Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ im vorderen Halsbereich, direkt unterhalb des Kehlkopfs. Sie liegt beidseitig neben der Luftröhre und ist durch eine kleine Brücke, den sogenannten Isthmus, miteinander verbunden. Diese zentrale Lage erklärt, warum die Schilddruesen-OP besonders präzises chirurgisches Vorgehen erfordert.
Bei gesunden Menschen variiert die Größe der Schilddrüse, ohne dass eine Erkrankung vorliegen muss. Eine krankhafte Vergrößerung der Schilddrüse – auch Struma oder Kropf genannt – kann jedoch zu Beschwerden führen. Dazu zählen etwa sichtbare Verdickungen am Hals, ein Druckgefühl oder Schluck- und Atembeschwerden, wenn die Schilddrüse nach innen wächst.
In solchen Fällen prüfen Spezialisten für Schilddrüsenoperationen, ob eine operative Entfernung von Teilen der Schilddrüse notwendig ist. Ziel der Operation ist es, die normale Funktion des Organs zu erhalten und gleichzeitig krankhaftes Gewebe zu beseitigen.

Die Lage und das Aussehen der Schilddrüse © SciePro | AdobeStock
Die Schilddrüse spielt eine zentrale Rolle im Hormonhaushalt des Körpers. Sie produziert die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), die maßgeblich den Energiestoffwechsel, den Kreislauf und den Sauerstoffverbrauch der Zellen steuern. Diese Schilddrüsenhormone beeinflussen außerdem das Wachstum, die Körpertemperatur sowie die geistige Leistungsfähigkeit.
Damit die Schilddrüse richtig arbeiten kann, benötigt sie ausreichend Jod, das über die Nahrung aufgenommen und im Schilddrüsengewebe gespeichert wird. Ein Jodmangel kann zu einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) führen, die in manchen Fällen eine Schilddruesen-OP erforderlich macht.
Die Aktivität der Schilddrüse wird über einen fein abgestimmten Hormonregelkreis zwischen dem Hypothalamus und der Hypophyse gesteuert. Sinkt der Hormonspiegel im Blut, regt das TSH (Thyreoidea-stimulierende Hormon) die Produktion der Schilddrüsenhormone an. Steigt der Hormonspiegel stark an, wird die Produktion automatisch gedrosselt – ein Mechanismus, der für ein hormonelles Gleichgewicht sorgt.
Kommt es durch Erkrankungen wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis zu einer Fehlsteuerung dieses Systems, kann eine Über- oder Unterfunktion entstehen. In schweren Fällen ist dann eine operative Behandlung oder eine Thyreoidektomie (Entfernung der Schilddrüse) notwendig, um die Hormonproduktion dauerhaft zu stabilisieren.
Die Funktion der Schilddrüse wird über ein fein abgestimmtes hormonelles Kontrollsystem reguliert. Entscheidend dabei sind drei Instanzen:
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der Hypothalamus,
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die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und
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die Schilddrüse selbst.
Wenn der Hormonspiegel im Blut sinkt, schüttet die Hypophyse das TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) aus. Dieses regt die Schilddrüse dazu an, die Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) zu bilden und ins Blut abzugeben. Steigt der Hormonspiegel über den Normalwert, hemmt das Gehirn diese Ausschüttung – ein klassischer Regelkreis, der für Stabilität sorgt.
Störungen dieses Systems können zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Eine übermäßige Aktivität verursacht eine Schilddrüsenüberfunktion, während eine verringerte Aktivität eine Unterfunktion auslöst. Beide Formen beeinflussen den Stoffwechsel, die Herzfrequenz und die Leistungsfähigkeit.
Wird der Regelmechanismus dauerhaft gestört – etwa durch eine Autoimmunerkrankung oder einen bösartigen Knoten in der Schilddrüse –, kann langfristig eine Schilddruesen-OP erforderlich werden. Durch die operative Entfernung der betroffenen Schilddrüsenteile lässt sich die Hormonbalance wiederherstellen und das Risiko weiterer Komplikationen senken.

Erkrankungen der Schilddrüse zählen zu den häufigsten hormonellen Störungen weltweit. Sie können gutartig oder bösartig sein und verursachen je nach Art der Veränderungen der Schilddrüse unterschiedliche Beschwerden.
Eine Schilddrüsen-Operation (auch Schilddrüßen-Operation genannt) wird vor allem dann empfohlen, wenn eine Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) oder Knoten in der Schilddrüse entdeckt werden, die Beschwerden verursachen oder auf eine bösartige Entwicklung hinweisen. Die Gründe für eine Schilddrüsen-OP sind also meist strukturelle Veränderungen – etwa bei einer Überfunktion der Schilddrüse, einem kalten Knoten oder einem malignen Befund.
Ein häufiger Anlass für den Eingriff ist die Schilddrüsenüberfunktion, die durch Morbus Basedow oder autonome Adenome ausgelöst wird. Dabei produziert das Gewebe unkontrolliert Hormone, was zu Gewichtsverlust, Nervosität und Kreislaufproblemen führt. Um Komplikationen zu vermeiden, kann der Operateur die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernen.
Bei gutartigen Knoten wird häufig nur der betroffene Abschnitt entfernt. Wenn jedoch ein Schilddrüsenkrebs oder eine schnell wachsende Vergrößerung vorliegt, kann eine Schilddrüsen-OP notwendig werden, bei der die gesamte Schilddrüse entfernt wird.
Solche Eingriffe sind heute Routine in der Schilddrüsenchirurgie und werden in Deutschland zehntausendfach jährlich durchgeführt.
Damit sind die häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse:
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) – z. B. durch Morbus Basedow oder heiße Knoten
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) – z. B. durch Hashimoto-Thyreoiditis
- Schilddrüsenkrebs (Karzinome) – selten, aber behandlungsbedürftig
- Gutartige Knoten oder Zysten – verursachen Druckgefühl im Hals
- Struma (Kropf) – bei Jodmangel oder Fehlregulation des Hormonhaushalts
Diese Erkrankungen können durch eine Schilddrüsen-OP dauerhaft behandelt oder vollständig geheilt werden, insbesondere wenn die konservative Therapie (z. B. medikamentös) nicht ausreicht.
Vor einer Schilddrüsen-OP erfolgt eine umfassende Diagnostik, um die genaue Ursache und den Befund der Erkrankung der Schilddrüse festzustellen. Dabei prüft der behandelnde Operateur, ob eine operative Behandlung wirklich notwendig ist oder ob eine medikamentöse Therapie zunächst sinnvoll erscheint.
Zunächst wird die Schilddrüse abgetastet, um ihre Form, Größe und mögliche Knoten zu beurteilen. Eine anschließende Ultraschalluntersuchung (Sonographie) liefert präzise Informationen über die Struktur und eventuelle Veränderungen der Schilddrüse. So kann der Arzt erkennen, ob sich ein Knoten in Richtung gutartig oder bösartig entwickelt.
Anschließend werden die Schilddrüsenwerte im Blut bestimmt. Besonders wichtig ist der TSH-Wert, der Auskunft über die Hormonproduktion der Schilddrüse gibt. Bei auffälligen Werten werden zusätzlich die Hormonspiegel von T3 und T4 sowie bestimmte Antikörper überprüft, um Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis auszuschließen.
Ergänzend können bildgebende Verfahren wie eine Szintigraphie eingesetzt werden. Sie zeigt die Funktionsbereiche der Schilddrüse und hilft, zwischen „heißen“ und „kalten“ Knoten zu unterscheiden. In einzelnen Fällen erfolgt zudem eine Feinnadelpunktion, um Zellen aus verdächtigen Bereichen zu gewinnen und den Befund histologisch abzusichern.
Vor dem eigentlichen Eingriff beurteilt der Operateur auch die allgemeine Operationsfähigkeit. Dazu gehören ein EKG, eine Blutuntersuchung sowie – falls nötig – eine Stimmbandkontrolle durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Diese sorgfältige Vorbereitung stellt sicher, dass die Schilddrüsen-OP sicher und individuell geplant werden kann.

Schilddrüsendiagnostik mittels Ultraschall © Alexander Raths | AdobeStock
Eine Schilddrüsen-OP wird dann empfohlen, wenn eine Erkrankung der Schilddrüse vorliegt, die sich nicht mehr ausreichend medikamentös behandeln lässt oder bereits Komplikationen verursacht.
Zu den häufigsten Gründen für eine Schilddrüsen-OP gehören:
- eine starke Vergrößerung der Schilddrüse (Struma), die Druck auf die Luftröhre oder Speiseröhre ausübt,
- Knoten in der Schilddrüse, die schnell wachsen oder einen bösartigen Befund vermuten lassen,
- eine Überfunktion der Schilddrüse, die durch Medikamente oder Radiojodtherapie nicht kontrolliert werden kann,
- Morbus Basedow mit Rückfallneigung,
- sowie ein Schilddrüsenkarzinom, bei dem eine vollständige Entfernung der Schilddrüse notwendig ist.
Je nach Erkrankung kann die Operation an der Schilddrüse unterschiedlich umfangreich ausfallen.
Bei kleineren Knoten wird häufig nur ein Teil der Schilddrüse entfernt, während bei bösartigen Tumoren oder multiplen Knoten eine Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt wird.
In schweren Fällen erfolgt die Schilddrüsenoperation als komplette Thyreoidektomie, bei der die gesamte Schilddrüse entfernt wird.
Die eigentliche Schilddrüsen-Operation erfolgt unter Vollnarkose und wird meist über einen kleinen Schnitt am Hals durchgeführt.
Der Operateur entfernt dabei das krankhafte Gewebe, achtet aber sorgfältig darauf, die Nebenschilddrüsen und Stimmbandnerven zu schonen.
Dank moderner Schilddrüsenchirurgie ist das Risiko für Komplikationen heute gering, sodass Betroffene in der Regel schon wenige Tage nach der Schilddrüsen-OP wieder aufstehen und essen dürfen.
Im Allgemeinen beginnt die Schilddrüse unmittelbar hinter der Luftröhre und liegt in direkter Nähe der Schilddrüsen-Nervenbahnen – deshalb ist die Erfahrung des Operateurs entscheidend, um Nerven und umliegendes Gewebe zu schützen.
Eine Schilddrüsen-OP ab einer bestimmten Knotengröße oder bei auffälligem Befund kann somit lebenswichtig sein und Folgeschäden vorbeugen.

Symptome sowie diverse Erkrankungen der Schilddrüse © Henrie | AdobeStock
Die Schilddrüsen-OP gilt heute als sicherer Routineeingriff der operativen Therapie von Erkrankungen der Schilddrüse. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und dauert etwa ein bis zwei Stunden.
1. Vorbereitung auf die Operation
Vor Beginn prüft der Operateur, ob alle Voruntersuchungen abgeschlossen sind und die Schilddrüsenwerte im Blut stabil sind.
Der Eingriff erfolgt nur, wenn der Stoffwechsel im Gleichgewicht ist – eine Überfunktion der Schilddrüse wird also vorab medikamentös ausgeglichen.
2. Zugang und Freilegung der Schilddrüse
- Die Schilddrüse liegt direkt unterhalb des Kehlkopfs und vor der Luftröhre.
- Über einen kleinen Schnitt am Hals (meist 4–5 cm, sogenannter Kragenschnitt) wird das Organ vorsichtig freigelegt.
- Der Operateur legt die Schilddrüse dann frei und beurteilt, welche Teile der Schilddrüse entfernt werden müssen.
Je nach Befund:
- Bei gutartigen Knoten wird oft nur ein Lappen der Schilddrüse entfernt.
- Bei größeren Veränderungen oder Tumoren wird die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt.
- In seltenen Fällen muss die gesamte Schilddrüse entfernt werden – das nennt man Thyreoidektomie.
3. Entfernung des Gewebes
Das betroffene Schilddrüsengewebe wird sorgfältig operationstechnisch entfernt.
Dabei wird darauf geachtet, umliegende Strukturen wie:
- Stimmbandnerven (Nervus recurrens) und
- Nebenschilddrüsen nicht zu verletzen.
Zur Kontrolle kann während der OP eine Schnellschnittuntersuchung erfolgen. So erkennt der Chirurg bereits während des Eingriffs, ob das entfernte Gewebe gutartig oder bösartig ist.
4. Wundverschluss und Nachbehandlung
- Nach der Entfernung wird die Wunde gespült und ein kleines Drainageröhrchen eingelegt, über das Wundflüssigkeit abfließen kann.
- Anschließend erfolgt der Verschluss meist kosmetisch unauffällig mit selbstauflösenden Fäden.
- Die OP-Wunde liegt in einer natürlichen Hautfalte, sodass sie nach der Heilung kaum sichtbar ist.
5. Erste Stunden nach der Operation
- In den ersten Stunden nach der Operation bleibt der Patient nach der Operation zur Überwachung auf der Station.
- Es wird kontrolliert, ob Schwellungen oder Nachblutungen auftreten.
- Schon am nächsten Tag können Patientinnen und Patienten meist wieder aufstehen und leichte Nahrung zu sich nehmen.
Risiken und Komplikationen einer Schilddrüsen-OP
Jede Schilddrüsen-Operation birgt gewisse Risiken, auch wenn sie heute als Routineeingriff gilt. Durch moderne Technik, präzises Neuromonitoring und erfahrene Operateure ist das Risiko schwerer Komplikationen jedoch sehr gering.
1. Nachblutung und Schwellung nach der Schilddrüsen-OP
Nach der Operation kann es zu einer leichten Schwellung im Operationsbereich kommen, da die Schilddrüse unmittelbar hinter der Luftröhre liegt.
In seltenen Fällen tritt eine Nachblutung auf, die einen kurzen erneuten Eingriff erforderlich macht.
Daher bleibt der Patient nach der Operation in der Regel mindestens 24 Stunden unter Beobachtung.
2. Verletzung der Stimmbandnerven
Auf der Rückseite jedes Schilddrüsenlappens verlaufen die empfindlichen Stimmbandnerven.
Wenn diese bei der Schilddrüsen-Operation durch Druck oder Zug irritiert werden, kann es zu Heiserkeit oder Stimmveränderungen kommen.
In der Regel erholen sich die Nerven innerhalb weniger Wochen. Nur in 0,5 Prozent der Fälle bleibt eine dauerhafte Recurrensparese zurück.
3. Beeinträchtigung der Nebenschilddrüsen
Die Nebenschilddrüsen liegen in der Nähe der Schilddrüse und regulieren den Kalziumhaushalt.
Wurden sie bei der Schilddrüsen-OP entfernt oder verletzt, kann es zu einem vorübergehenden Kalziummangel kommen.
Typische Symptome sind Kribbeln oder Muskelzucken, die sich durch Kalzium- und Vitamin-D-Gabe beheben lassen.
4. Infektionen und Wundheilungsstörungen
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Schilddrüsen-OP Risiken für Infektionen.
Dank steriler Bedingungen und moderner Nahttechniken treten Infektionen oder Reizungen jedoch äußerst selten auf.
5. Narbenbildung und kosmetische Aspekte
Die Schilddrüse liegt im unteren Halsbereich; daher wird der Schnitt in einer natürlichen Hautfalte gesetzt.
Nach einigen Tagen nach der Operation ist die Wunde weitgehend verheilt.
Eine leichte Rötung oder Schwellung der Narbe kann noch einige Wochen sichtbar sein, verblasst aber vollständig.
Ein erfahrener Operateur nutzt heute verschiedene Techniken, um das Risiko zu minimieren:
- kontinuierliches Neuromonitoring zur Kontrolle der Stimmbandnerven,
- mikroskopische Präzision bei der Freilegung der Schilddrüse,
- sichere Blutstillung bei stark durchblutetem Gewebe,
- und klare Definition, welche Teile der Schilddrüse entfernt oder belassen werden.
- Je nach Erkrankung wird die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt – bei Krebs in der Regel komplett, bei gutartigen Knoten oft nur teilweise.
Bei manchen Patientinnen und Patienten muss die ganze Schilddrüse entfernt werden, wenn eine diffuse Veränderung der Schilddrüse vorliegt oder ein Tumor die Schilddrüse ganz betrifft.
Damit die Heilung optimal beginnt, erfolgt die Schilddrüsen-OP ab einem stabilen Hormonstatus und unter laufender Kontrolle der Schilddrüsenwerte im Blut.
Die Schilddrüsen-Operation erfolgt immer unter Vollnarkose und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Schon wenige Stunden nach der Operation kann der Patient nach der Operation wieder trinken und essen – bei komplikationslosem Verlauf sogar am selben Tag aufstehen.
Was nach einer Schilddrüsenentfernung zu beachten ist
Nach einer Schilddrüsen-Operation beginnt für die meisten Patienten bereits wenige Stunden nach der Operation die Erholungsphase. Dank moderner OP-Techniken ist der Heilungsverlauf heute meist unkompliziert, selbst wenn die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt wurde.
Direkte Phase nach der Operation
Unmittelbar nach dem Eingriff bleibt der Patient nach der Operation zur Überwachung in der Klinik.
Die ersten Tage nach der Operation dienen der Kontrolle möglicher Nachblutungen, Schwellungen oder Stimmveränderungen.
In dieser Zeit werden auch regelmäßig die Schilddrüsenwerte im Blut überprüft, um den Hormonhaushalt zu beurteilen.
Bereits ein bis zwei Tage nach der Operation können die meisten Patienten wieder aufstehen, essen und trinken.
Wenn die Wunddrainage (Abflussröhrchen) entfernt wurde, kann die Wunde meist mit einem kleinen Pflaster abgedeckt werden.
Die Schilddrüse beginnt in dieser Phase – sofern sie nicht vollständig entfernt wurde – wieder mit der Hormonproduktion.
Hormonelle Nachsorge und Medikation
Wurde die Schilddrüse komplett entfernt, muss der Körper dauerhaft mit Schilddrüsenhormonen versorgt werden.
Diese medikamentöse Substitution beginnt häufig schon am zweiten Tag nach der Operation, sobald die Schilddrüsenwerte im Blut kontrolliert wurden.
Wurde die Schilddrüse nur teilweise entfernt, wird die Dosierung individuell angepasst – je nach Größe des verbliebenen Gewebes und gemessenem Hormonspiegel.
Die Einnahme der Hormone erfolgt meist morgens nüchtern, etwa 30 Minuten vor dem Frühstück.
Regelmäßige Blutkontrollen sind wichtig, um sicherzustellen, dass sich der Stoffwechsel stabilisiert und der Körper optimal reagiert.
Alltag und Rückkehr in den Beruf
Die meisten Patientinnen und Patienten können etwa eine Woche nach der Operation wieder leichte Tätigkeiten aufnehmen.
Wer körperlich arbeitet, sollte die Belastung in den ersten zwei Wochen vermeiden.
Nach kleineren Eingriffen – etwa wenn nur Teile der Schilddrüse entfernt wurden – ist eine schnellere Rückkehr möglich.
Viele Betroffene fragen sich, wann sie nach der OP wieder arbeiten können:
- Nach unkompliziertem Verlauf meist nach 7 bis 10 Tagen,
- nach einer kompletten Entfernung der Schilddrüse in der Regel nach 2 bis 3 Wochen.
In jedem Fall entscheidet der behandelnde Arzt, wann der Heilungsprozess abgeschlossen und der Alltag ohne Einschränkungen wieder möglich ist.
Wundheilung und Verhalten im Alltag
- Duschen: meist bereits ab dem zweiten Tag erlaubt.
- Baden: sollte vermieden werden, bis die Wunde vollständig verheilt ist (ca. zwei Wochen).
- Sonnenexposition: Die Narbe sollte in den ersten Monaten nicht direkter Sonne ausgesetzt werden.
- Körperliche Aktivität: Leichte Bewegung fördert die Durchblutung und beschleunigt den Heilungsverlauf.
Die Schilddrüsen-OP erfolgt über einen kleinen, kosmetisch unauffälligen Schnitt am Hals. Nach rund 10 bis 14 Tagen ist die Narbe weitgehend verheilt. Bei manchen Patient:innen kann es vorübergehend zu Spannungsgefühl oder einer Schwellung im Bereich der Schilddrüse kommen – das ist normal und klingt meist innerhalb weniger Tage ab.
Nach der Schilddrüsen-Operation beginnt die wichtigste Phase der Genesung: die häusliche Nachsorge.
Sie unterstützt die Heilung, schützt vor Komplikationen und hilft, schneller wieder belastbar zu sein.
Die meisten Patientinnen und Patienten sind bereits wenige Tage nach dem Eingriff beschwerdefrei.
Schonung und Wundpflege
Die Wunde sollte in den ersten Tagen trocken und sauber gehalten werden.
Duschen ist nach Entfernung des Pflasters erlaubt, auf Baden sollte jedoch noch verzichtet werden,
bis die Wundheilung vollständig abgeschlossen ist.
Da die Schilddrüse unmittelbar hinter der Luftröhre liegt, kann es kurzzeitig zu einem Spannungsgefühl im Hals kommen.
Dieses verschwindet meist nach einigen Tagen.
Der Stimmbandnerv, der in der Nähe der Schilddrüse verläuft, ist nach dem Eingriff empfindlich –
deshalb kann vorübergehend eine leichte Heiserkeit auftreten.
In den meisten Fällen regeneriert sich der Nerv jedoch vollständig innerhalb von vier bis sechs Wochen.
Wann darf man wieder aktiv werden?
Viele fragen sich, wann sie nach der Schilddrüsen-OP wieder arbeiten oder Sport treiben dürfen.
Nach einem kleinen Eingriff – etwa wenn der Chirurg die Schilddrüse dann frei und entfernt,
ohne die gesamte Schilddrüse zu entnehmen – ist leichte Aktivität bereits nach einer Woche möglich.
Wurde die Schilddrüse komplett operiert oder ein größerer Teil entfernt,
empfiehlt sich eine Schonzeit von rund vier bis sechs Wochen, bevor körperliche Belastung wieder voll aufgenommen wird.
Patient:innen mit einer vergrößerten Schilddrüse, bei denen der Chirurg die Schilddrüse dann frei und entfernt hat,
profitieren besonders von Ruhe, guter Narbenpflege und kontrollierter Bewegung.
Damit sinkt das Risiko, dass sich Schwellungen oder Spannungsgefühle bilden.
Wichtige Hinweise für zu Hause
- Schlafen Sie in den ersten Nächten mit leicht erhöhtem Oberkörper, um Schwellungen zu vermeiden.
- Vermeiden Sie übermäßige Kopfbewegungen oder schweres Heben.
- Achten Sie auf Anzeichen einer Schädigung des Stimmbandnervs, etwa Heiserkeit oder Stimmveränderungen.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Schilddrüsenwerte im Blut, besonders in den ersten vier bis sechs Wochen.
Melden Sie sich sofort beim Arzt, wenn Schmerzen, Schwellungen oder Fieber auftreten – auch wenn die Schilddrüsen-OP kaum Risiken birgt, ist eine ärztliche Kontrolle wichtig.
Während der Operation arbeitet der Operateur millimetergenau:
Er legt die Schilddrüse dann frei und entfernt nur das betroffene Gewebe.
Diese präzise Vorgehensweise schützt die Nebenschilddrüsen und den Stimmbandnerv vor Schädigung.
Die Schilddrüsen-Operation erfolgt meist unter Vollnarkose und wird mit modernem Neuromonitoring begleitet,
um Nervenreizungen zu verhindern.
Wann ist eine Schilddrüsen-OP notwendig?
Eine Schilddrüsen-Operation wird notwendig, wenn Knoten, eine Überfunktion oder eine vergrößerte Schilddrüse Beschwerden verursachen.
Auch bei Verdacht auf bösartige Veränderungen oder wenn Medikamente und Radiojodtherapie keine ausreichende Wirkung zeigen, ist der operative Eingriff sinnvoll.
Der Operateur entscheidet anhand von Ultraschall, Szintigraphie und den Schilddrüsenwerten im Blut, ob die Schilddrüsen-OP erfolgt oder zunächst konservativ behandelt wird.
Wie läuft eine Schilddrüsen-OP ab?
Die Schilddrüsenoperation erfolgt in der Regel unter Vollnarkose.
Der Chirurg legt die Schilddrüse dann frei und entfernt krankhaft verändertes Gewebe – je nach Befund teilweise oder vollständig.
Während des Eingriffs werden Stimmbandnerven und Nebenschilddrüsen mithilfe eines Neuromonitorings überwacht, um eine Schädigung zu vermeiden.
Der Eingriff dauert meist ein bis zwei Stunden und wird von erfahrenen Spezialisten operativ durchgeführt.
Wie lange dauert die Heilung nach einer Schilddrüsen-OP?
Nach einer Schilddrüsen-OP erholen sich die meisten Patienten sehr schnell.
Bereits wenige Tage nach der Operation können sie wieder aufstehen und essen.
Die vollständige Heilung dauert im Durchschnitt vier bis sechs Wochen – abhängig davon, ob die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt wurde.
In dieser Zeit stabilisieren sich die Schilddrüsenwerte im Blut, und der Patient nach der Operation kann schrittweise in den Alltag zurückkehren.
Welche Risiken birgt eine Schilddrüsen-OP?
Wie jede Operation birgt auch die Schilddrüsenoperation gewisse Risiken, diese sind jedoch gering.
Mögliche Komplikationen sind Nachblutungen, Schwellungen oder eine vorübergehende Heiserkeit durch Reizung des Stimmbandnervs.
Sehr selten kann es zu einer dauerhaften Schädigung oder zu Störungen der Nebenschilddrüsen kommen.
Durch moderne Technik und erfahrene Operateure sind solche Komplikationen heute äußerst selten.
Wann darf man nach einer Schilddrüsen-OP wieder arbeiten?
Leichte Tätigkeiten sind meist nach etwa einer Woche möglich.
Nach größeren Schilddrüsenoperationen – insbesondere wenn die Schilddrüse ganz entfernt wurde –
sollte eine Schonzeit von zwei bis drei Wochen, bei Bedarf bis zu vier bis sechs Wochen, eingehalten werden.
Der behandelnde Arzt entscheidet individuell, wann der Patient nach der Operation wieder voll belastbar ist.