Die endovaskuläre Chirurgie und die klassische Gefäßchirurgie bilden heute ein breites Spektrum der Gefäßmedizin, das Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Gefäßerkrankungen moderne und schonende Behandlungswege bietet. In spezialisierten Kliniken für Gefäßchirurgie werden sowohl minimal-invasive Verfahren als auch operative Eingriffe eingesetzt, um Durchblutungsstörungen, arterielle Engstellen oder venöse Erkrankungen zu behandeln. Die Wahl der Therapie hängt von der jeweiligen Erkrankung, dem Gefäßstatus und den individuellen Risiken der Betroffenen ab. Moderne Technik, interdisziplinäre Zusammenarbeit und standardisierte Abläufe ermöglichen eine präzise Diagnostik und sichere Behandlung – auch bei komplexen Gefäßerkrankungen wie Aneurysmen oder Verschlusskrankheiten. Für viele Patientinnen und Patienten ist die Kombination aus gefäßchirurgischen und endovaskulären Verfahren heute der entscheidende Vorteil, um Gefäße zu erhalten, Komplikationen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Empfohlene Spezialisten für Vaskuläre Chirurgie
Kurzübersicht:
Die endovaskuläre Chirurgie nutzt moderne minimal-invasive Techniken, um Gefäße von innen zu behandeln, während die Gefäßchirurgie klassische operative Verfahren umfasst. In spezialisierten Kliniken für Gefäßchirurgie entsteht daraus ein umfassendes Leistungsspektrum für arterielle und venöse Erkrankungen. Diagnostik und Therapie erfolgen in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit, etwa mit Radiologie, Angiologie, Diabetologie oder Neurologie. Je nach Erkrankung kommen ballonbasierte Eingriffe, Stentimplantationen oder operative Rekonstruktionen zum Einsatz – immer mit dem Ziel, die Durchblutung zu verbessern und Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Artikelübersicht
- Moderne Diagnostik in der Gefäßchirurgie und endovaskulären Chirurgie
- Einsatzbereiche der vaskulären Chirurgie
- Klinikstruktur & interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Die Bedeutung der vaskulären Chirurgie
- Leistungsspektrum & konservative Therapieoptionen
- Die offen-operativen Therapieverfahren im Detail
- Die endovaskulären Therapieverfahren im Detail
- Endovaskuläre Spezialverfahren & moderne Technologien
- Endovaskuläre „Knopfloch“-Verfahren“ versus offene Chirurgie
- FAQ zur Gefäßchirurgie & endovaskulären Chirurgie
Vaskuläre Chirurgie - Weitere Informationen
Moderne Diagnostik in der Gefäßchirurgie und endovaskulären Chirurgie
Die Diagnostik in der modernen Gefäßchirurgie und endovaskulären Chirurgie basiert auf hochauflösenden bildgebenden Verfahren und einer engen Zusammenarbeit zwischen Gefäßchirurgie, interventioneller Radiologie und Neuroradiologie.
Im Gefäßzentrum kommen unter anderem Ultraschall, CT, MRT und angiografische Untersuchungen zum Einsatz, um arterielle und venöse Gefäßerkrankungen präzise zu beurteilen.
Hierzu zählen Verengungen, Gefäßerweiterungen, Aneurysmen, Thrombosen sowie komplexe Erkrankungen der Arterien bis hin zur Aorta.
Viele Kliniken arbeiten nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) und verfügen über spezialisierte Fachärzte sowie ein klinisch abgestimmtes diagnostisches Vorgehen.
Eine solche strukturierte Diagnostik ist entscheidend, um die passende Therapieoption zu wählen und Risiken bei akuten und chronischen Erkrankungen der Arterien zu reduzieren.
Einsatzbereiche der vaskulären Chirurgie
Durch die vaskuläre Chirurgie lassen sich alle Erkrankungen der Blutgefäße von Kopf bis Fuß behandeln. Einzige Ausnahme sind die Herzkranzgefäße und die direkt aus dem Herzen abgehende große Schlagader. Diese beiden Bereiche gehören zum Fachgebiet der Herzchirurgen.

Die Gefäßchirurgie beschäftigt sich mit der Diagnose und Therapie von Erkrankungen des Gefäßsystems @ Christoph Burgstedt /AdobeStock
Häufig behandelte Erkrankungen sind:
- Engstellen der Halsschlagadern, um einen Schlaganfall zu verhindern
- Engstellen der Hauptschlagader und der Becken -und Beinschlagadern
- Schaufensterkrankheit
- Nicht heilende Wunden am Unterschenkel und Fuß
- Plötzliche Verschlüsse von Schlagadern an Armen und Beinen
- Aussackungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysma), die zum Teil Rücken -oder Bauchschmerzen verursachen und beim Platzen zum Verblutungstod führen können
- Anlage von Gefäßzugängen zur Blutwäsche (sogenannte Hämodialyse-Shunts)
- Entfernung und Verödung von Krampfadern
Klinikstruktur & interdisziplinäre Zusammenarbeit
In einer Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie arbeiten Fachärzte verschiedener Bereiche eng zusammen, um Patientinnen und Patienten umfassend zu versorgen.
Gefäßmedizin, Angiologie, Diabetologie, Anästhesie, Neurologie und interventionelle Radiologie bilden dabei ein interdisziplinäres Netzwerk, das Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge gemeinsam steuert.
Gerade bei komplexen Erkrankungen wie der Verschlusskrankheit, der Aortendissektion, Erkrankungen der Halsschlagader, diabetischen Gefäßproblemen oder venösen Veränderungen ist diese enge Kooperation wichtig.
Viele Kliniken sind Teil großer Kliniken oder Klinika und bieten ein strukturiertes Weiterbildungsprogramm, das die Expertise im Bereich der Gefäßchirurgie und endovaskulären Chirurgie nachhaltig stärkt.
Damit wird gewährleistet, dass Patientinnen und Patienten sowohl minimalinvasiv als auch operativ optimal versorgt werden.
Die Bedeutung der vaskulären Chirurgie
Die vaskuläre Chirurgie hat sich seit Mitte bis Ende des letzten Jahrhunderts rasant weiterentwickelt. Dies liegt zum einen an den blutverdünnenden Medikamenten, die seit ca. 1960 zur Verfügung stehen.
Ein weiterer Grund für die Entwicklung ist der immer größer werdende Bedarf, da Blutgefäßerkrankungen immer mehr zunehmen.
Dies ist auch ein Grund, warum immer mehr Kliniken eigenständige Abteilungen für die vaskuläre Chirurgie auf- und ausbauen. In manchen Kliniken ist die Gefäßchirurgie jedoch in andere chirurgische Abteilungen integriert. Meist in der Allgemein- oder Herzchirurgie.
Patienten, die eine vaskuläre Therapie benötigen, haben oft Vorerkrankungen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Sie leiden oft an einer Zuckerkrankheit oder an Herzschwäche.
Die Therapieverfahren
Vereinfacht gesagt stehen drei Therapieverfahren zur Auswahl:
- Die konservative Therapie:
Hier versuchen Ärzte die Krankheit und die Symptome mit Medikamenten in den Griff zu bekommen.
- Die endovaskuläre Chirurgie:
Hier erfolgt die Versorgung der Blutgefäße von innen. Diese Methode heißt auch „Knopflochtechnik“. Ärzte benötigen bei dieser Vorgehensweise nur kleine Schnitte in der Leiste, um die Gefäße von innen zu behandeln. Ebenfalls möglich ist ein Einstechen in das Leistengefäß.
- Die offene (operative) Gefäßchirurgie:
Diese ist die klassische und älteste Methode. Hier bestehen unterschiedlichste Möglichkeiten, um verengte oder verschlossene Gefäße zu erweitern.
Leistungsspektrum & konservative Therapieoptionen
Das Leistungsspektrum moderner Gefäßzentren umfasst die Behandlung nahezu aller Erkrankungen der Arterien und Venen – von der konservativen Therapie bis zu hochspezialisierten Kombinationseingriffen.
Während arterielle Erkrankungen wie Schaufensterkrankheit, Aneurysmen, arterielle Verschlusskrankheiten oder Veränderungen der Hauptschlagader (Aorta) häufig interventionell oder operativ behandelt werden, stehen bei venösen Erkrankungen minimalinvasive Techniken im Vordergrund.
Zu den konservativen Maßnahmen gehören medikamentöse Therapien, Kompression, Gehtraining und die Behandlung begleitender Erkrankungen wie Diabetes mellitus, die bei vielen gefäßmedizinischen Patienten eine zentrale Rolle spielen.
Ein Gefäßzentrum ist zudem dafür ausgerichtet, Patientinnen und Patienten mit komplexen Begleiterkrankungen klinisch umfassend zu betreuen – insbesondere bei Risikoerkrankungen, neurologischen Problemen oder fortgeschrittenen Gefäßerkrankungen.
Die offen-operativen Therapieverfahren im Detail
Bei der offenen (operativen) vaskulären Chirurgie legen Ärzte die betroffenen Blutgefäße durch Hautschnitte frei und öffnen sie anschließend.
Danach können sie je nach Situation folgende Methoden anwenden, um die Gefäße zu reparieren:
- Das Ausschälen von Ablagerungen der Gefäßwand und die Einnaht von Erweiterungsstreifen (Thrombendarteriektomie und Patchplastik)
- Die Überbrückung von Engstellen und Verschlüssen durch neu angelegte Umgehungsbahnen (Bypass). Diese Umgehungskreisläufe können aus körpereigenen oberflächlichen Beinvenen oder aus Kunststoffröhren bestehen.
- Das Entfernen von Gefäßaussackungen der Hauptschlagader oder anderer Blutgefäße (zum Beispiel Kniegelenk-Schlagader).
- Einnähen von Kunststoffröhren
- Das Herstellen einer Verbindung zwischen Schlagader und Vene, um einen Zugang für die Hämodialyse herzustellen (Shuntchirurgie). Diese Verbindung erfolgt beim Rechtshänder wenn möglich am linken Arm (beim Linkshänder rechts).
- Das Entfernen von Blutgerinnseln direkt oder mit speziellen Kathetern (Thrombektomie).
- Die Entfernung von Krampfadern (Varizen-Chirurgie)
Die offene-operative Versorgung erfolgt durch Hautschnitte in der Leiste und am Unterschenkel. Über die eröffnete Vene führen Ärzte einen Draht ein, um die Vene an den Mündungsstellen zu verknoten und herauszuziehen. Mündungsstellen sind meist in der Leiste, am Unterschenkel oder auf Höhe des Innenknöchels.
Die endovaskulären Therapieverfahren im Detail
Das Besondere an der endovaskulären Chirurgie ist die Verwendung von Drähten und Kathetern. So können Ärzte alle Gefäße über kleine Zugänge erreichen.
Folgende Methoden und Verfahren stehen zur Verfügung:
- Das Aufdehnen von Engstellen mit Ballon-Kathetern
Dies kann auch während der Operation zusammen mit der Ausschälung des Blutgefäßes oder der Bypassanlage erfolgen.
Meistens ist es aber eine alleinige Maßnahme. So ist keine Operation notwendig. Das Einführen des Katheters erfolgt über die Leistenschlagader, weil dieses Gefäß oberflächlich liegt und gut erreichbar ist.
Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Voraussetzung ist, dass der Patient 1-2 Stunden ruhig liegen bleibt.
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Ein Ballon erweitert die verengte Stelle des Gefäßes @ Matthieu /AdobeStock
- Die innere Schienung von Gefäßaussackungen (Aneurysma)
Diese erfolgt meistens im Bereich der großen Brust- oder Bauchschlagader. Auch hier stechen (punktieren) Ärzte die Leistenschlagader an und führen eine Prothese ein.
Diese Prothesen befinden sich in einer kugelschreiber-dicken Hülle, damit Ärzte sie im Gefäß vorschieben können. Wenn die Prothese die Aussackung überbrückt, kann der Arzt die Hülle zurückziehen.
Die Prothese kann sich dann durch die Spannkraft in der Aussackung ausdehnen und verankern.
- Anlegen von Gefäßzugänge für die Dialyse anzulegen
Hier ziehen Ärzte die Schlagader und die Vene innerlich aneinander und verbinden sie durch Hitze miteinander.
- Die Verödung von Krampfadern durch spezielle Katheter
Ärzte stechen hier ebenfalls in die Vene ein. Die Hitzeanwendung führt anschließend zu einer Verklebung der Venenwand.
Endovaskuläre Spezialverfahren & moderne Technologien
Endovaskuläre Verfahren nutzen moderne Katheter-, Draht- und Stenttechnologien, um Gefäße gezielt von innen zu behandeln.
Dazu gehören minimalinvasive Techniken wie Stentimplantationen, Ballonverfahren, die Behandlung von Gefäßerweiterungen, die Versorgung von Aortenerkrankungen und die Therapie von Engstellen der Halsschlagader.
Die Eingriffe erfolgen häufig in Kooperation mit der interventionellen Radiologie und ermöglichen auch die Versorgung schwer zugänglicher Gefäßabschnitte ohne große chirurgische Schnitte.
Dank moderner Bildgebung wie CT, MRT oder intraoperativer Angiografie können viele Erkrankungen heute schneller, schonender und präziser behandelt werden.
Gerade bei akuten und chronischen Erkrankungen der Arterien oder bei Patienten mit erheblichen Begleiterkrankungen bieten endovaskuläre Verfahren einen wichtigen Vorteil gegenüber klassischen Operationen.
Endovaskuläre „Knopfloch“-Verfahren“ versus offene Chirurgie
Welche Verfahren besser sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Fest steht, dass die endovaskuläre Chirurgie etliche Vor- und Nachteile liefert.
Die Vorteile der endovaskulären Verfahren sind:
- Kleinere Zugangswege, teilweise ist nicht mal ein Hautschnitt notwendig
- Eingriffe sind ohne Vollnarkose in örtlicher Betäubung möglich
- Meist kürzere Operationszeiten
- Meist kürzere Krankenhausaufenthaltsdauer
Die Nachteile:
- Häufigere Nachkontrollen notwendig
- Nachuntersuchungen gehen meistens mit einer Strahlen- und Kontrastmittelbelastung einher
- Häufiger Reparatureingriffe im Verlauf von Monaten und Jahren notwendig
- Verfahren sind nicht bei allen Gefäßerkrankungen anwendbar
FAQ zur Gefäßchirurgie & endovaskulären Chirurgie
Was gehört zum Leistungsspektrum der Gefäßchirurgie und endovaskulären Chirurgie?
Zum Leistungsspektrum zählen Eingriffe an arteriellen und venösen Blutgefäßen – darunter die Behandlung von Verengungen, Gefäßerweiterungen, Aneurysmen, Thrombosen sowie Erkrankungen der Halsschlagader oder der Aorta. In vielen Fällen können moderne minimalinvasive Verfahren eingesetzt werden, während bei komplexen Befunden weiterhin klassische Operationen notwendig sind. Auch die Shuntchirurgie, Rekonstruktionen und Kombinationseingriffe gehören häufig dazu.
Wie unterscheiden sich offene Gefäßchirurgie und endovaskuläre Verfahren?
Die offene Gefäßchirurgie erfolgt chirurgisch über Hautschnitte, etwa zum Entfernen von Ablagerungen, zur Bypass-Anlage oder zur operativen Versorgung eines Aneurysmas. Endovaskuläre Eingriffe hingegen nutzen Katheter, Drähte oder Stents, die über kleine Zugänge – meist in der Leiste – eingebracht werden. Dadurch können viele Erkrankungen der Arterien schonend von innen behandelt werden, oft ohne Vollnarkose.
Welche Vorteile haben minimalinvasive endovaskuläre Verfahren?
Endovaskuläre Verfahren sind häufig mit kürzeren Krankenhausaufenthalten, geringerer Belastung für den Patienten und einer schnelleren Erholung verbunden. Moderne diagnostische Verfahren wie CT, MRT oder interventionelle Radiologie ermöglichen präzise Planung und Durchführung. Zudem können Stentimplantationen oder Ballonverfahren auch bei akuten und chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Wann ist eine offene Operation weiterhin notwendig?
Eine operative Therapie ist erforderlich, wenn die Gefäßerkrankung zu ausgeprägt ist, wenn große Aneurysmen, komplexe Verengungen oder fortgeschrittene Verschlusskrankheiten vorliegen oder wenn minimalinvasive Methoden technisch nicht ausreichend sind. In solchen Fällen entscheiden Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie gemeinsam, welche Methode sicher und sinnvoll ist.
Welche Rolle spielt das Gefäßzentrum in der Behandlung?
In einem spezialisierten Gefäßzentrum arbeiten Fachärzte für Gefäßchirurgie, Angiologie, Neurologie, interventionelle Radiologie und Diabetologie interdisziplinär zusammen. Diese Zusammenarbeit erleichtert die Diagnostik und Therapie komplexer Gefäßerkrankungen und stellt sicher, dass auch Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus oder neurologische Probleme berücksichtigt werden.
Wie läuft die Diagnostik bei Erkrankungen der Arterien und Venen ab?
Die Diagnostik beginnt meist mit Ultraschalluntersuchungen. Ergänzend werden CT, MRT, Duplexsonografie oder angiografische Verfahren eingesetzt. Bei unklaren Befunden arbeiten Gefäßzentrum, Klinikum und interventionelle Radiologie eng zusammen. Dadurch lassen sich Erkrankungen wie Aortendissektion, Thrombose, Verschlusskrankheiten oder venöse Gefäßveränderungen zuverlässig erkennen.
Welche Gefäßerkrankungen werden besonders häufig behandelt?
Zu den häufigsten Erkrankungen gehören die Schaufensterkrankheit, Verengungen der Halsschlagader, Aneurysmen der Aorta, chronische Durchblutungsstörungen, venöse Erkrankungen wie Krampfadern sowie akute Gefäßverschlüsse. Auch diabetische Gefäßerkrankungen und Folgen einer Thrombose sind häufig Gründe für eine endovaskuläre oder operative Therapie.
Welche Qualifikation benötigen Fachärzte in der Gefäßchirurgie?
Fachärzte für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie absolvieren eine umfassende Weiterbildung, die operative, minimalinvasive und klinische Inhalte umfasst. Viele Kliniken orientieren sich an Standards der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG). Zusätzliche Qualifikationen in Gefäßmedizin, interventioneller Radiologie, Angiologie oder Transplantationschirurgie sind oft hilfreich, besonders bei komplexen Eingriffen.
Wer übernimmt die Behandlung bei komplexen Fällen?
Bei komplexen Gefäßerkrankungen erfolgt die Therapie durch ein interdisziplinäres Team aus Gefäßchirurgie, Radiologie, Angiologie, Neuroradiologie und weiteren Fachbereichen. Das Klinikum verfügt in solchen Fällen über spezialisierte Einheiten, in denen operative und endovaskuläre Verfahren gezielt kombiniert werden, um bestmögliche Behandlungsergebnisse zu erzielen.
Welche modernen Technologien werden eingesetzt?
Endovaskuläre Techniken nutzen Drähte, Katheter, Ballonsysteme, Stents und moderne Bildgebung. Minimalinvasive Methoden, interventionelle Radiologie, CT-gestützte Diagnostik, MRT-Angiografie und ultraschallgesteuerte Verfahren ermöglichen genaue Planung und Durchführung. Diese modernen diagnostischen Systeme tragen erheblich zur Verbesserung der Durchblutung und Versorgung von Erkrankungen der Arterien und Venen bei.
Quellen
Operative und interventionelle Gefäßmedizin, Eike Sebastian Debus & Walter Gross-Fengels (Hrsg.), Springer, 2012.









