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Erkrankung · Allgemeine Orthopädie

Arthrose: Wie Gelenkschmerz und Arthrose entstehen kann und welche Behandlungen helfen

Hier finden Sie ausgesuchte medizinische Experten und Spezialisten in Kliniken und Praxen für die Diagnose, Behandlung, Operation und Rehabilitation im Bereich Arthrose. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.

Kurzübersicht — das Wichtigste zuerst

Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung mit fortschreitendem Verschleiß des Gelenkknorpels. Häufig betroffen sind das Kniegelenk, das Hüftgelenk und die Fingergelenke. Typische Symptom sind Gelenkschmerz, Steifigkeit und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen, Therapie, Schmerzmittel und bei Bedarf operative Verfahren.

Arthrose ist eine häufige Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Knorpelabbau im Gelenk kommt. Die Erkrankung kann verschiedene Gelenke betreffen und verursacht oftmals Gelenkschmerz sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit. Zu den typischen Symptom zählen Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen und fortgeschritten auftretende Beschwerden im Alltag.

Arthrose entwickelt sich meist über viele Jahre und wird durch Faktoren wie Übergewicht, Fehlstellungen oder andere Risikofaktor begünstigt. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung und Therapie. Ziel der Arthrose Behandlung ist es, Beschwerden zu lindern, die Muskulatur zu stärken und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. In fortgeschrittenen Stadien können auch operative Verfahren notwendig werden.

Arthrose oder Arthritis?

Neben dem Begriff Arthrose taucht häufig auch der Begriff Arthritis auf. Beide sind Gelenkerkrankungen mit ähnliche Beschwerden (Schmerzen im Gelenk).

Bei Arthrose handelt es sich um einen Gelenkverschleiß durch abgenutzte Knorpel und andere Gelenkstrukturen. Arthritis ist dagegen eine Entzündung des Gelenks.

Diese Entzündung kann durch unterschiedliche Ursachen entstehen, wie z.B.:

  • Eine Infektion, ausgelöst beispielsweise durch Bakterien oder Pilze
  • Eine autoimmune Ursache, wie beispielsweise bei Rheuma

Gelenke des Körpers
© freshidea / Fotolia

Grundsätzlich können sich alle Gelenke abnutzen. 

Ursachen und Entstehung einer Arthrose

Jahrelange Über- oder Fehlbelastung der Gelenkstrukturen kann Arthrose verursachen.

So kommen folgende Ursachen infrage:

  • Jahrelanges Übergewicht
  • Alte Verletzungen
  • Fehlstellungen, wie beispielsweise X- und O-Beine oder eine Hüftdysplasie
  • Medikamente, die die Knorpelsubstanz abbauen
  • Lang andauernde starke körperliche Belastung oder
  • Genetische Veranlagung

Deshalb tritt die Arthrose in den meisten Fällen bei älteren Personen auf. Jüngere sind selten betroffen.

Das Video zeigt die Entstehung einer Arthrose des Hüftgelenks:

Grundsätzlich können sich alle Gelenke abnutzen. 

Besonders häufig betroffen sind:

Arthrose im Hüftgelenk und Kniegelenk

Arthrose kann sich an allen Gelenken entwickeln. Häufig sind aber die Hüfte und das Knie betroffen © Henrie | AdobeStock

Symptome einer Arthrose

Zu Beginn der Erkrankung hat der Patient häufig keine Beschwerden. Erst im Laufe der Zeit entwickeln sich die für Arthrose typischen Schmerzen in den Gelenken. Sie treten zunächst nur unter Belastung auf, dann auch bei Bewegung und schließlich auch in Ruhe (Ruheschmerz).

Zu Beginn einer Bewegung können Schmerzen auftreten. Sie verschwinden dann nach wenigen Momenten (Metern) wieder (Anlaufschmerz). Auch können die Schmerzen mit zunehmendem Alter an Intensität zunehmen.

Bei manchen Patienten ist die Beweglichkeit der Gelenke eingeschränkt. Oft kommt es zu Morgensteifigkeit, die Gelenke schmerzen dann besonders morgens nach dem Aufstehen. Der Schmerz dauert aber meist nicht länger als 30 Minuten an. Durch den Knorpelabrieb kommt es zur Reizung des Gelenks. Flüssigkeit lagert sich ein und die betroffenen Gelenke schwellen an. Bei kaltem oder nassem Wetter können sich die Beschwerden verschlechtern.

Bei Gonarthrose (Kniegelenksarthrose) kommt neben den Schmerzen eine eingeschränkte Beweglichkeit hinzu. Sie trägt wiederum zum Abbau der Muskulatur bei. 

Patienten mit Hüftgelenksarthrose zeigen typischerweise das sogenannte Entlastungshinken. Dabei belasten sie das betroffene Gelenk kürzer als das gesunde. Es kommt auch zu einem Nach-Außen-Drehen des geschädigten Hüftgelenks.

Häufige Probleme mit dem Gelenk lindern und Arthrose behandeln - Sind Schmerzmittel die Lösung?

Diagnostik einer Arthrose

Anhand der Krankheitssymptome und der Anamnese (Krankengeschichte) zieht der Arzt relativ schnell eine Arthrose in Erwägung. Auf einer Röntgenaufnahme lassen sich die typischen arthrotischen Veränderungen meist sicher erkennen. 

Dazu gehören:

  • Die Gelenkspalt Verkleinerung
  • Veränderte Gelenkflächen und Knochenstruktur
  • Osteophyten und
  • Eine Deformierung des Gelenks

Unter Umständen schließen sich weitere bildgebende Verfahren (Sonographie, Szintigraphie, MRT) an. Dadurch lassen sich Komplikationen und das Ausmaß der Schädigungen besser beurteilen.

Therapie einer Arthrose

Arthrose ist derzeit nicht heilbar. Daher hat die Behandlung zum Ziel, die Beweglichkeit des Gelenks wiederherzustellen und die Schmerzen zu lindern. Hierfür stehen neben den konservativen und medikamentösen auch operative Verfahren zur Verfügung.

Die medikamentöse Arthrose-Therapie besteht aus der Gabe von schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkstoffen. Darüber hinaus können Ärzte Substanzen direkt in das Gelenk spritzen, um das Gelenk beweglicher zu machen. Um die schmerzenden Gelenke zu entlasten, sollten übergewichtige Personen zunächst ihr Gewicht reduzieren.

Im Rahmen der konservativen Arthrose-Therapie hilft Bewegung ohne Belastung dabei, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. 

Weitere Bestandteile der konservativen Arthrose-Behandlung sind:

  • Krankengymnastik
  • entlastende Hilfsmittel
  • Bewegungsschulung
  • physikalische Therapie (z.B. Elektrotherapie, Massagen, Wärme- oder Kältebehandlungen) und
  • Ergotherapie

Bei weit fortgeschrittenem Gelenkverschleiß reichen konservative und medikamentöse Arthrose-Therapien häufig nicht mehr aus. Dann kann eine operative Arthrose-Behandlung erforderlich sein.

Mithilfe von arthroskopischen Eingriffen können Ärzte störende Knorpel- und Gewebereste entfernen und Knorpel glätten. Seit einiger Zeit versuchen Mediziner über Knorpeltransplantationen, den Knorpel wieder aufzubauen. Wenn sich das Gelenk nicht retten lässt, ist ein künstlicher Gelenkersatz (Endoprothese) erforderlich. Er führt insbesondere bei älteren Patienten zu Schmerzfreiheit und zur Wiederherstellung der Beweglichkeit.

FAQ

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel im Gelenk zunehmend geschädigt wird. Durch den Knorpelabbau verliert das Gelenk seine Schutzfunktion, wodurch Gelenkschmerz und weitere Beschwerden entstehen können. Arthrose zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Welche Symptome treten bei Arthrose auf?

Typische Arthrose – Symptome sind Schmerzen in den Gelenken, eingeschränkte Beweglichkeit und Belastungsschmerzen. Weitere Symptome können Schwellungen, eine aktivierte Arthrose mit Entzündung oder Gelenksteifigkeit sein. Je nach Ausprägung der Arthrose können die Beschwerden unterschiedlich stark ausfallen.

Wie wird die Diagnose einer Arthrose gestellt?

Die Diagnose einer Arthrose erfolgt durch eine ärztlich durchgeführte Untersuchung beim Orthopäde. Ergänzend kommen Röntgenaufnahmen zum Einsatz, um Gelenkspalt, Knorpelschicht und mögliche Fehlstellungen zu beurteilen. Die Diagnose hilft dabei, das Stadium der Arthrose und die geeignete Therapie der Arthrose festzulegen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Arthrose?

Die Behandlung einer Arthrose umfasst Bewegung, Physiotherapie, gezieltes Muskeltraining und Schmerzmittel zur Schmerzlinderung. In manchen Fällen werden Injektion oder Medikamente eingesetzt, um Beschwerden lindern zu können. Wenn eine weit fortgeschrittenen Arthrose vorliegt, kann ein Gelenkersatz oder eine Endoprothese notwendig werden.

Kann man Arthrose vorbeugen oder behandeln?

Arthrose vorbeugen lässt sich durch regelmäßige Bewegung, Normalgewicht und eine kräftige Muskulatur. Übergewicht gilt als wichtiger Risikofaktor, insbesondere für Arthrose im Knie und Hüfte. Wer frühzeitig mit einer Arthrose Behandlung beginnt, kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Hilft bei Arthrose vor allem eine Kombination aus Bewegung, Therapie und individueller Behandlung, lassen sich Beschwerden häufig langfristig reduzieren.

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Über den Fachautor

Dr. Claus Puhlmann

Medizinjournalist

Dr. Claus Puhlmann – medizinischer Fachautor: fundierte Fachbeiträge, Expertenwissen und medizinische Einblicke im Leading Medicine Guide.

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