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Behandlung · Darmchirurgie

Darmresektion | Spezialisten und Informationen

Hier finden Sie ausgesuchte medizinische Experten und Spezialisten in Kliniken und Praxen für die Diagnose, Behandlung, Operation und Rehabilitation im Bereich Darmresektion. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.

Kurzübersicht — das Wichtigste zuerst

Die Darmresektion dient der operativen Entfernung eines erkrankten Darmabschnitts. Der Eingriff wird häufig bei Morbus Crohn, Divertikulitis oder Darmkrebs durchgeführt. Moderne Darmoperationen erfolgen möglichst schonend und häufig minimal-invasiv. Eine strukturierte Nachsorge unterstützt die Genesung und langfristige Lebensqualität.

Die Darmresektion ist eine chirurgische Operation, bei der ein erkrankter Abschnitt des Darms entfernt wird. Der Eingriff wird unter anderem bei Morbus Crohn, Divertikulitis, Darmkrebs oder anderen Darmerkrankungen durchgeführt. Ziel der Resektion ist es, entzündlich verändertes oder von einem Tumor betroffenes Gewebe zu entfernen und die Funktion des Darms zu erhalten. Je nach Erkrankung erfolgt die Operation minimal-invasiv oder als offener Eingriff.

Nach der Entfernung des betroffenen Darmabschnitts werden die Darmenden wieder miteinander verbunden oder in bestimmten Fällen ein Stoma angelegt. Eine sorgfältige Nachsorge unterstützt die Heilung und verbessert die Lebensqualität. Die Darmresektion gehört zu den wichtigsten Verfahren der modernen Darmchirurgie.

Anatomie und Funktion des Darms

Anatomisch ist der Darm beim Menschen in 4 Abschnitte eingeteilt:

  1. Zwölffingerdarm (Duodenum): Der Zwölffingerdarm beginnt direkt nach dem Magen. Er umschließt den vorderen Teil der Bauchspeicheldrüse und hat wesentliche Bedeutung für die Nahrungsverwertung. Er vermischt den sauren Speisebrei mit Gallensaft und Bauchspeicheldrüsensaft.
  2. Dünndarm (Jejunum und Ileum): Der Dünndarm ist zwischen 5 und 7 Meter lang. Dort findet der wesentliche Anteil der Verdauung durch Aufnahme (Resorption) von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten statt.
  3. Dickdarm (Kolon): Im ca. 1,5 Meter langen Dickdarm findet im Wesentlichen die Eindickung des Stuhles durch Wasserentzug statt.
  4. Enddarm (Rektum): Der Enddarm sammelt den Darminhalt in einem Reservoir. In engem Zusammenspiel mit dem Schließmuskel-Apparat entleert er den Darminhalt.

Welche Darmerkrankungen machen eine Darmteilentfernung notwendig?

Folgende Erkrankungen können beim Darm auftreten:

  • Tumoren: Gutartig (benigne Tumore) und bösartig (maligne Tumore)
  • Divertikelkrankheit (Divertikulitis)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa)
  • Verwachsungen/ Darmverschluss (Adhäsionen, Paralytischer Ileus)
  • Nachfolgend erhalten Sie weitere Informationen zu diesen Erkrankungen.
  • Gutartige Tumoren im Darm

Gutartige Tumoren sind im Darm in der überwiegenden Zahl der Fälle Polypen (Adenome) des Dickdarms. Diese gutartigen Tumore sind bei einer Darmspiegelung erkennbar. Ärzte können sie ohne Operation während der Darmspiegelung entfernen.

Da die gutartigen Tumore im Laufe der Zeit entarten, müssen Ärzte sie immer entfernen. Mediziner rechnen mit einer Dauer von ca. 10 Jahren, bis sich ein gutartiger Tumor in einen Bösartigen umwandelt.

Daher sollten Sie auch alle 10 Jahre die Darmspiegelung als Vorsorgemaßnahme zur Verhinderung von Darmkrebs durchführen lassen.

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Abbildung 1: Adenom im Dickdarm

Bösartige Tumoren im Darm

Bösartige Tumoren finden sich ebenfalls fast ausschließlich im Dickdarm. Hierbei handelt es sich um Tumoren, die zunächst aus gutartigen Tumoren von Zellen der Dickdarmschleimhaut entstehen. Sie entwickeln sich zu Darmkrebs. Der Darmkrebs wächst beginnend von der Innenseite des Darms. Er kann den Darm einengen, was zu einem Darmverschluss führen kann.

Im Laufe der Zeit wächst der Tumor in die Wand des Darms ein. Er kann auch außerhalb des Darms in andere Organe einwachsen. Ein allgemeines Merkmal bösartiger Tumoren ist die Fähigkeit, Tumorzellen zu verbreiten und Tochtergeschwülste (Metastasen) zu bilden. Bei Darmkrebs können Tumorzellen in Lymphknoten des Darmes streuen. Sie bilden dann Absiedlungen und zeigen selbst ein bösartiges Wachstum.

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Abbildung 2: bösartiger Tumor im Dickdarm

Da sich am Darm Lymphgefäße und Lymphknoten befinden, müssen Ärzte das zugehörige Lymphabstromgebiet bei der Darm-OP entfernen. Ansonsten können aus belassenen Lymphknoten weitere Tumoren entstehen.

Ein weiterer Mechanismus, wie sich eine Darmkrebserkrankung ausbreiten kann, ist die Streuung von Krebszellen über den Blutweg. Die Krebszellen siedeln sich dann bevorzugt in der Leber oder auch der Lunge ab und bilden dort Tochtergeschwülste.

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Abbildung 3: Bösartiger Tumor im Dickdarm

Divertikelerkrankung und die daraus entstehende Divertikulitis Unter Divertikeln versteht man Ausstülpungen der Darmwand nach außen. Es handelt sich also immer um gutartige Veränderungen. Diese Divertikel kommen gelegentlich im Dünndarm vor, sehr viel häufiger jedoch im Dickdarm.

Divertikel können angeboren sein, entstehen jedoch in den meisten Fällen im mittleren Lebensalter. Die Ausstülpungen entstehen meist durch erhöhten Druck im Dickdarm, auch scheint eine angeborene Bindegewebsschwäche eine entscheidende Rolle zu spielen. Divertikel kommen im fortgeschrittenen Lebensalter bei ca. 70 Prozent der Menschen in Industrieländern vor. Sie stellen an sich noch keine Erkrankung dar.

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Abbildung 4: Divertikel im Dünndarm

Divertikel können durch noch nicht geklärte Mechanismen eine schmerzhafte Entzündung des Darmes (Divertikulitis) verursachen. Schreitet die Entzündung fort, kann sie zum Darmdurchbruch und zur lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis) führen. Divertikel treten häufig im gesamten Dickdarm auf. Am häufigsten jedoch im S-förmigen Darmabschnitt vor dem Mastdarm (Sigma). Die Entzündungen verlaufen häufig in Schüben und können nach Jahren zu Verengungen des Darmes führen. Neben Entzündungen können auch schwere Blutungen aufgrund der Divertikel auftreten.

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Abbildung 5: Divertikelöffnungen im Dickdarm

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Abbildung 6: Divertikel im Dickdarm

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Diese in ihrer Ursache noch nicht geklärte Erkrankung führt zu schweren, und über viele Jahre oder Jahrzehnte verlaufenden Entzündungsschübe. Sie treten vorwiegend im unteren Dünndarmabschnitt, aber auch im Dickdarm oder Enddarmabschnitt auf. Die Erkrankung entsteht am häufigsten bei jüngeren Menschen. Frauen sind häufiger betroffen.

Diese Behandlung der Darmentzündung erfolgt in erster Linie mit Medikamenten. Treten schwere Komplikationen wie Darmdurchbrüche, Engstellen oder Fisteln auf, muss eine Darm-OP erfolgen. Dabei entfernen Ärzte den betroffenen Darmabschnitt so sparsam wie möglich.

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Abbildung 7: Chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn)

Verwachsungen und Darmverschluss

Verwachsungen im Bauchraum treten nach Entzündungen oder Operationen auf. Meist verlaufen sie problemlos. Gelegentlich können sie jedoch zu Beschwerden führen, wenn Darmabschnitte miteinander verwachsen sind oder Verwachsungen zur Bauchwand bestehen.

Durch diese eher flächigen Verwachsungen kann es sein, dass sich der Darm nicht mehr frei bewegen kann. Auch Engstellen und Abknickungen kann er nicht mehr überwinden. Eine Darm-OP ist dann erforderlich, wenn die Beschwerden eindeutig auf diese Verwachsungen zurückzuführen sind.

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Abbildung 8: Darmverschluss (Ileus) im Dünndarm

Weiterhin können sich nach einer Operation strangförmige Verwachsungen (Briden) bilden. Der Darm kann sich um diese schlingen, was zu einem akuten Darmverschluss (Ileus) führen kann.

Die Durchblutung des Darms ist dann nicht mehr gewährleistet. Eine Schädigung des Darms ist die Folge. Unbehandelt führt dies zum Absterben des Darmabschnittes. In dieser Situation kann nur eine rechtzeitige Darm-OP die Schädigung und den Verlust des Darms verhindern.

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