Magenerkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakt und betreffen Menschen jeden Alters. Eine typische Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen und unterschiedliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Völlegefühl verursachen. Zu den häufigsten Magenerkrankungen gehören Gastritis, Magengeschwür und Magenkrebs. Häufig liegt eine Entzündung der Magenschleimhaut vor, die durch das Bakterium Helicobacter pylori oder durch übermässig produzierte Magensäure ausgelöst wird.
Auch Sodbrennen infolge einer gastroösophagealen Refluxkrankheit betrifft häufig die Speiseröhre und den Magen. Einige Erkrankungen des Magens verlaufen zunächst ohne deutliche Beschwerde und werden erst im Rahmen einer Magenspiegelung oder Gastroskopie erkannt. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, da manche Erkrankung bösartig sein kann oder zu Blutung und Geschwür führen kann.
Definition: Magenerkrankungen
Beschwerden im Bereich des Magens sind Bestandteil des Spektrums der Magen-Darm-Erkrankungen. Dazu zählen alle Krankheitsbilder, die den Verdauungstrakt, zu dem der Magen gehört, betreffen.
Magenerkrankungen äußern sich vielfach in Form von Schmerzen im Bauch, insbesondere im Oberbauch, da dort der Magen liegt. Für betroffene Patienten sind die Beschwerden unangenehm und häufig schmerzhaft.
Wenn Sie Beschwerden mit Ihrem Magen haben, die nicht verschwinden oder regelmäßig wiederkehren, ist ein Arztbesuch hilfreich. Für Erkrankungen des Magens ist der Facharzt für Gastroenterologie als Spezialist zuständig.
Die Gastroenterologie (altgriechisch: gastēr = Magen, énteron = Darm) ist Bestandteil der Inneren Medizin. Sie umfasst unter anderem die Region des Magen-Darm-Trakts, die Leber sowie die Bauchspeicheldrüse.
Magenschmerzen sind meistens harmlos, manchmal weisen sie aber auf eine ernsthafte Krankheit hin @ ipopba /AdobeStockSymptome von Magenerkrankungen
Sind Ihre Symptome langfristig oder wiederkehrend, kommen auch ernsthafte Erkrankungen infrage, wie:
- Colitis ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung)
- Entzündung der Magenschleimhaut (akute Gastritis, chronische Gastritis)
- Geschwür (gutartig oder Krebs)
- Entzündung der Speiseröhre
- Morbus Crohn (chronische Entzündung im Darm)
- Reizmagen (Verdauungsstörung im Oberbauch)
Bei regelmäßiger Übelkeit, Abgeschlagenheit, Bauchkrämpfen, Erbrechen oder Durchfall ist der Besuch eines Experten zur Abklärung und Absicherung ratsam.
Ursachen und Risikofaktoren von Magenerkrankungen
Während viele Erkrankungen heilbar sind, gibt es entzündliche Prozesse, die auf chronische Erkrankungen ohne bekannte Ursache zurückgehen. Sie sind nicht heilbar.
Zu den Risikofaktoren zählen:
- Eine genetische Veranlagung
- Ein gestörtes Immunsystem
- Ein hohes Lebensalter
- Nebenwirkungen durch Medikamente
Dazu zählen:
- Starker Alkoholkonsum
- Rauchen und
- Häufiger Genuss von erheblich geräucherten und gegrillten sowie sehr salzhaltigen Lebensmitteln
Alkohol und Zigaretten begünstigen Magenerkrankungen @ exclusive-design /AdobeStock
Untersuchung und Diagnose von Magenerkrankungen
Für eine genaue Diagnostik stehen ihm unterschiedliche Möglichkeiten wie bildgebende Verfahren zur Verfügung. Diese geben Aufschluss über die Vorgänge im Inneren des Magens.
Typische Untersuchungsoptionen sind:
- Magenspiegelung (Gastroskopie)
- Röntgen
- Computertomografie (CT) und
- Magnetresonanztomografie (MRT)
Bei einer Magenspiegelung hat Ihr Arzt die Möglichkeit, veränderliche Prozesse zu erkennen, darunter Entzündungen und Geschwüre. Bei unklaren Bauchschmerzen ist häufig eine Kombination mit einer Röntgenaufnahme des Bauchraums sinnvoll.
Behandlung von Magenerkrankungen
Im Falle eines bösartigen Tumors (Magenkrebs) ist eine Operation die wichtigste Behandlung. Sie hat zum Ziel, den Tumor vollständig zu beseitigen, um eine dauerhafte Heilung zu erzielen.
Verlauf und Prognose von Magenerkrankungen
Bei Magenkrebs ist die Prognose günstiger, je frühzeitiger der Arzt die Krankheit entdeckt. Ist die Krankheit nicht behandelbar, sorgt Ihr Arzt dafür, dass Sie so lange wie möglich eine hohe Lebensqualität haben.
Fazit
FAQ
Was sind die häufigsten Magenerkrankungen?
Zu den häufigsten Magenerkrankungen zählen Gastritis, chronische Gastritis, Magengeschwür und die gastroösophageale Refluxkrankheit. Sie zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakt und werden häufig durch Helicobacter pylori hervorgerufen. Auch Magenkrebs beziehungsweise Magenkarzinom gehört zu den ernsten, wenn auch selteneren Erkrankungen des Magens.
Welche Symptome treten bei Magenerkrankungen auf?
Typische Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Sodbrennen. Je nach Erkrankung kann es auch zu Blutung, Durchfall oder Druck auf den Magen kommen. Manche Erkrankungen verursachen oft keine Beschwerden und bleiben lange unentdeckt.
Welche Rolle spielt Helicobacter pylori?
Das Bakterium Helicobacter pylori beziehungsweise eine Helicobacter pylori-Infektion kann eine Entzündung der Magenschleimhaut auslösen. Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann chronische Gastritis, Ulcus oder offene Wunden im Magen verursachen. Zudem kann Helicobacter pylori die Entstehung eines Magenkarzinom begünstigen und erhöhtes Risiko für bösartige Tumorbildung darstellen.
Wie werden Magenerkrankungen diagnostiziert?
Zur Diagnostik gehören Anamnese, körperliche Untersuchung und häufig eine Magenspiegelung oder Gastroskopie. Dabei kann eine Gewebeprobe aus der Magenschleimhaut entnommen werden, um eine Entzündung, ein Geschwür oder ein bösartig verändertes Gewebe nachzuweisen. Auch eine Helicobacter pylori-Infektion lässt sich so feststellen.
Können Magenerkrankungen chronisch werden?
Ja, viele Erkrankungen können chronisch verlaufen, insbesondere die chronische Gastritis oder eine langfristige Refluxkrankheit. Unbehandelt können sie die Schleimhaut schädigen, den Säureschutz im Magen beeinträchtigen und im gesamten Magen-Darm-Trakt Probleme verursachen. Daher sollten anhaltende Symptome frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
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Über den Fachautor
Sabine Schneider
Sabine Schneider – medizinische Fachautorin: Entdecken Sie fundierte Fachbeiträge und medizinische Expertise im Leading Medicine Guide.
Vollständiges Expertenprofil ansehen →Quellen
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Gastritis-Symptome-erkennen-und-behandeln,gastritis100.html
https://www.magen-darm-ratgeber.de/magen-bauch/krankheiten/
https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/magen-darm/haeufige-erkrankungen.html
https://www.gastro-liga.de/ratgeber/ratgeber-magen/
