Schmerzen beim Sitzen, ein unangenehmes Ziehen beim Aufstehen oder ein stechender Schmerz am unteren Ende der Wirbelsäule: Hinter solchen Beschwerden kann eine Coccygodynie stecken. Dabei handelt es sich um Schmerzen im Bereich des Steißbeins, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können. Häufig sind längeres Sitzen oder der Wechsel vom Sitzen zum Stehen besonders unangenehm.
Die Schreibweisen Coccygodynie und Kokzygodynie werden synonym verwendet. Ebenso ist häufig von Steißbeinschmerzen die Rede. Die Beschwerden können nach einem Sturz oder einer anderen Verletzung auftreten. Nicht immer lässt sich jedoch ein eindeutiger Auslöser feststellen.
Welche Ursachen kommen infrage? Wie wird eine Coccygodynie diagnostiziert und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen im Überblick.
Was ist eine Coccygodynie?
Das Steißbein – medizinisch Os coccygis – bildet den untersten Abschnitt der Wirbelsäule. Es besteht aus mehreren kleinen, miteinander verbundenen Wirbelsegmenten und liegt unmittelbar oberhalb der Gesäßfalte.
Obwohl das Steißbein vergleichsweise klein ist, erfüllt es wichtige biomechanische Aufgaben. Verschiedene Bänder und Muskeln setzen hier an, darunter Strukturen des Beckenbodens. Beim Sitzen ist die Region zudem mechanischen Kräften ausgesetzt.
Unter einer Coccygodynie verstehen Mediziner Schmerzen, die am Steißbein selbst oder unmittelbar darum herum auftreten. Typisch ist eine deutliche Druck- und Belastungsabhängigkeit. Besonders das längere Sitzen kann für Betroffene unangenehm werden.
Die Beschwerden können akut beginnen und wieder verschwinden. Bei manchen Patienten entwickeln sich jedoch hartnäckige oder chronische Steißbeinschmerzen, die über Monate bestehen und die Lebensqualität deutlich einschränken.
Welche Symptome treten bei einer Coccygodynie auf?
Das charakteristische Symptom der Coccygodynie ist ein lokalisierter Schmerz im Bereich des Steißbeins. Viele Betroffene können die schmerzhafte Stelle relativ genau am unteren Ende der Wirbelsäule zeigen.
Die Schmerzen werden unterschiedlich beschrieben. Sie können stechend, ziehend, brennend oder dumpf sein. Häufig verstärken sie sich, sobald Druck auf das Steißbein ausgeübt wird.
Typische Beschwerden sind:
- Schmerzen beim längeren Sitzen
- Schmerzen beim Hinsetzen
- verstärkte Beschwerden beim Aufstehen aus dem Sitzen
- Druckempfindlichkeit über dem Steißbein
- Schmerzen bei bestimmten Sitzpositionen
- Beschwerden beim Stuhlgang
- teilweise Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Ausstrahlung der Schmerzen in angrenzende Bereiche
Besonders unangenehm sind häufig harte Sitzflächen. Manche Patienten verlagern deshalb beim Sitzen automatisch ihr Gewicht auf eine Gesäßhälfte oder lehnen sich nach vorne, um das Steißbein zu entlasten.
Je länger die Beschwerden bestehen, desto stärker können sie den Alltag beeinflussen. Autofahrten, Büroarbeit, Restaurantbesuche oder längere Reisen werden dann mitunter zu einer erheblichen Belastung.
Ursachen und Risikofaktoren: Wie entsteht eine Coccygodynie?
Steißbeinschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Grundsätzlich unterscheiden Mediziner häufig zwischen einer traumatisch bedingten Coccygodynie und Beschwerden, bei denen kein eindeutiger Auslöser gefunden wird.
Verletzungen des Steißbeins
Ein typischer Auslöser ist ein Sturz auf das Gesäß, beispielsweise auf einer Treppe, beim Sport oder bei Glatteis. Dabei wirken erhebliche Kräfte direkt auf das Steißbein.
Die Verletzung muss nicht zwangsläufig zu einem Knochenbruch führen. Auch eine Prellung sowie Verletzungen des Bandapparates oder Veränderungen der Stellung und Beweglichkeit einzelner Steißbeinsegmente können Beschwerden verursachen.
Möglich sind unter anderem:
- Prellungen
- Überdehnungen oder Verletzungen von Bändern
- Frakturen
- Subluxationen
- Luxationen
Interessanterweise müssen die Schmerzen nicht unmittelbar nach dem Unfall auftreten. Bei manchen Patienten liegen zwischen dem ursprünglichen Trauma und den charakteristischen Beschwerden längere Zeiträume.
Veränderte Beweglichkeit des Steißbeins
Das Steißbein ist nicht bei jedem Menschen gleich beweglich. Bei einigen Patienten lässt sich eine übermäßige Beweglichkeit feststellen, während es bei anderen ungewöhnlich starr sein kann.
Insbesondere eine Instabilität beziehungsweise eine auffällige Beweglichkeit einzelner Segmente kann beim Sitzen Schmerzen verursachen. Genau aus diesem Grund können Funktionsaufnahmen im Sitzen und Stehen für die Diagnostik hilfreich sein.
Langes Sitzen und wiederholte Belastung
Auch ohne konkreten Unfall kann eine dauerhafte mechanische Belastung Beschwerden begünstigen. Langes Sitzen auf harten oder ungünstigen Unterlagen erhöht den Druck auf die Steißbeinregion.
Probleme können beispielsweise bei Menschen auftreten, die beruflich viele Stunden sitzen. Auch bestimmte sportliche Aktivitäten können die Region wiederholt belasten.
Schwangerschaft und Geburt
Frauen sind deutlich häufiger von einer Coccygodynie betroffen als Männer. Eine mögliche Ursache sind die besonderen Belastungen während Schwangerschaft und Geburt.
Bei einer vaginalen Entbindung wird das Steißbein nach hinten bewegt, um den Geburtskanal zu erweitern. Dabei können die Gelenk- und Bandstrukturen erheblichen Kräften ausgesetzt sein. In einzelnen Fällen entwickeln sich anschließend anhaltende Steißbeinschmerzen.
Coccygodynie ohne erkennbare Ursache
Nicht bei allen Betroffenen lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen. Ärzte sprechen dann häufig von einer idiopathischen Coccygodynie.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Schmerzen nicht vorhanden oder lediglich eingebildet sind. Vielmehr lässt sich mit den verfügbaren Untersuchungsmethoden kein eindeutiger struktureller Auslöser nachweisen.
Untersuchung und Diagnose: Wie wird eine Coccygodynie festgestellt?
Steißbeinschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Deshalb besteht ein wichtiger Teil der Diagnostik darin, die Beschwerden möglichst genau einzugrenzen und andere Erkrankungen auszuschließen.
Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese. Der Arzt erkundigt sich unter anderem danach, wann die Schmerzen begonnen haben, in welchen Situationen sie auftreten und ob es zuvor einen Unfall oder eine Geburt gab.
Wichtige Fragen sind beispielsweise:
- Seit wann bestehen die Beschwerden?
- Wo befindet sich der Schmerz genau?
- Verstärkt sich der Schmerz beim Sitzen?
- Tut der Wechsel vom Sitzen zum Stehen weh?
- Gab es einen Sturz oder Unfall?
- Bestehen Beschwerden beim Stuhlgang?
- Strahlen die Schmerzen in andere Körperregionen aus?
- Welche Behandlungen wurden bereits durchgeführt?
Anschließend folgt die körperliche Untersuchung. Dabei kann der Arzt die Steißbeinregion vorsichtig abtasten und prüfen, ob sich der typische Schmerz durch Druck auslösen lässt.
Je nach Befund kann auch eine rektale Untersuchung sinnvoll sein. Dadurch lassen sich unter anderem die Lage und Beweglichkeit des Steißbeins beurteilen.
Bildgebung bei Coccygodynie
Bei länger bestehenden oder ausgeprägten Beschwerden können bildgebende Untersuchungen erforderlich sein.
Eine Besonderheit der Coccygodynie sind dynamische seitliche Röntgenaufnahmen. Dabei wird das Steißbein sowohl im Stehen als auch im Sitzen aufgenommen. Der Vergleich kann zeigen, ob sich das Steißbein unter Belastung ungewöhnlich stark bewegt oder seine Position auffällig verändert.
Abhängig von der individuellen Situation können außerdem weitere Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden. Sie kommen insbesondere infrage, wenn andere Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen oder Weichteile und umliegende Strukturen genauer beurteilt werden sollen.
Welche Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden?
Nicht jeder Schmerz in der Steißbeinregion entsteht tatsächlich am Steißbein. Beschwerden aus benachbarten Organen oder Gewebestrukturen können in diese Region ausstrahlen.
Je nach Symptomen müssen deshalb beispielsweise Erkrankungen aus dem orthopädischen, proktologischen, gynäkologischen, urologischen oder neurologischen Bereich berücksichtigt werden.
Auch entzündliche Veränderungen, Zysten und – sehr selten – Tumorerkrankungen können Beschwerden in der Steißbeinregion verursachen.
Eine ärztliche Abklärung ist deshalb insbesondere dann wichtig, wenn die Schmerzen ohne erkennbaren Auslöser auftreten, zunehmend stärker werden oder über längere Zeit bestehen.
Welcher Arzt behandelt eine Coccygodynie?
Die erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden erfolgt häufig eine Überweisung an einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Je nach Ursache und Beschwerdebild können außerdem Spezialisten aus der Schmerzmedizin, Neurochirurgie, Proktologie oder anderen Fachrichtungen in die Behandlung einbezogen werden.
Bei chronischen Steißbeinschmerzen ist Erfahrung mit der Coccygodynie besonders hilfreich, da die Erkrankung vergleichsweise selten ist und ihre Diagnose mitunter schwierig sein kann.
Behandlung: Was hilft bei einer Coccygodynie?
Die Therapie richtet sich nach der Ursache, der Dauer und der Intensität der Beschwerden. In den meisten Fällen beginnt die Behandlung konservativ, also ohne Operation.
Ziel ist es, das Steißbein zu entlasten, Schmerzen zu reduzieren und mögliche muskuläre oder funktionelle Probleme zu behandeln.
Entlastung beim Sitzen
Eine der einfachsten Maßnahmen besteht darin, den direkten Druck auf das Steißbein zu reduzieren. Hierfür können spezielle Steißbeinkissen mit Aussparung verwendet werden.
Auch regelmäßige Positionswechsel und das Vermeiden langer Sitzphasen können hilfreich sein. Entscheidend ist, die Sitzposition so anzupassen, dass möglichst wenig Druck auf der schmerzhaften Region lastet.
Medikamente gegen Steißbeinschmerzen
Zur vorübergehenden Schmerzlinderung können entzündungshemmende Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) eingesetzt werden.
Welche Medikamente geeignet sind, hängt von der individuellen gesundheitlichen Situation ab und sollte insbesondere bei längerfristiger Anwendung ärztlich abgeklärt werden.
Physiotherapie und Beckenbodenbehandlung
Physiotherapeutische Maßnahmen können insbesondere dann sinnvoll sein, wenn muskuläre Verspannungen oder Funktionsstörungen des Beckenbodens an den Beschwerden beteiligt sind.
Abhängig vom Befund kommen mobilisierende Techniken, Übungen zur Verbesserung der Beckenbodenfunktion und weitere physiotherapeutische Verfahren infrage.
Die Behandlung sollte individuell an die Ursache der Beschwerden angepasst werden. Ein allgemeines Trainingsprogramm ist daher nicht für jeden Patienten gleichermaßen geeignet.
Infiltrationen und interventionelle Schmerztherapie
Bleiben die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen, können gezielte Injektionen infrage kommen. Dabei werden beispielsweise ein Lokalanästhetikum und gegebenenfalls ein Kortikosteroid in die schmerzhafte Region eingebracht.
Eine weitere Möglichkeit bei ausgewählten Patienten ist die Behandlung des Ganglion impar. Dieses Nervengeflecht befindet sich vor dem Steißbein und ist an der Weiterleitung von Schmerzsignalen aus der Becken- und Steißbeinregion beteiligt.
Neben Blockaden des Ganglion impar stehen in spezialisierten Zentren weitere interventionelle Verfahren der Schmerztherapie zur Verfügung. Ob sie sinnvoll sind, muss anhand des individuellen Befundes entschieden werden.
Wann ist eine Operation notwendig?
Eine Operation ist bei Coccygodynie nur selten erforderlich. Sie wird in der Regel erst erwogen, wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, konservative und interventionelle Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigen und sich der Schmerz eindeutig dem Steißbein zuordnen lässt.
Bei der sogenannten Coccygektomie wird das Steißbein teilweise oder vollständig entfernt. Der Eingriff fällt in das Fachgebiet der Wirbelsäulenchirurgie.
Die Operation kann bei sorgfältig ausgewählten Patienten zu einer deutlichen Verbesserung führen. Sie ist jedoch kein Routineeingriff und sollte erst nach Ausschöpfung weniger invasiver Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden.
Da sich das Operationsgebiet in unmittelbarer Nähe zur Gesäßfalte und zum Analbereich befindet, spielt unter anderem das Risiko von Wundheilungsstörungen und Infektionen bei der Entscheidung für den Eingriff eine wichtige Rolle.
Verlauf und Prognose: Wie lange dauert eine Coccygodynie?
Der Verlauf von Steißbeinschmerzen ist sehr unterschiedlich. Akute Beschwerden nach einer Prellung oder Überlastung können sich innerhalb einiger Wochen wieder bessern.
Bei anderen Patienten hält der Schmerz über Monate an und entwickelt sich zu einer chronischen Coccygodynie. Insbesondere dann ist eine genaue Diagnostik wichtig, um mögliche mechanische oder andere behandelbare Ursachen zu erkennen.
Grundsätzlich stehen mehrere konservative und interventionelle Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Operation bleibt ausgewählten Fällen vorbehalten.
Wie schnell eine Besserung eintritt, hängt unter anderem von der Ursache, der Dauer der Beschwerden und möglichen Veränderungen der Steißbeinbeweglichkeit ab.
Wann sollte man mit Steißbeinschmerzen zum Arzt?
Leichte Beschwerden nach einer vorübergehenden Belastung verschwinden häufig wieder. Halten die Schmerzen jedoch an oder beeinträchtigen sie den Alltag deutlich, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.
Zeitnah abgeklärt werden sollten insbesondere starke oder zunehmende Schmerzen, Beschwerden nach einem schweren Sturz sowie Steißbeinschmerzen in Verbindung mit weiteren auffälligen Symptomen.
Dazu gehören beispielsweise Fieber, ausgeprägte Schwellungen, neurologische Beschwerden, unerklärlicher Gewichtsverlust oder Probleme mit der Kontrolle von Blase und Darm.
Kann man einer Coccygodynie vorbeugen?
Nicht jede Coccygodynie lässt sich verhindern. Das Risiko einer dauerhaften Überlastung der Steißbeinregion kann jedoch reduziert werden.
Wer beruflich lange sitzt, sollte regelmäßig seine Position verändern und Bewegungspausen einlegen. Eine ergonomische Sitzposition kann ebenfalls dazu beitragen, den Druck auf das Steißbein zu reduzieren.
Nach einem Sturz auf das Gesäß sollte die Region ausreichend Zeit zur Erholung bekommen. Bleiben die Schmerzen bestehen oder verstärken sie sich, empfiehlt sich eine medizinische Untersuchung.
Fazit
Die Coccygodynie ist ein Schmerzsyndrom im Bereich des Steißbeins, das besonders beim Sitzen sowie beim Hinsetzen und Aufstehen Beschwerden verursacht. Ein Sturz auf das Gesäß gehört zu den möglichen Auslösern, doch nicht bei jedem Patienten lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen.
Für die Diagnose sind eine genaue Anamnese und körperliche Untersuchung entscheidend. Bei anhaltenden Beschwerden können dynamische Röntgenaufnahmen im Sitzen und Stehen wichtige Hinweise auf Veränderungen der Steißbeinbeweglichkeit liefern.
Die Behandlung erfolgt zunächst überwiegend konservativ. Entlastung, Schmerztherapie und individuell abgestimmte physiotherapeutische Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. Bei hartnäckigen Beschwerden kommen Infiltrationen und andere interventionelle Verfahren infrage. Eine operative Entfernung des Steißbeins bleibt Patienten vorbehalten, bei denen andere Behandlungen keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.
Häufige Fragen zur Coccygodynie
Was ist eine Coccygodynie?
Eine Coccygodynie bezeichnet Schmerzen am Steißbein beziehungsweise in dessen unmittelbarer Umgebung. Typischerweise verstärken sich die Beschwerden durch Druck auf die Region, insbesondere beim Sitzen.
Ist Coccygodynie dasselbe wie Kokzygodynie?
Ja. Coccygodynie und Kokzygodynie sind unterschiedliche Schreibweisen für dasselbe Beschwerdebild. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird meist von Steißbeinschmerzen gesprochen.
Wo hat man bei einer Coccygodynie Schmerzen?
Der Schmerz befindet sich typischerweise mittig am untersten Ende der Wirbelsäule unmittelbar oberhalb der Gesäßfalte. Er kann in angrenzende Bereiche ausstrahlen.
Warum tut das Steißbein beim Sitzen weh?
Beim Sitzen wirken mechanische Kräfte auf das Steißbein und die umliegenden Strukturen. Bei einer Coccygodynie kann dieser Druck den Schmerz deutlich verstärken. Besonders problematisch sind häufig harte Sitzflächen und längere Sitzzeiten.
Welche Ursachen haben Steißbeinschmerzen?
Mögliche Ursachen sind Stürze und andere Verletzungen, eine auffällige Beweglichkeit des Steißbeins, wiederholte mechanische Belastungen sowie Veränderungen nach Schwangerschaft und Geburt. Bei einem Teil der Betroffenen bleibt die genaue Ursache unklar.
Wie wird eine Coccygodynie diagnostiziert?
Neben dem Arztgespräch und der körperlichen Untersuchung können bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Besonders aufschlussreich können seitliche Röntgenaufnahmen im Stehen und Sitzen sein, da sie die Beweglichkeit des Steißbeins unter Belastung sichtbar machen.
Was hilft gegen Coccygodynie?
Die Behandlung beginnt meist mit konservativen Maßnahmen. Dazu gehören eine Entlastung beim Sitzen, geeignete Schmerzmedikamente und Physiotherapie. Bei anhaltenden Beschwerden können Infiltrationen oder andere schmerztherapeutische Verfahren infrage kommen.
Kann eine Coccygodynie chronisch werden?
Ja. Bei manchen Patienten bestehen die Beschwerden über mehrere Monate oder länger. Bei chronischen Steißbeinschmerzen ist eine gezielte Diagnostik besonders wichtig.
Wann wird das Steißbein operiert?
Eine operative Entfernung des Steißbeins kommt nur bei ausgewählten Patienten infrage. Voraussetzung sind in der Regel länger bestehende, erhebliche Beschwerden, die sich durch konservative und interventionelle Verfahren nicht ausreichend behandeln lassen.
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