Cubitalarthrose betrifft vor allem Menschen im mittleren Lebensalter, die die Arme berufsbedingt sehr häufig stark beanspruchen müssen. Dazu zählen z. B. Bauarbeiter oder auch Profisportler, wie Handball-Spieler, Tennis-Spieler oder Golfer.
Solche einseitigen Beanspruchungen des Ellenbogengelenks fördern dessen Verschleiß. Davon abgeleitet hat die Erkrankung am Ende auch ihren umgangssprachlichen Namen erhalten: „Tennisellenbogen“.
Daneben können aber auch Unfälle Ursache für eine Cubitalarthrose sein. Armbrüche und Ausrenkungen (Luxationen) im Gelenk fördern kleinste Knorpelschäden. Dadurch verändert sich in der Folge der Abrieb an den Gelenkflächen, wodurch der Knorpel nach und nach zerstört werden kann.
Auch Entzündungen und Infektionen sowie Krankheiten des sogenannten rheumatischen Formenkreises können die Gelenke schädigen.
Der Verschleiß der Gelenkknorpelflächen schreitet in der Regel schleichend voran. Gerade anfangs machen sich die Gelenkveränderungen oft nicht weiter bemerkbar.
Im Frühstadium der Ellenbogengelenkarthrose kann es zu
- nächtlichen Schmerzen im Ellenbogengelenk sowie
- Schmerzen unter Belastung
kommen.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten die Schmerzen ebenso in Ruhe auf. Hinzu kommen dann meist Schwellungen und Muskelverspannungen bis hin zu einer allmählichen Versteifung des Ellenbogengelenks. Viele Patienten klagen zudem über Gelenkgeräusche – ein Knacken im Ellenbogen, was in der Fachsprache als Krepitation bezeichnet wird.

Bei Cubitalarthrose wird nach und nach der Knorpel des Ellenbogengelenks zerstört (hier am Beispiel Knie): Links gesunder Knorpel, rechts stark verschlissener Knorpel © crevis | AdobeStock
Meistens erhält der Arzt schon im Patientengespräch (Anamnese) erste Anzeichen für eine arthritische Erkrankung.
Die Verdachtsdiagnose „Cubitalarthrose“ kann sich in der körperlichen Untersuchung inklusive Bewegungstest erhärten. In der Regel wird dann ein Röntgenbild des Ellenbogengelenks angefertigt.
Anhand des Röntgenbildes ist es möglich, das Ausmaß der Gelenkschädigung am Ellenbogen zu bestimmen. Damit lassen sich auch Verengungen des Gelenkspaltes oder einzelne Gelenkzapfen sowie Zysten im Bereich des Gelenks erkennen.
Konservative und operative Therapie der Arthrose im Ellenbogen bzw. Ellenbogengelenk
Die Ellenbogenarthrose ist auch mit modernen medizinischen Verfahren heute nicht heilbar. Einmal verlorenes Knorpelgewebe kann derzeit nicht regeneriert oder von selbst ersetzt werden. Daher geht es bei der Behandlung der Cubitalarthrose in erster Linie darum,
- das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen,
- die damit im Zusammenhang stehenden Schmerzen zu lindern und
- am Ende die Lebensqualität der betroffenen Patienten zu erhöhen.
Je früher die Ellenbogenarthrose entdeckt wird, desto einfacher lässt sich das mithilfe konservativer Verfahren erreichen. Hierzu zählen vor allem
- die Krankengymnastik sowie
- entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente.
Stellt sich mithilfe der konservativen Therapieverfahren kein ausreichender Erfolg ein, bleibt meist nur der Weg über einen chirurgischen Eingriff. Die Operation kann arthroskopisch oder offen erfolgen. Während des Eingriffs befreit der Chirurg die Gelenkflächen auch von Unebenheiten oder abgelösten Knorpelresten.
Die Arthroskopie gehört deshalb zu den gelenkreinigenden Verfahren, die dem Gelenkerhalt dienen. Gepaart mit physiotherapeutischen Ansätzen kann der Gelenkersatz oft deutlich hinausgezögert werden. Ist die Reinigung und damit der Gelenkerhalt jedoch nicht möglich, besteht die Option eines kompletten Ellenbogengelenk-Ersatzes. Dabei wird das Ellenbogengelenk gegen ein künstliches Gelenk – eine Gelenkprothese – ausgetauscht.
Die Cubitalarthrose ist eine zwingend behandlungsbedürftige Gelenkerkrankung. Der Verschleiß ist nicht durch Ernährungsanpassung und Gelenkschonung rückgängig zu machen oder zu heilen. Auch Spontanheilungen kommen nicht vor.
Schreitet die Gelenkdegeneration weiter voran, kommt es zu
- einer ausgeprägten Schmerzsymptomatik und
- Bewegungseinschränkungen
im Ellenbogengelenk. Eine konventionelle Therapie reicht in diesem Stadium dann meist nicht mehr aus.
Deshalb ist es für die Krankheitsprognose sehr wichtig, frühzeitig zum Arzt zu gehen. Fachkundige Krankengymnastik kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und das Krankheitsgeschehen verlangsamen. Vollständig stoppen lässt sich der Verlauf aber nicht. Für die Schmerzkontrolle und damit für die Lebensqualität bedeutet das allerdings einen großen Gewinn.
Im fortgeschrittenen Stadium bleibt meist nur noch die Operation als Therapiemöglichkeit bestehen. Doch auch diese Verfahren führen in der Regel zu einem positiven Krankheitsverlauf mit weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität. Ohne rechtzeitige Diagnose und Behandlung durch einen Facharzt für arthritische Gelenkerkrankungen ist die Prognose schlechter. In diesen Fällen tritt aufgrund der Knorpelschäden eine Gelenkversteifung ein, starke Schmerzen und eine geringere Beweglichkeit bedingt.
Die bisher einzige bekannte Maßnahme zur Verringerung des Arthroserisikos im Ellenbogen besteht darin, gelenkschonende Sportarten zu betreiben. Tennis, Golf und Handball gehören nicht dazu und sollten sehr selten und dann nur vorsichtig ausgeübt werden. Schwimmen, Tai Chi und Nordic Walking hingegen gehören zu den gelenkschonenden Sportarten.
Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und Krankengymnastik ordnet Ihr Hausarzt an.
Die chirurgische Behandlung der Cubitalarthrose sollte aber an spezialisierten Zentren für Orthopädie, Unfall- und /oder Gelenkchirurgie erfolgen. Die dortigen Fachärzte für Ellenbogengelenkchirurgie führen solche Eingriffe in einer größeren Zahl und routinemäßig durch. Das verbessert die Prognose nach der Operation deutlich.
Was ist eine Cubitalarthrose?
Die Cubitalarthrose ist eine Arthrose des Ellenbogengelenks, bei der der Knorpel im Gelenk zunehmend verschleißt. Dadurch kommt es zu Schmerzen, Reibegeräuschen und Bewegungseinschränkungen.
Welche Symptome treten bei einer Ellenbogenarthrose auf?
Typische Symptome sind Schmerzen im Ellenbogen, eingeschränkte Beweglichkeit, Schwellungen und ein spürbares Reiben im Gelenk. In fortgeschrittenen Stadien können auch Entzündungen und Ellenbogensteife auftreten.
Wie wird die Arthrose im Ellenbogen diagnostiziert?
Die Diagnostik erfolgt durch eine klinische Untersuchung in der Orthopädie sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT. Diese zeigen Knorpelschäden, Gelenkspaltverschmälerungen und freie Gelenkkörper.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Cubitalarthrose?
Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente und Krankengymnastik. Bei ausgeschöpften konservativen Therapien kommen arthroskopische oder operative Verfahren infrage.
Wann ist eine Operation bei Ellenbogengelenksarthrose sinnvoll?
Eine operative Behandlung wird erwogen, wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkungen trotz Therapie anhalten. Je nach Befund kann eine Arthroskopie, ein Debridement oder der Einsatz einer Prothese erfolgen.