Ohrenerkrankungen - Spezialist finden und Informationen

04.01.2022
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
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Das Ohr ist ein komplexes Sinnesorgan und dementsprechend vielfältig sind die Ohrenerkrankungen. Nicht alle lösen auch tatsächlich Ohrenschmerzen aus. Der Tinnitus zum Beispiel äußert sich durch unangenehme Geräusche im Ohr. Auch das Ohrensausen oder gar der Hörsturz zählen zu den häufig auftretenden Ohrenerkrankungen. In folgendem Artikel erhalten Sie eine Übersicht über die bekanntesten Erkrankungen des Ohres, deren Symptome und Behandlung. Außerdem finden Sie weiter unten empfohlene Spezialisten für die Behandlung von Ohrenerkrankungen.

ICD-Codes für diese Krankheit: H60-H95

Empfohlene Spezialisten für Ohrenerkrankungen

Ohrenerkrankungen Fälle in Deutschland

0 Fälle im Jahr 2020
0 Fälle im Jahr 2023 ( Prognose )

Das prognostizierte Fallzahlwachstum basiert auf Angaben zur Bevölkerungsentwicklung der statistischen Bundes- & Landesämter. Die Berechnung erfolgt je Altersklasse, sodass demographische Effekte berücksichtigt werden. Die Fallzahlen basieren aus einer Vernetzung von unterschiedlichen öffentlich zugänglichen Quellen. Mittels Datenanalyseverfahren werden diese Zahlen aufbereitet und unseren Usern zugänglich gemacht.

Artikelübersicht

Welche Ohrenerkrankungen gibt es und welche Symptome treten dabei häufig?

Ohrenerkrankungen erkennt man meist daran, dass die Ohren schmerzen. Nicht alle Erkrankungen der Ohren aber sind zwangsläufig mit Schmerzen verbunden. Tinnitus zum Beispiel ist eine der häufigsten Ohrenerkrankungen. Bei dieser Erkrankung nehmen die Patienten Geräusche wahr, die nicht einer äußeren Schallquelle entsprechen. Das Fiepen und Sausen im Ohr kann sehr belastend sein und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken.

Eine ebenfalls weit verbreitete Ohrenerkrankung ist die Mittelohrentzündung. Bei ihr ist die Schleimhaut im Mittelohr entzündet. Das kann recht schmerzhaft sein, ist aber in der Regel harmlos. Eine Mittelohrentzündung, die häufig von Fieber begleitet wird, betrifft vielfach Kinder. Um eine Entzündung des Mittelohrs handelt es sich auch bei der Labyrinthitis. Bei dieser Erkrankung ist der gesamte Ohrkanal entzündet, was sowohl zu Hörproblemen als auch zu einer Beeinträchtigung des Gleichgewichtssinns führen kann.

Der Hörverlust, auch Schwerhörigkeit genannt, in der medizinischen Fachsprache als Hyperkusis bezeichnet, ist eine normale Alterserscheinung. Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland sind mehr oder weniger von ihm betroffen.

Morbus Menière, die Gehörgangsexostose sowie die Otosklerose sind weitere Ohrenerkrankungen. Damit hören die bekanntesten Erkrankungen de Ohres aber nicht auf: Ein plötzlicher Hörverlust kann ebenso durch

  • einen Paukenerguss,
  • einen Hörsturz oder gar
  • einen Tumor im Innenohr

ausgelöst werden. Ohrenerkrankungen können sich ebenso durch einen unerklärlichen Ausfluss aus dem Ohr bemerkbar machen. Wie Sie sehen, sind die Ohren anfällig für viele Erkrankungen, welche die verschiedensten Symptome auslösen können.

Ursachen und Risikofaktoren für Ohrenerkrankungen

Tatsächlich ist erwiesen, dass einige Faktoren Ohrenerkrankungen begünstigen können. Wer im Beruf dauerhaft starkem Lärm ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko für eine Schwerhörigkeit im Alter. Der Altersschwerhörigkeit kann man mit einem gezielten Lärmschutz und einer gesunden Lebensweise vorbeugen. Das gilt allerdings nur bis zu einem gewissen Maße, denn diese ist teilweise auch genetisch bedingt.

Doch auch einige andere Grunderkrankungen können Ohrentzündungen mit sich bringen. Ein Paukenerguss wird meist durch einen grippalen Effekt oder einen Schnupfen ausgelöst. Natürlich können auch diverse Unfälle und Verletzungen Ohrenschmerzen hervorrufen. Die Ursache für ein Loch im Trommelfell hingegen ist ein Fremdkörper im Ohr.

Für einen Hörsturz, auch als Hörinfarkt bezeichnet, kommen wieder andere Ursachen in Frage: Er kann durch Durchblutungsstörungen ebenso wie durch Erkrankungen an der Halswirbelsäule ausgelöst werden. Vorsicht ist bei der Reinigung der Ohren geboten. Experten empfehlen, Ohrenstäbchen nicht zu verwenden. Falsch angewandt, können Sie das Trommelfell schädigen. Eine Reinigung der Ohren mit warmem Wasser genügt völlig.

Untersuchung und Diagnose von Ohrenerkrankungen

Leiden Sie mehrere Tage lang an unerklärlichen Ohrenschmerzen oder -geräuschen, suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf. Ohrenerkrankungen müssen so schnell wie möglich vom HNO-Arzt behandelt werden, damit sie nicht chronisch werden.

Der Arzt wird zunächst den Gehörgang, das Trommelfell und die Ohrtrompete gründlich untersuchen. Sind diese unauffällig, kommen weitere Untersuchungen zum Einsatz. Eine Gehörprüfung und das dazugehörige Tonaudiogramm können zum Beispiel Aufschluss darüber geben, ob die Krankheit Otosklerose vorliegt.

Ebenfalls aufschlussreich sind die Knochenleitungsschwellenkurve und die Carhart-Senke. Anhand derer kann man zum Beispiel eine Schallleitungs- oder eine Schallempfindungsschwerhörigkeit diagnostizieren.

Behandlung von Ohrenerkrankungen

Der erste Ansprechpartner bei einer bestehenden Ohrenerkrankung ist der Hals-Nasen-Ohrenarzt. Doch auch Hörgeräteakustiker können mittlerweile diverse Messungen durchführen und Ohrenerkrankungen diagnostizieren. Welche Behandlung in Frage kommt, ist natürlich von der Grunderkrankung abhängig. Bei einer Otosklerose ist eine Stapesplastik-OP recht erfolgversprechend. Bei dieser wird dem Patienten ein künstlicher Steigbügel in das Ohr gesetzt.

Der Hörverlust ist das am häufigsten auftretende Symptom. Beinahe jeder hat mit zunehmendem Alter mit einem verminderten Hörvermögen zu kämpfen. Der komplette Hörverlust, also die Taubheit, ist hingegen eher selten. Ein weiterer Vorteil: Die Schwerhörigkeit kann heutzutage recht gut mit Hörgeräten behandelt werden. Dabei gibt es für jedes Hörproblem das passende Hörgerät.

Am besten suchen Sie einen kompetenten Hörgeräteakustiker auf, der Sie über die Vor- und Nachteile von Im-Ohr- und Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten aufklärt. Ampflifon ist einer der Marktführer im Bereich hochwertiger Hörgeräte. Eine Altersschwerhörigkeit ist grundsätzlich nicht heilbar, kann aber mit modernsten Hörsystemen recht gut behandelt werden.

Verlauf und Prognose bei Ohrenerkrankungen

Entzündliche Erkrankungen im Ohr haben eine gute Prognose und heilen häufig sogar ohne ärztliche Behandlung. Anders sieht es bei ernsthaften Erkrankungen wie dem Hörsturz oder Tinnitus aus. Können Sie entsprechende Symptome erkennen, suchen Sie so schnell es geht einen HNO-Arzt auf. Nur wenn diese Krankheiten rechtzeitig behandelt werden, kann einem chronischen Verlauf vorgebeugt werden.

Bei einigen Ohrenerkrankungen ist eine Operation unumgänglich. Natürlich ist jede OP mit einem gewissen Risiko verbunden. Mögliche Komplikationen sind Ohrensausen oder ein Hör- und Geschmacksverlust direkt nach der OP. Auch Nervenschädigungen oder ein kompletter Hörverlust sind nicht auszuschließen, aber eher die Seltenheit. Grundsätzlich gilt: Je eher Erkrankungen des Ohres erkannt und behandelt werden, desto besser ist die Prognose. Einem chronischen Verlauf oder gar anderen Folgeerkrankungen wie einer Hirnhautentzündung kann durch die rechtzeitige Behandlung vorgebeugt werden.

Die Mittelohrentzündung und andere entzündliche Erkrankungen des Ohres hingegen werden meist mit entzündungshemmenden Medikamenten oder Antibiotika behandelt. Diese medikamentöse Behandlung schlägt recht gut an und bereits nach wenigen Tagen sind die Symptome verschwunden.

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