Die Schultereckgelenksprengung ist eine häufige Verletzung des Schultereckgelenk und entsteht oft nach einem direkten Sturz auf die Schulter. Dabei werden Band, Gelenkkapsel und die Bänder des Schultereckgelenks geschädigt. Typische Symptome einer Schultereckgelenksprengung sind Schulterschmerzen, Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit im Arm.
Je nach Schweregrad wird die Verletzung nach Tossy oder Rockwood klassifiziert. Besonders häufig betroffen sind Menschen nach Sportart mit hoher Belastung oder nach einem Sturz auf die Schulter. Die Diagnose erfolgt durch körperliche Untersuchung, bildgebende Verfahren und die genaue Beurteilung von Schlüsselbein, Schulterblatt und Gelenk. Die Behandlung der Schultereckgelenksprengung kann konservativ oder operativ erfolgen.
Definition und Ursachen der Schultereckgelenk-Sprengung
Eine Schultergelenk-Sprengung ist die Verletzung der Bänder, die das sogenannte Acromioklavikulargelenk (AC-Gelenk, ACG) stabilisieren. Synonyme für die Schultergelenk-Sprengung sind daher auch Acromioklavikulargelenk-Sprengung oder AC-Gelenksprengung.
Meistens sind bei einer Schultergelenk-Sprengung die stabilisierenden Bänder verrenkt oder gerissen (Ruptur).
Je nach Ausmaß der Verletzung unterscheidet man verschiedene Schweregrade, die nach Rockwood Typ I-VI eingeteilt werden. Der Verletzungsmechanismus ist in der Regel ein Sturz auf den angelegten Arm.

Die Anatomie der Schulter zeigt beteiligte Knochen, Muskeln und Bänder © bilderzwerg | AdobeStock
Behandlung der Schultergelenk-Sprengung
Einfache Verletzungen mit Verrenkung der Bänder oder Ruptur des AC-Bandes (Typ I und II) können konservativ behandelt werden. Eine Operation ist dann nicht nötig.
Bei Typ III mit gerissenen coracoklavikulären Bändern, aber noch erhaltender Muskelfaszie und horizontaler Stabilität kann in Einzelfällen eine operative Therapie notwendig sein.
Höhergradige Verletzungen vom Typ IV-VI werden in der Regel operativ versorgt. Es gibt über 60 verschiedene Operationstechniken.
Nachsorge bei einer Schultereckgelenk-Sprengung
Die Nachsorge nach operativer Versorgung erfolgt in der Regel in einer Armschlinge mit schrittweiser Steigerung der Beweglichkeit.
Die vollständige Freigabe und Aufbelastung erfolgt nach bis 8 Wochen.
Heilungsaussichten bei einer Schultereckgelenk-Sprengung
Die Heilungsaussichten sind sowohl nach konservativer und operativer Therapie gut. Als Langzeitfolge kann sich eine Arthrose im Bereich des ACG ausbilden. Risiken der operativen Versorgung sind neben den allgemeinen Operationsrisiken das erneute Hochtreten der Clavicula.
FAQ
Was ist eine Schultereckgelenksprengung?
Die Schultereckgelenksprengung ist eine häufige Verletzung des Schultereckgelenks zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt. Dabei werden Bandstrukturen, Gelenkkapsel und das AC-Gelenk geschädigt. Ursache ist meist ein direkten Sturz auf die Schulter.
Welche Symptome treten bei einer Schultereckgelenksprengung auf?
Typische Symptome einer Schultereckgelenksprengung sind Schulterschmerzen, Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit des Arm. Viele Betroffene nehmen eine Schonhaltung ein und klagen über Schmerzen im Bereich des Schultereckgelenks. Auch eine sichtbare Fehlstellung am äußere Ende des Schlüsselbeins kann auftreten.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnose einer Schultereckgelenksprengung erfolgt durch körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren. Ärztinnen und Ärzte beurteilen dabei Schweregrad, Stabilisierung und Verletzung des Schultereckgelenks. Die Einteilung nach Tossy oder die Klassifikation nach Rockwood helfen bei der weiteren Therapieplanung.
Wann ist eine Operation notwendig?
Ob eine operative Behandlung notwendig ist, hängt von der Schwere der Schultereckgelenksprengung ab. Rockwood I oder II sowie Tossy 1 werden häufig konservativ behandelt. Bei Tossy 3 oder höhergradiger Luxation kann eine operative Therapie oder arthroskopische Therapie sinnvoll sein.
Wie lange dauert die Heilung nach einer Schultereckgelenksprengung?
Die Heilungsdauer einer Schultereckgelenksprengung variiert je nach Schweregrad der Verletzung. Konservative Therapie mit Ruhigstellung und physiotherapeutische Behandlung dauert oft mehrere Wochen. Nach operative Behandlung oder Operation kann die vollständige Stabilisierung des Gelenk länger benötigen.
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Über den Fachautor
Univ.-Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle
Ärztlicher Direktor · Tübingen
Univ. Prof. Dr. med. Ulrich Stöckle – Fachautor: Entdecken Sie medizinische Expertenbeiträge im Leading Medicine Guide.
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