bei Eierstockkrebs.

ICD-Codes für diese Krankheit: C56

Kurzübersicht:

Eierstockkrebs, auch Ovarialkarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Eierstöcke. Die Symptome sind häufig unspezifisch, weshalb Eierstockkrebs oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Die Diagnose erfolgt meist durch bildgebende Verfahren und eine Operation. Die Therapie besteht in der Regel aus einer operativen Entfernung des Tumors und einer anschließenden Chemotherapie. Risikofaktoren, genetische Veranlagungen und die Nachsorge spielen eine wichtige Rolle im Krankheitsverlauf.

Artikelübersicht

Anatomie und Funktion der Eierstöcke

Die Eierstöcke (Ovarien) sind über die Eileiter mit der Gebärmutter verbunden. Sie sind mit Bändern befestigt und werden so in Position gehalten. Wie die Gebärmutter, die Eileiter und die Scheide gehören die Eierstöcke zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen.

Zu den wesentlichen Funktionen der Eierstöcke gehören die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone:

  • Östrogene,
  • Gestagene und
  • Androgene.

Diese Hormone sind für die Aufrechterhaltung des Monatszyklus verantwortlich. Darüber hinaus produzieren die Eierstöcke Eizellen, die während des Eisprungs an die Eileiter abgeben werden. Von dort wandern sie in die Gebärmutter. Werden sie in diesem Zeitraum von einem Spermium befruchtet, entwickelt sich daraus ein Fötus und die Frau ist schwanger.

Die Eierstöcke verändern während des Monatszyklus ihre Lage und Größe. Sie haben in der Bauchhöhle aber verhältnismäßig viel Platz. Daher beeinträchtigt ihre Größenzunahme und Lagenveränderung während des Zyklus keine anderen Organe.

Deshalb bleiben auch Tumoren der Eierstöcke auch oftmals lange unbemerkt. Meistens verursachen sie erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome.

Anatomie der Gebärmutter
Die Eierstöcke, Gebärmutter und Scheide stellen die inneren Geschlechtsorgane der Frau dar © bilderzwerg | AdobeStock

Eierstockkrebs: Symptome, Diagnose und Therapie – Ursachen, Risikofaktoren, Stadien, Behandlung und Nachsorge beim Ovarialkarzinom

Ursachen von Eierstockkrebs

Wodurch ein Ovarialkarzinom genau verursacht wird, ist bislang nicht geklärt. Es sind aber einige Risikofaktoren bekannt, die die Entstehung von Eierstockkrebs begünstigen können. Hierzu gehören unter anderem

  • ein höheres Lebensalter,
  • schädliche Umwelteinflüsse,
  • ungesunde Ernährungsgewohnheiten,
  • Übergewicht,
  • Kinderlosigkeit und Infertilität sowie
  • die Einnahme von Hormonpräparaten nach den Wechseljahren.

Darüber hinaus scheinen in etwa 10 Prozent aller Fälle von Eierstockkrebs genetische Ursachen verantwortlich zu sein. In diesen Fällen liegen Mutationen der sogenannten Brustkrebsgene BRCA1 (auf dem 17. Chromosom) und BRCA2 (auf dem 13. Chromosom) vor. Diese Gene erhöhen auch das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Liegen Mutationen dieser Gene vor, treten Fälle von Eierstockkrebs und Brustkrebs innerhalb einer Familie gehäuft auf.

Häufigkeit von Eierstockkrebs

Das Ovarialkarzinom stellt nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane dar.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken in Deutschland jedes Jahr zwischen 7.000 und 8.000 Frauen neu an Eierstockkrebs. Dies entspricht einer Inzidenzrate von jährlich 11 Neuerkrankungen pro 100.000 weiblichen Einwohnern.

Insgesamt beträgt das Risiko für Frauen, irgendwann im Laufe ihres Lebens an einem Ovarialkarzinom zu erkranken, 1,5 Prozent. Betroffen sind meist ältere Frauen nach den Wechseljahren. In rund 50 Prozent der Fälle von Eierstockkrebs sind beide Eierstöcke von bösartigen Tumoren befallen.

Symptome und Stadien eines Ovarialkarzinoms

In etwa 70 Prozent der Fälle wird Eierstockkrebs erst dann entdeckt, wenn die Tumorerkrankung schon weit fortgeschritten ist. Dies liegt zum einen daran, dass ein Ovarialkarzinom zu Beginn in der Regel keine Frühsymptome verursacht.

Zum anderen sind die Symptome, die zumeist erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten, eher unspezifischer Natur. Das bedeutet: Sie können auch bei vielen anderen, harmlosen Erkrankungen vorkommen. Darüber hinaus gibt es bislang für das Ovarialkarzinom keine zuverlässigen Früherkennungsuntersuchungen.

Zu den unspezifischen Symptomen, die im fortgeschrittenen Stadium von Eierstockkrebs auftreten können, gehören unter anderem

  • Schmerzen im Unterbauch,
  • häufiger Harndrang sowie
  • gastrointestinale Beschwerden wie

Zudem fühlen sich betroffene Frauen oftmals müde, erschöpft und leistungsschwach. Weitere mögliche Symptome sind

  • Blutungen außerhalb der Menstruation oder nach den Wechseljahren,
  • eine unklare Gewichtsabnahme sowie
  • eine Zunahme des Bauchumfangs ohne Gewichtszunahme, verursacht durch eine vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum (Aszites).
Die Lage von Gebärmutter und Eierstöcken im Körper
Die Lage der Gebärmutter und Eierstöcke im Körper © SciePro | AdobeStock

Stadien des Ovarialkarzinoms

Die Stadiumseinteilung bei Eierstockkrebs erfolgt gemäß der sogenannten FIGO-Klassifikation (Internationale Vereinigung für Gynäkologie und Geburtskunde). Man unterscheidet vier Tumorstadien:

  • FIGO I: Der Eierstockkrebs hat nur das Eierstockgewebe befallen. Dabei können nur ein Eierstock oder auch beide Eierstöcke betroffen sein.
  • FIGO II: Das Ovarialkarzinom hat sich bereits im Becken ausgebreitet.
  • FIGO III: Der Eierstocktumor hat bereits Metastasen ins Bauchfell oder in die Lymphknoten gestreut.
  • FIGO IV: Das Tumorgewebe befindet sich bereits außerhalb der Bauchhöhle, beispielsweise in Form von Fernmetastasen.

Früherkennung von Eierstockkrebs - Anzeichen von Eierstockkrebs erkennen und Beschwerden durch Operation und andere Therapien behandeln

Diagnose von Eierstockkrebs

Die Verdachtsdiagnose „Eierstockkrebs“ wird meist nach unspezifischen Beschwerden gestellt, wenn im Rahmen der Abklärung auch eine gynäkologischen Untersuchung erfolgt.

Besteht der Verdacht auf ein Ovarialkarzinom, führt der Arzt weitere Untersuchungen durch, um

  • die Größe,
  • Ausdehnung,
  • Lage und
  • Beschaffenheit

des Eierstocktumors beurteilen zu können. Hierzu können unter anderem eine Ultraschalluntersuchung der Bauchregion (Abdominal-Ultraschall) und der Scheide (Vaginal-Ultraschall) gehören. Auch eine Computertomographie ist möglich.

Die endgültige Diagnose kann allerdings erst im Rahmen einer Operation gestellt werden, bei der Tumorgewebe entnommen wird. Das Gewebe wird anschließend von einem Pathologen unter dem Mikroskop auf bösartige Krebszellen hin untersucht.

Optimale Therapie von Eierstockkrebs - Eierstockkrebs behandeln

Behandlung des Ovarialkarzinoms (Eierstockkrebs)

Die Behandlung des Ovarialkarzinoms erfolgt durch Frauenärzte mit dem Schwerpunkt gynäkologische Onkologie.

Mit der Operation und der Chemotherapie stehen bei der Behandlung von Eierstockkrebs im Wesentlichen zwei Therapieverfahren zur Verfügung. Welches davon zum Einsatz kommt, hängt vom Stadium der Erkrankung ab. In den meisten Fällen besteht die Behandlung aber aus einer Kombination beider Verfahren.

So wird der Tumor im Rahmen einer Operation zunächst möglichst komplett entfernt. Dabei werden in der Regel

  • beide Eierstöcke,
  • die Gebärmutter,
  • die Eileiter,
  • ein Teil des Bauchfells,
  • der Blinddarm sowie
  • Lymphknoten im Becken und entlang der Bauchschlagader

entfernt.

Oft muss die Operation durch eine Chemotherapie ergänzt werden, auch wenn alle Tumoranteile entfernt wurden. Bei einem fortgeschrittenen Ovarialkarzinom wird die Chemotherapie oftmals durch eine Antikörpertherapie mit dem Wirkstoff Bevacizumab ergänzt. Die Antikörpertherapie soll verhindern, dass verbleibende Krebszellen neue Blutgefäße bilden. Auch ein Tumor benötigt eine Blutversogung.

Nachsorge bei Eierstockkrebs

Im Anschluss an die Eierstockkrebs-Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig. Sie dienen dazu, ein mögliches Rezidiv, sprich ein erneutes Auftreten eines Ovarialkarzinoms, möglichst frühzeitig zu erkennen.

Diese Nachsorgeuntersuchungen sollten

  • in den ersten drei Jahren nach der abgeschlossenen Therapie vierteljährlich,
  • in den darauffolgenden zwei Jahren halbjährlich und
  • danach jährlich

erfolgen. Die Nachsorgeuntersuchung beinhaltet in der Regel ein Abtasten des Bauches und der Geschlechtsorgane und eine Ultraschalluntersuchung der Bauch- und Beckenorgane. Darüber hinaus stellt der Arzt Fragen zu möglichen Symptomen. Ob eine Tumormarkerbestimmung sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden.

Fazit

Das Thema Eierstockkrebs zeigt, dass es sich je nach Art von Eierstockkrebs und Form von Eierstockkrebs um sehr unterschiedliche Verläufe handelt, weshalb die Diagnose Eierstockkrebs und die Diagnose von Eierstockkrebs für Frauen mit Eierstockkrebs entscheidend sind. Besonders bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs, bei Frauen an Eierstockkrebs sowie bei Patientinnen mit Eierstockkrebs oder Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs ist eine strukturierte Therapie von Eierstockkrebs und eine gezielte Behandlung bei Eierstockkrebs notwendig, da Eierstockkrebs oft erst spät erkannt wird und Eierstockkrebs häufig lange unauffällig bleibt.

Beim Thema Eierstockkrebs spielen Symptome bei Eierstockkrebs, Anzeichen von Eierstockkrebs und Anzeichen für Eierstockkrebs eine zentrale Rolle, da Eierstockkrebs entsteht, Eierstockkrebs sich entwickelt und Eierstockkrebs auftritt, ohne dass typische Symptome bemerkbar sind, insbesondere im frühen Stadium oder beim frühem Eierstockkrebs. Die Entstehung von Eierstockkrebs begünstigen verschiedene Faktoren, die Eierstockkrebs begünstigen oder Ursachen für Eierstockkrebs darstellen, wobei die genauen Ursachen von Eierstockkrebs noch nicht vollständig geklärt sind und Eierstockkrebs verursacht zu Beginn oft nur unspezifische Beschwerden.

Die Behandlung umfasst je nach Situation eine Operation bei Eierstockkrebs oder die Operation von Eierstockkrebs, ergänzt durch Diagnose und Therapie sowie Diagnose und Therapie von Eierstockkrebs gemäß der Patientenleitlinie Eierstockkrebs und Empfehlungen des Konsortium familiärer Brust- und Eierstockkrebs, insbesondere bei Brust- oder Eierstockkrebs. 

FAQ

Was ist Eierstockkrebs?

Eierstockkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung der Eierstöcke, die medizinisch als Ovarialkarzinom bezeichnet wird. Die Erkrankung kann sich unbemerkt entwickeln und wird häufig erst spät diagnostiziert.

Welche Symptome treten bei Eierstockkrebs auf?

Typische Symptome bei Eierstockkrebs sind unspezifische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen oder Veränderungen beim Wasserlassen. Diese Symptome können leicht übersehen oder anderen Erkrankungen zugeordnet werden.

Wie wird Eierstockkrebs diagnostiziert?

Die Diagnose von Eierstockkrebs erfolgt durch gynäkologische Untersuchungen, Ultraschall, bildgebende Verfahren und häufig erst durch eine operative Abklärung. Eine endgültige Diagnose wird meist durch eine Gewebeuntersuchung gestellt.

Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

Die Behandlung von Eierstockkrebs besteht in der Regel aus einer Operation zur Entfernung des Tumors und der Eierstöcke sowie einer anschließenden Chemotherapie. Je nach Stadium und Art des Tumors können auch zielgerichtete Therapien eingesetzt werden.

Wie sind die Prognose und Heilungschancen bei Eierstockkrebs?

Die Prognose bei Eierstockkrebs hängt stark vom Stadium der Erkrankung bei Diagnosestellung ab. Wird Eierstockkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen deutlich besser als bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs.

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