Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das den Magen besiedeln und eine Infektion mit Helicobacter pylori verursachen kann. Der Nachweis erfolgt mithilfe verschiedener Untersuchungen wie Stuhltest, Atemtest oder Magenspiegelung. Eine Helicobacter pylori-Infektion bleibt häufig lange ohne Symptom, kann jedoch Gastritis, Magengeschwür oder Erkrankungen des Zwölffingerdarms auslösen.
Moderne Diagnostik ermöglicht eine zuverlässige Erkennung des Magenkeims und unterstützt die Auswahl der passenden Behandlung mit Antibiotikum und Tablette. Neben dem Helicobacter pylori Test stehen auch ein Helicobacter pylori Selbsttest für zuhause sowie Laboruntersuchungen zur Verfügung. Nach erfolgreicher Therapie wird häufig ein erneuter Nachweis durchgeführt, um ein negatives Testergebnis zu bestätigen. Eine frühzeitige Diagnose kann Folgeerkrankungen wirksam vorbeugen.
Bei wem wird der Helicobacter-Test durchgeführt?
Helicobacter pylori-Bakterien können die Magenschleimhaut infizieren. Auf Dauer kommt es durch die Infektion zu Entzündungen der Magen- bzw. Darmschleimhaut, wie zum Beispiel Gastritis. Auch Magengeschwüre sind möglich. In der Kombination mit einer fleischreichen Ernährung kann eine Helicobacter-pylori-Infektion Studien zufolge das Magenkrebsrisiko auf das Fünffache erhöhen.
Der Helicobacter-Test kann einfach nachweisen, ob die Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori-Bakterien befallen ist. Bis vor wenigen Jahren war das nur mittels einer während einer Magenspiegelung entnommenen Gewebeprobe möglich.
Für einen Helicobacter-Test reicht eine Analyse der Atemluft des Patienten. Das Ergebnis ist sehr zuverlässig. Bei einem positiven Testergebnis kann der Arzt eine medikamentöse Therapie einleiten und damit die Infektion zurückdrängen. Die erfolgreiche Behandlung der Infektion verringert das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.
Der Helicobacter-Test kommt im Rahmen der Magenkrebsvorsorge und bei unklaren Magenbeschwerden zum Einsatz.
Der Helicobacter-Befall ist weltweit die häufigste bakterielle Infektion des Menschen, die sich durch
- Magenbeschwerden,
- Blähungen,
- Sodbrennen oder
- Durchfall
bemerkbar macht. Übertragen wird der Erreger durch Speichel, infizierte Lebensmittel oder durch Haustiere.

Anatomie des Magens und das Helicobacter pylori -Bakterium © bilderzwerg / Fotolia
Wie wird der Helicobacter-Test durchgeführt?
Beim Helicobacter-Atemtest machen sich die Mediziner eine geringe Dosis radioaktiver Strahlung zunutze. Die Dosis ist geringer als bei einer Röntgenaufnahme und gilt daher als unbedenklich.
Der mit radioaktivem Kohlenstoff (C14) markierte Harnstoff gelangt über eine trinkbare Testflüssigkeit oder eine zu schluckende Kapsel in den Körper des Probanden.
Helicobacter pylori ist in nun der Lage, den Harnstoff enzymatisch zu spalten. Liegt eine Infektion vor, lässt sich nach etwa zehn Minuten das als Spaltprodukt gebildete, ebenfalls radioaktiv markierte Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft nachweisen.
FAQ
Was ist Helicobacter pylori?
Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und eine Infektion mit Helicobacter pylori auslösen kann. Die Helicobacter pylori-Infektion zählt zu den häufigsten Ursachen für Gastritis, Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwüre. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit oder Erbrechen, allerdings bleibt die Infektion häufig lange unbemerkt.
Wie funktioniert ein Helicobacter pylori Test?
Ein Helicobacter pylori Test kann als Stuhltest, C13-Atemtest oder im Rahmen einer Magenspiegelung durchgeführt werden. Beim Stuhltest werden Antigene des Bakteriums in einer Stuhlprobe nachgewiesen. Der C13-Atemtest nutzt 13C-Harnstoff, der vom Bakterium Helicobacter pylori in Ammoniak und 13CO₂ umgewandelt wird. So gelingt der Nachweis einer Infektion zuverlässig und ohne größeren Eingriff.
Ist ein Helicobacter pylori Selbsttest zuverlässig?
Ein Helicobacter pylori Selbsttest oder Schnelltest für zuhause kann erste Hinweise auf eine Helicobacter-Infektion liefern. Solche Testkits gelten als Medizinprodukt und enthalten häufig eine Stuhlauffanghilfe für die Testdurchführung. Ein positives oder negatives Ergebnis sollte jedoch immer ärztlich bestätigt werden, da für die Diagnostik gegebenenfalls weitere Untersuchungen erforderlich sind.
Wie wird eine Helicobacter pylori-Infektion behandelt?
Nach einem positiven Befund erfolgt in der Regel eine Kombination aus Antibiotikum und Tablette zur Senkung der Magensäure. Die Einnahme richtet sich nach den ärztlichen Empfehlungen. Nach Abschluss der Therapie wird häufig ein erneuter Stuhltest oder Atemtest durchgeführt, um ein negatives Testergebnis und den erfolgreichen Nachweis des Therapieerfolgs zu bestätigen.
Wann sollte ein Test auf Helicobacter pylori durchgeführt werden?
Ein Test ist sinnvoll bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden, Gastritis, Magenschleimhautentzündung, Geschwür, Magengeschwür oder Verdacht auf eine Helicobacter pylori im Magen. Auch bei Reizmagen, Blutung, okkultem Blut im Stuhl oder familiärer Häufung kann eine Untersuchung empfohlen werden. Eine frühzeitige Diagnose hilft, Folgeerkrankungen wie Magenkrebs vorzubeugen und die Darmflora nach erfolgreicher Behandlung zu stabilisieren.
