Narbenbruch – Hernien erkennen und ärztlich sicher behandeln

Eine Narbenhernie (Narbenbruch) tritt häufig nach offenen Bauchoperationen im Bereich der Operationsnarbe auf. In schweren Fällen können Teile des Darms eingeklemmt werden und so zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen. Ein Narbenbruch wird immer operativ behandelt. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Narbenbruch-Ärzte und Zentren.

Bei einer Narbenhernie, auch Narbenbruch genannt, handelt es sich um einen Eingeweide- bzw. Weichteilbruch der Bauchdecke. Er tritt nach einer vorangegangenen offenen Bauchoperation (Laparotomie) im Bereich der Operationsnarbe auf.

Die Narbe stellt an dieser Stelle eine Schwachstelle in der Bauchwand dar. Hält sie dem Druck im Bauchraum nicht stand, kann sich hier eine Lücke in der Bauchwand (Bruchpforte) bilden. Durch diese Bruchpforte können Organe der Bauchhöhle (Bruchinhalt) nach außen rutschen. Dadurch wölbt sich eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells (Bruchsack) nach außen vor.

Eine Narbenhernie kann wenige Millimeter bis 30 Zentimeter groß sein.

Empfohlene Spezialisten für eine Narbenbruch-OP

Kurzübersicht:

Ein Narbenbruch entsteht an einer früheren OP-Stelle und kann je nach Größe unterschiedliche Beschwerden verursachen. Zu den Risiken gehören Einklemmung, Schmerzen und weitere Komplikationen, besonders bei Übergewicht oder erneutem Druck auf die Bauchwand. Viele Patient*innen bemerken zunächst nur eine Vorwölbung, doch jede Hernie kann sich vergrößern und zum Bruch führen. Eine Narbenbruch-Operation ist die einzige sichere Behandlung, um Folgeprobleme dauerhaft zu verhindern.

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Narbenbruch-OP - Weitere Informationen

Ursachen für einen Narbenbruch

Ein Narbenbruch (Narbenhernie) entsteht meist entlang der Operationsnarbe nach einer früheren Bauchoperation. An dieser Stelle ist die Bauchdecke geschwächt, sodass sich eine Bruchlücke entwickeln kann. Durch diese Schwachstelle können Teile von Darm oder Bauchraumgewebe nach außen treten.

Zu den häufigsten Risikofaktoren für einen Narbenbruch gehören:

  • starkes Übergewicht
  • Rauchen
  • Stoffwechselstörungen des Bindegewebes
  • mehrere frühere Bauchoperationen
  • Probleme beim Verschluss der Bauchdecke während des Eingriffs
  • Blutungen oder Infektionen im Operationsbereich

Auch Erkrankungen wie Diabetes oder Blutarmut beeinträchtigen die Wundheilung und erhöhen das Risiko, dass ein Narbenbruch entsteht. 

Ob ein Narbenbruch entsteht, hängt von verschiedenen Faktoren ab – darunter auch die Anzahl der früheren Operationen im Bauchbereich und die individuelle Beschaffenheit des Bindegewebes.

Hernie mit Darmanteilen im Bruchsack

Bei einer Bauchwandhernie gelangen Inhalte aus der Bauchhöhle durch eine Schwachstelle nach außen. Bei Narbenhernien ist die Schwachstelle eine frühere OP-Narbe © blueringmedia | AdobeStock

Symptome einer Narbenhernie

Eine Narbenhernie kann ganz unterschiedlich verlaufen: Manche Patienten haben zunächst gar keine Beschwerden, andere bemerken früh typische Anzeichen.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • ziehende Schmerzen im Bereich der Narbe
  • eine tast- oder sichtbare Schwellung bzw. Vorwölbung im Bauchbereich, die sich oft in die Bauchhöhle zurückdrücken lässt
  • eine Zunahme der Vorwölbung beim Aufstehen, Husten oder bei körperlicher Belastung
  • Schmerzen beim Husten, beim Stuhlgang oder bei sportlicher Aktivität

Auch im Liegen kann die Vorwölbung sichtbar bleiben.

Gefährlich wird es, wenn der Darm in der Bruchpforte eingeklemmt ist. Dann treten plötzlich starke Schmerzen auf, die Vorwölbung lässt sich nicht mehr zurückdrücken. Es besteht das Risiko eines lebensbedrohlichen Darmverschlusses. In diesem Fall wird der betroffene Darmanteil nicht mehr ausreichend durchblutet und kann absterben. Typische Begleitsymptome sind Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Kolik artige Bauchschmerzen.

Bei Verdacht auf eine Einklemmung handelt es sich um einen Notfall. Betroffene sollten sofort ein Krankenhaus aufsuchen, da in der Regel eine sofortige Operation notwendig ist. Auch ohne akute Beschwerden ist es sinnvoll, eine geplante Narbenbruch-OP nicht unnötig hinauszuzögern, da das Risiko für Komplikationen mit der Zeit steigt. Typisch sind auch ein zunehmender Druck im Bauchraum und Beschwerden, die mit der Zeit immer schwieriger zu kontrollieren sind. Eingeklemmte Darmanteile können starke Schmerzen verursachen und müssen sofort behandelt werden.

Bleiben die Beschwerden bestehen oder nehmen sie zu, ist meist eine ärztliche Behandlung und häufig eine Operation am Bauch notwendig.

Diagnose einer Narbenhernie

Die Diagnose einer Narbenhernie erfolgt in erster Linie durch eine ärztliche Untersuchung. Der Arzt tastet die Narbe ab und prüft, ob eine Vorwölbung im Bereich der Operationsnarbe vorliegt. Dabei wird kontrolliert, ob sich der Bruchsack zurück in den Bauchraum drücken lässt. Ist dies nicht möglich, besteht die Gefahr einer Einklemmung, die eine sofortige Narbenhernie-OP erforderlich macht.

Je nach Größe und Lage der Hernie sowie dem Gewicht des Patienten können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein, um die Stabilität der Bauchwand genauer zu beurteilen. Dazu gehören unter anderem:

Mit diesen Methoden lassen sich die Schichten der Bauchdecke und mögliche Bruchlücken zuverlässig darstellen. Weitergehende bildgebende Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich.

Eine Operation wird auch empfohlen, wenn:

  • Beschwerden dauerhaft bestehen
  • die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist
  • eine Arbeitsunfähigkeit droht oder bereits vorliegt
  • es zu sozialem Rückzug kommt

Zwischen einer vorherigen Bauchoperation und einer geplanten Narbenbruch-OP sollte ein Mindestabstand von drei, besser sechs Monaten eingehalten werden. Nach Abschluss der Untersuchung bespricht der Arzt gemeinsam mit dem Patienten die möglichen Operationsverfahren und das weitere Vorgehen.

Operative Behandlung einer Narbenhernie

Die wirksamste Therapie einer Narbenhernie ist die Operation. Dabei unterscheiden Ärzte je nach Größe des Narbenbruchs und Gesundheitszustand des Patienten:

  • Kleine Narbenbrüche können manchmal in Lokalanästhesie operiert werden.
  • Größere Narbenbrüche, bei denen die Bauchhöhle eröffnet werden muss, erfolgen in der Regel unter Vollnarkose.

Vor jeder Narbenbruch-OP informiert ein Narkosearzt über den Ablauf der Narkose und mögliche Risiken.

Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert nach einer Operation in Vollnarkose meist zwischen fünf und zehn Tagen. Kleinere Eingriffe können – abhängig vom Befund – teilweise auch ambulant durchgeführt werden. Bei größeren Narbenbrüchen erfolgt die Versorgung in der Regel stationär als OP im Krankenhaus, während eine ambulante OP nur bei kleineren Eingriffen infrage kommt.

Zur Vorbereitung auf die Operation erhalten Patienten häufig am Vortag ein leichtes Abführmittel sowie eine Thromboseprophylaxe. Am Operationstag selbst verabreicht der Arzt ein Beruhigungsmittel, um den Eingriff so angenehm wie möglich zu gestalten.

Operationsverfahren bei einer Narbenbruch-OP

Welche Operationsmethode bei einer Narbenbruch-OP angewendet wird, hängt von der Größe des Bruchs und von der vorherigen Bauchoperation ab. Grundsätzlich stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

  • Offene Operation
  • Minimal-invasive Operation (Schlüssellochchirurgie, Laparoskopie)

Das Standardverfahren ist in vielen Fällen der offene Verschluss des Narbenbruchs mit einer Verstärkung durch ein Kunststoffnetz.

Offene Narbenbruch-OP

Bei der offenen Operation wird der Bruchsack über einen Hautschnitt freigelegt. Der Chirurg schiebt den Inhalt – meist Teile des Darms – vorsichtig zurück in die Bauchhöhle.

Die Bruchpforte kann auf verschiedene Arten verschlossen werden:

  • direktes Vernähen der Faszien (tragende Faserschicht der Bauchdecke)
  • Fasziendopplung (Narbenbruch-Operation nach Mayo)
  • Stabilisierung durch künstliche Materialien

Bei größeren Narbenhernien verstärken Ärzte die Naht in der Regel mit einem nicht auflösbaren Kunststoffnetz oder durch eine Kombination aus Netz und körpereigenem Gewebe.

Diese OP-Methoden dienen der Verstärkung der Bauchwand und sorgen dafür, dass die Naht verschlossen bleibt.

Geschlossene Narbenbruch-OP (laparoskopisch)

Die geschlossene Operation erfolgt minimal-invasiv über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie). Dafür setzt der Arzt mehrere kleine Schnitte in die Bauchdecke und führt eine Kamera sowie spezielle Instrumente ein. Auf einem Monitor kann der Chirurg die Operation im Bauchraum in Echtzeit verfolgen.

Die Bruchpforte wird verschlossen und zusätzlich ein Kunststoffnetz in die Bauchwand eingebracht.

Vorteile der laparoskopischen Narbenbruch-OP:

  • geringere Schmerzen nach dem Eingriff
  • niedrigere Wundinfektionsrate
  • schnellere Wiederaufnahme körperlicher Belastung

Operation nach Spitzy: Kein Kunststoffnetz

Bei sehr kleinen Narbenbrüchen mit einer Bruchpforte von weniger als 2 cm wenden Ärzte häufig die sogenannte Operation nach Spitzy an. Dabei wird die Bruchlücke durch das direkte Vernähen der Bruchränder mit einer kräftigen Naht verschlossen.

Dieser Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und unter Vollnarkose.

Vorteile der Spitzy-Operation:

  • kurzer Eingriff
  • geringe Gewebebelastung (traumaarm)
  • niedrige Komplikationsrate

Ein Nachteil besteht darin, dass hier kein Kunststoffnetz zur Stabilisierung eingesetzt wird. Dadurch ist das Risiko für einen erneuten Narbenbruch erhöht. Außerdem sollten Patienten sich nach dem Eingriff für mehrere Wochen körperlich schonen, um die Heilung der Bauchdecke nicht zu gefährden.

Bei großen Narbenbrüchen oder wenn der Bruch über eine gewisse Zeit größer wird, ist dieses Verfahren nicht ausreichend. In seltenen Fällen kann es auch bei kleinen Hernien zu Komplikationen kommen, die eine andere Operationsmethode erforderlich machen.

Techniken mit Kunststoffnetz

Bei vielen Narbenbruch-Operationen stabilisieren Ärzte die Bauchwand zusätzlich mit einem Kunststoffnetz. Dieses wird entweder bei einer offenen Operation oder minimal-invasiv über die Schlüssellochchirurgie (Laparoskopie) eingesetzt. Die meisten Netze bestehen aus Polypropylen, das in der Regel sehr gut verträglich ist.

Wichtig: Das Netz darf nicht direkt mit den Darmschlingen in Kontakt kommen, da sonst Verwachsungen (Adhäsionen) entstehen können. Um dieses Risiko zu senken, gibt es moderne Netze mit einer speziellen Beschichtung, die solche Verklebungen verhindert.

Der Hauptunterschied der Verfahren liegt in der Position des Kunststoffnetzes innerhalb der Bauchwand. Zu den gängigsten Methoden gehören:

  • Sublay-Technik – Netz unterhalb der Bauchmuskulatur
  • Intraperitoneale Onlay-Mesh (IPOM) – Netz zwischen Darm und Bauchfell
  • Inlay-Technik – Netz wird direkt in die Bruchlücke eingesetzt

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zu den Verfahren.

Narbenbruch-OP: IPOM-Technik (intraperitoneale Onlay-Mesh)

Bei dieser Methode wird der Bauchraum zunächst mit Gas gefüllt (Pneumoperitoneum). Anschließend löst der Chirurg mögliche Verwachsungen (Adhäsiolyse).

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Ein Kunststoffnetz, das an der Bauchdecke zwischen Darm und Bauchfell fixiert wird, deckt die Bruchlücke von innen ab.

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Die IPOM-Technik erfolgt minimal-invasiv über die Schlüssellochchirurgie. Dadurch sind die Wundinfektionsrate und die postoperativen Schmerzen geringer. Für sehr große Narbenbrüche ist dieses Verfahren allerdings nicht immer geeignet.

Sublay-Mesh

Die Sublay-Mesh-Technik ist ein offenes Operationsverfahren, das sich vor allem für große Narbenbrüche eignet. Die Operation wird ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt.

Zunächst setzt der Arzt über dem Bruchsack einen Hautschnitt, legt den Bruch frei und entfernt ihn bei Bedarf.

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Der Chirurg löst dann mögliche Verwachsungen im Bauchraum und drückt den Inhalt des Bruchsacks zurück in die Bauchhöhle. Unterhalb der Bauchmuskulatur wird das Kunststoffnetz mit Nähten oder Fibrinkleber fixiert.

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Komplikationen und Risiken einer Narbenbruch-OP

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch nach einer Narbenbruch-OP mögliche Komplikationen. Diese treten nicht bei allen Patienten auf, sollten aber bekannt sein:

  • Wundinfektionen
  • Serombildung (Ansammlung von Flüssigkeit im Wundbereich)
  • Hämatome (Blutergüsse)

Bei der Verwendung eines Kunststoffnetzes liegt die Infektionsrate bei bis zu zehn Prozent. Auch Serome und Hämatome treten hier häufiger auf als beim direkten Verschluss des Bruchs ohne Netz.

In den meisten Fällen verschwinden Flüssigkeitsansammlungen nach zwei bis sechs Wochen von selbst. Bei größeren Mengen kann der Arzt die Flüssigkeit mithilfe einer Punktion entfernen.

Weitere mögliche Folgen sind:

  • Verhärtungen im Operationsbereich
  • vorübergehendes oder selten dauerhaftes Taubheitsgefühl durch Nervenverletzungen
  • Bewegungseinschränkungen und Schmerzen im Bauch

Trotz moderner Operationstechniken bleibt auch bei der Versorgung mit Kunststoffnetz ein Risiko für einen erneuten Bruch bestehen.

Nachbehandlung nach einer Narbenbruch-OP

Nach der Operation können die meisten Patienten wieder normal essen; bei Bedarf erfolgt ein schrittweiser Kostaufbau.

Das Ergebnis der Operation wird regelmäßig durch Ultraschall kontrolliert. Direkt nach dem Eingriff legen Ärzte ein elastisches Bauchmieder an, das die Heilung der Bauchdecke unterstützt. Es sollte über mehrere Wochen tagsüber und nachts getragen werden.

Etwa zehn bis zwölf Tage nach der Narbenbruch-OP werden die Nähte entfernt. Danach kann die körperliche Belastung langsam gesteigert werden. Allerdings sollten Patienten für rund drei Monate schwere Lasten über 20 Kilogramm vermeiden, um das Risiko für Komplikationen oder einen erneuten Bruch zu verringern. Schon am Tag nach der Operation beginnen Ärzte meist mit vorsichtigen Mobilisationsübungen, um die Heilung zu unterstützen.

Eine spezielle Nachsorge ist in der Regel nicht notwendig – wichtig sind jedoch Schonung, ärztliche Kontrollen und das konsequente Tragen des Bauchmieders.

Narbenbrüche sind eine besondere Form der Hernien und entstehen fast immer im Bereich von Operationsnarben. Abhängig von Größe und Lage ist eine sofortige Operation notwendig, um das Risiko für Komplikationen wie Einklemmung oder Darmverschluss zu vermeiden. 

Behandlung der Narbenhernie

Ein Narbenbruch wird mit der Zeit größer und es besteht die Gefahr, dass Darmanteile eingeklemmt werden. Daher sollte eine Narbenhernie stets im Rahmen der Hernienchirurgie operativ behandelt werden.

Die Narbenbruch-OP sollte frühestens 3 bis 6 Monate nach der ursächlichen Bauchoperation erfolgen. Dabei wird zunächst der Bruchsack wieder in die Bauchhöhle zurückverlagert. Anschließend verschließt der Operateur die Bruchpforte mittels Nahttechnik oder mit einem Kunststoffnetz dauerhaft.

Die Operation kann dabei sowohl im Rahmen eines offenen chirurgischen Eingriffs, als auch minimal-invasiv mittels laparoskopischer bzw. endoskopischer Operationsverfahren erfolgen.

Bei einer Narbenbruch-Operation prüfen Fachärzte zunächst, wie hoch das Risiko für Komplikationen ist und ob der Narbenbruch zeitnah behandelt werden muss. Ein Eingriff ist immer dann notwendig, wenn sich Anteile der Bauchhöhle in den Bruchsack verlagern oder Beschwerden auftreten. Besonders bei größeren Narbenhernien kommt häufig ein Kunststoffnetz zum Einsatz, das die operierte Stelle dauerhaft stabilisiert und einen Rückfall verhindert.

Welche Operationstechnik gewählt wird – ob man den Narbenbruch operieren sollte mittels offener Methode oder Schlüssellochchirurgie –, hängt unter anderem davon ab, ob ein Verdacht auf Narbenbruch im Bereich einer Narbe besteht oder ob es sich um kleine Brüche handelt, die sich gut versorgen lassen. Ziel jeder Therapie ist es, die Operation abzunehmen, indem der Bruch vollständig verschlossen und die inneren der Bauchhöhle schützenden Strukturen wieder gesichert werden. Sobald Organe aus dem Inneren vorgefallen sind, sollte zeitnah ein Netz eingesetzt werden, um erneute Probleme zu vermeiden.

FAQ zum Narbenbruch

Welche Narbenbrüche müssen operiert werden?
Sobald Beschwerden bestehen oder sich die Vorwölbung vergrößert, wird eine Operation aufgrund eines Narbenbruchs erforderlich. Spontan heilt ein solcher Bruch nicht ab.

Warum entstehen Narbenbrüche überhaupt?
Narbenbrüche treten auf, weil das Gewebe im Bereich einer alten Narbe dauerhaft geschwächt bleibt. Belastung im Bauchraum kann diese Schwachstelle weiter öffnen.

Warum wird bei der OP oft ein Netz eingesetzt?
Ein Netz stabilisiert die Bauchwand und verhindert, dass sich der Bruch erneut bildet. Besonders bei größeren Defekten sorgt es für zusätzliche Sicherheit.

Kann man einen Narbenbruch ohne OP behandeln?
Ein Narbenbruch muss letztlich operiert werden. Konservative Maßnahmen können Beschwerden mildern, beheben den Defekt jedoch nicht, sodass eine operative Behandlung notwendig bleibt.