Chorea Huntington ist eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung des Gehirns, die auch als Huntington-Krankheit oder Morbus Huntington bekannt ist. Die Erkrankung wurde erstmals 1872 vom Arzt George Huntington beschrieben und wird umgangssprachlich auch als Veitstanz bezeichnet. Ursache ist eine Mutation in einem Gen auf Chromosom 4, die zu einem fortschreitenden Abbau von Nervenzellen im Gehirn führt.
Menschen mit Chorea Huntington erkranken meist im Erwachsenenalter, wobei erste Symptome oft zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auftreten. Die Erkrankung wird autosomal-dominant vererbt, sodass ein betroffenes Elternteil das Gen weitergeben kann. Typische Symptome sind Bewegungsstörungen, psychische Veränderungen und kognitive Einschränkungen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Diagnostik sind entscheidend, um den Krankheitsverlauf besser zu verstehen und zu begleiten.
Kurzübersicht:
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Was ist Chorea Huntington?
Chorea Huntington (auch Huntington-Krankheit oder Chorea Major) ist eine vererbbare Gehirnerkrankung, die nur selten auftritt. Ursache ist ein fehlerhaftes Gen. In Deutschland leiden etwa 10.000 Menschen an der Huntington-Krankheit. Sie ist unheilbar und bricht in den meisten Fällen zwischen dem 35. und dem 45. Lebensjahr aus. Die Krankheit verläuft von Patient zu Patient unterschiedlich.
Typische Symptome sind:
- Neurologische und psychische Störungen
- Veränderungen in Bewegungsabläufen
- Veränderungen im Verhalten
In späteren Stadien reduzieren sich auch die intellektuellen Fähigkeiten, da sich die Nervenzellen im Gehirn langsam zerstören. Im Endstadium leiden Betroffene an Demenz. Im Durchschnitt führt die Erkrankung 15 -20 Jahre nach dem Ausbruch zum Tod.
Die Ursachen der Erkrankung
Der Huntington-Krankheit liegt ein Untergang von Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen zugrunde. Die Erkrankung tritt bei Frauen und Männern gleich häufig auf.
Das krankheitsverursachende Gen befindet sich nicht auf den X- und Y-Chromosomen (die das Geschlecht bestimmen), sondern auf den Autosomen. Mit diesen Chromosomen ist der Körper jeweils doppelt ausgestattet: Eines stammt vom Vater, eines von der Mutter. Trägt ein Elternteil die Genveränderung in sich, besteht für das Kind eine Wahrscheinlichkeit von 50 % an Chorea Huntington zu erkranken.
In seltenen Fällen (2 bis 5 Prozent) der Betroffenen bestehen keine bekannten Erkrankungen in der Herkunftsfamilie. In diesen Fällen kann es sich um neu entstandene Mutationen handeln. Die Veränderungen liegen hier nicht im Erbgut.
Im Gehirn von Menschen mit Chorea Huntington gehen nach und nach Bereiche zugrunde @ Dr_Microbe /AdobeStock
Wie äußert sich Chorea Huntington?
Die Veränderungen zeigen sich folgendermaßen:
- Affekt- und Antriebsstörungen, durch impulsives Verhalten und durch Enthemmung auf.
- Die Patienten sind reizbar und aggressiv. Bei manchen entsteht eine Depression oder eine zunehmende Ängstlichkeit. Ein Verlust der geistigen Fähigkeiten macht sich fortschreitend bemerkbar.
- Die Bewegungsstörungen zeigen sich meist unvermittelt, sie sind unkontrollierbar und überschießend. Sie wirken anfangs wie übertriebene Gesten.
- Auch die Muskulatur von Zunge und Rachen ist betroffen.
- Die Sprache wirkt unverständlich und abgehackt.
- Schluckbeschwerden treten auf. Die Essensaufnahme wird erschwert, Nahrung kann in die Luftröhre gelangen. Es besteht das Risiko einer Lungenentzündung.
- Spätere Stadien der Krankheit zeichnen sich durch Muskelsteifheit und starker Bewegungsverminderung aus. Die abnehmende Kontrolle über die Muskulatur macht sich auch im Gesicht bemerkbar (unvermitteltes Grimassieren).
- Die Patienten reagieren meist mit Depression, Resignation oder Suizid auf die Reaktionen des Umfelds.
- Die Fähigkeit des Gehirns zur Informationsverarbeitung nimmt ab, das Interpretieren von Gesichtsausdrücken der Mitmenschen fällt zunehmend schwer. Zunehmend verlieren die Patienten ihre kognitiven Fähigkeiten, einige entwickeln Wahnvorstellungen.
Nach 15 Jahren tritt bei nahezu allen Erkrankten eine Demenz ein. In der Endphase auf. Die Betroffenen sind in der Regel bettlägerig und auf Pflege angewiesen.
Die Diagnose
Wenn bereits Familienmitglieder erkrankt sind, liegt auch bei Patienten mit Symptomen Chorea Huntington nahe. Doch um diese Diagnose abzusichern und um das Ausmaß der Nervenschädigung zu ermitteln, sind psychiatrische und neurologische Untersuchungen erforderlich.
Auch andere Krankheiten können diese Symptome verursachen. Da die Huntington-Krankheit sehr selten ist, haben Hausärzte und niedergelassene Neurologen oft wenig oder keine Erfahrung. Daher ist es ratsam, erfahrene Spezialisten in einem der bestehenden Huntington-Zentren aufzusuchen. Eine molekulargenetische Untersuchung bringt den Nachweis für das veränderte Gen.
Ein CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) zeigt, wie stark einzelne Gehirnregionen betroffen sind. Mit Methoden der ENG (elektrophysiologische Diagnostik) lässt sich die Funktionsfähigkeit von Nervenzellen und Nervensystem überprüfen. Auch gesunde Menschen, die wegen ihrer Herkunftsfamilie ein erhöhtes Risiko haben, können sich per Gentest untersuchen lassen. So können Betroffene eindeutig feststellen, ob sie in Zukunft an Chorea Huntington erkranken.
Warum ist die Vorhersagediagnostik problematisch?
Zu wissen, dass man Träger dieser Genveränderung ist, ist oft problematisch. Der tatsächliche Beweis wirkt sich oft negativ auf den psychischen Zustand aus. Daher wollen Menschen mit genetischem Risiko meist keinen Nachweis.
Daher unterliegt die Durchführung eines Gentests auch strengen gesetzlichen Richtlinien.
Diese beinhalten:
- Der Patient benötigt im Vorfeld eine sorgfältige Aufklärung über die psychischen Folgen eines auffälligen Tests
- Minderjährige dürfen keine derartigen Untersuchungen vornehmen.
- Untersuchungen dürfen nicht auf Wunsch Dritter (Arbeitgeber, Versicherungsgesellschaften oder Adoptionsvermittlungsstellen) erfolgen
Wie verläuft die Huntington-Krankheit?
Die ersten Anzeichen der Krankheit zeigen sich meist zwischen dem 35. und dem 45. Lebensjahr. Ganz selten tauchen Symptome schon in der Kindheit auf. Ein früher Krankheitsbeginn hat häufig einen schweren Krankheitsverlauf zur Folge.
Die psychischen Beschwerden beginnen oft mehrere Jahre vor den Bewegungsstörungen. Meist fallen zunächst Hyperkinesien (ungewollte Bewegungen) auf, später entwickelt sich eine Bewegungsarmut. Schluckstörungen führen häufig zu Appetitlosigkeit und Kräfteverfall. Erkrankte werden zunehmend pflegebedürftig.
Stress kann die Entwicklung der Erkrankung beschleunigen. Ausgeglichene Lebensumstände wirken sich dagegen günstig auf den Krankheitsverlauf aus.
Die Behandlungvon Chorea Huntington
Die Huntington-Krankheit ist nicht heil- oder behandelbar, da der Verfall der Gehirnzellen nicht aufhaltbar ist.
Zur Behandlung und Linderung einzelner Symptome sind verschiedene Therapieformen möglich. Ärzte passen sie individuell an die Bedürfnisse der Patienten an, da die Krankheit unterschiedlich verläuft:
- Medikamentöse Therapie: Es gibt Medikamente, die bestimmte Symptome lindern und abmildern. So lassen sich beispielsweise bei stark unkontrollierten Bewegungsabläufen Neuroleptika einsetzen. Für depressive Verstimmungen setzen Ärzte Antidepressiva ein.
- Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie und spezielle Ernährungsformen tragen dazu bei, dass die Selbstständigkeit und die Beweglichkeit längerfristig erhalten bleiben.
- Auch die Schlucktherapie ist wichtig und kann lebenserhaltend sein.
- Huntington-Zentren: Da Chorea Huntington eine seltene Erkrankung ist, stellt die Therapie und Behandlung für die meisten Ärzte eine Herausforderung dar. Spezialisierte Huntington- Zentren dagegen verfügen über die nötige Erfahrung. Dort sind Sie als Betroffene und Angehörige in den besten Händen.
Fazit
Huntington’s disease, auch als erblicher Veitstanz oder Veitstanz genannt, ist eine komplexe Erkrankung des Gehirns, die bereits vom Arzt George Huntington beschrieben und nach ihm benannt wurde. Chorea Huntington ist eine genetisch bedingte Erkrankung, genauer gesagt: Chorea Huntington ist eine genetisch veränderte Form, bei der ein mutierte Gen die Krankheit verursacht. Dabei gilt, Chorea Huntington wird autosomal-dominant vererbt, weshalb ein hohes Risiko besteht, an Chorea Huntington zu erkranken.
Die Erkrankung Chorea Huntington ist eine seltene, aber schwerwiegende Form der Chorea Huntington, bei der erste Symptome oft schleichend beginnen. Typische Symptome zeigen sich meist im Erwachsenenalter, wobei einzelne Symptome wie unwillkürliche Bewegungen, psychische Veränderungen und kognitive Einschränkungen auftreten. Die Symptome von Chorea Huntington können sehr unterschiedlich sein, und die Schwere der Symptome nimmt im Verlauf zu. Dabei tritt die Krankheit häufig schrittweise auf, und das Fortschreiten der Krankheit ist charakteristisch für diese neurodegenerative Erkrankung.
Im klinischen Alltag besteht bei entsprechenden Beschwerden oft ein Verdacht auf Chorea Huntington, sodass eine gezielte Diagnostik und Therapie eingeleitet wird. Die Diagnose erfolgt meist genetisch, während die Behandlung der Chorea Huntington vor allem darauf abzielt, Symptome zu lindern. Eine medikamentöse Therapie kann helfen, Chorea major und Chorea minor zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern. Dennoch lässt sich Chorea Huntington nicht heilen, sondern nur in ihrem Verlauf beeinflussen.
Chorea Huntington schreitet im Laufe der Zeit fort, und viele Menschen mit Chorea Huntington erleben eine zunehmende Einschränkung im Alltag. Patienten mit Chorea Huntington benötigen daher langfristige Unterstützung, wobei Betroffene und Angehörige gleichermaßen eingebunden sind. Die Erkrankung des Gehirns betrifft sowohl motorische als auch kognitive Funktionen, weshalb Chorea Huntington im Laufe der Jahre zu einer erheblichen Belastung wird.
Zusammenfassend zeigt das Thema Chorea Huntington, dass Chorea Huntington besteht als chronische Erkrankung mit komplexem Verlauf. Obwohl Chorea Huntington lässt sich nicht heilen, können moderne Therapieansätze dazu beitragen, Symptome lindern zu können und die Lebensqualität zu verbessern. Viele Wiederholungen der genetischen Sequenzen führen dazu, dass die Krankheit auszulösen beginnt und sich im Körper manifestiert. Trotz intensiver Forschung bleibt die Herausforderung bestehen, diese Erkrankung frühzeitig zu erkennen und optimal zu behandeln, da jedoch die Symptome oft erst spät eindeutig werden.
FAQ
Was ist Chorea Huntington?
Chorea Huntington ist eine genetisch bedingte Erkrankung des Gehirns, bei der Nervenzellen im Gehirn nach und nach absterben. Die Erkrankung wird auch Huntington-Krankheit oder Morbus Huntington genannt.
Welche Symptome treten bei Chorea Huntington auf?
Typische Symptome sind Bewegungsstörungen, unwillkürliche Bewegungen, psychische Veränderungen und Demenz. Die Symptome zeigen sich meist schleichend und verschlechtern sich im Verlauf der Erkrankung.
Wie wird Chorea Huntington vererbt?
Chorea Huntington wird autosomal-dominant vererbt. Das bedeutet, dass ein betroffenes Elternteil das veränderte Gen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent weitergibt.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnose erfolgt durch einen Gentest sowie durch klinische Diagnostik. Bei Verdacht auf Chorea Huntington werden zusätzlich bildgebende Verfahren wie MRT eingesetzt.
Ist Chorea Huntington heilbar?
Chorea Huntington ist derzeit nicht heilbar. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, um Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.




